James Hardie Holzbau-Tage 2025
Wichtige Updates und ein Blick in die Zukunft
Bei den diesjährigen James Hardie Holzbau-Tagen im vergangenen November gab der Hersteller von Fermacell Gipsfaserplatten und Fassadenbekleidungen aus Faserzement Antworten auf die aktuellen Herausforderungen der Branche und stellte innovative Systemlösungen für ein zukunftssicheres Planen und Bauen im Holzbau vor. Der Bogen spannte sich von wichtigen Updates zur MHolzBauRL über Brandschutz, Statik und Bauakustik und nahm mit einem Vortrag über künstliche Intelligenz (KI) die Zukunft in den Fokus.
Mit dem Vortrags-Mix aus Forschung, Lehre und Praxis ist es James Hardie einmal mehr gelungen, dem hohen Anspruch an die Holzbau-Tage gerecht zu werden: Die Teilnehmer erhielten einen hochkarätigen Know-how-Transfer garniert mit einem Blick in die Zukunft. Networking inklusive. Die James Hardie Holzbau-Tage haben sich mittlerweile erfolgreich an zwei Standorten etabliert: im Kompetenzzentrum Holzbau & Ausbau in Biberach sowie im Informations-Zentrum von James Hardie Europe in Bad Grund.
Der hohe Stellenwert, der dem Branchentreff in Fachkreisen zugemessen wird, zeigt sich auch an der weiten Anreise einiger Teilnehmer. So hat sich z. B. Sebastian Schmalzried von der Landhaus-Bau Glinstedt GmbH von Neuruppin auf den Weg nach Biberach gemacht. Gekommen war Schmalzried vor allem wegen der Vorträge zum Brandschutz und Holzrahmenbau. Praktische Hinweise für eine aktuelle Baustelle erhielt er zudem durch den Vortrag von Adrian Blödt, Geschäftsführer der Blödt Holzkomplettbau GmbH, zur Rohdeckenbeschwerung auf Holzdecken. Darin wurden auf der Basis von Erkenntnissen aus Akustiklaboren und vor-Ort-Messungen Aufbauempfehlungen vorgestellt, welche dem Stand der Technik entsprechen.
Auch Markus Köberle, Werkplaner bei der Zimmerei Bertold Ott aus Wilhelmsdorf bei Ravensburg konnte aus dem Themenvormittag zur Bauakustik viele praktische Hinweise für seine tägliche Arbeit beziehen: „Es wurde erklärt: ‚Was kann man machen, wie soll man es machen und wie kann man Kosten sparen‘. Das war richtig gut.“
„Es entspricht unserem Anspruch, dass wir bei den Holzbau-Tagen unseren Teilnehmern immer einen detaillierten und wissenschaftlich fundierten Überblick über den aktuellen Stand der Entwicklung im Holzbau bieten“, sagt Sven Bohnsack, Application Engineering Façades bei James Hardie. Entsprechend breit war das Programm aufgestellt. Neben dem großen Vortragsblock zur Bauakustik waren Brandschutz und Statik wichtige Themen. So informierte Michael Merk von der TU München und Geschäftsführer der Fire & Timber ING GmbH in einem umfassenden Überblick über den letzten Stand der Fortschreibung der MHolzBauRL. Dabei erklärte er einfach und für jedermann verständlich die neuen Möglichkeiten, die sich damit für das mehrgeschossige Bauen mit Holz und Holzwerkstoffen ergeben.
Phillip Montag, von James Hardie Europe verwies in seinem Vortrag zu „Klammerverbindungen bei Wandtafeln & Stand der Normung für bauliche Anlagen in Erdbebengebieten“ auf statische Vorteile von Fermacell Gipsfaserplatten gegenüber herkömmlichen Hartgipsplatten der neuesten Generation. Lukas Rauber, von der RWTH Aachen University, stellte das Forschungsprojekt Helepolis vor, bei dem aktuell die Tragwirkung von Bekleidungen auf Holztafelwänden untersucht und ein analytisches Berechnungsmodell entwickelt wird. Architekt Rainer Vallentin von Vallentin + Reichmann Architekten GbR legte dar, welchen Beitrag der Holzbau, Nawaro-Dämmungen und Gipsfaserplatten zum Klimaschutz leisten kann.
Den Blick weit in die Zukunft richteten Ralf Neugebauer und Julius Nischk, beide Unusual Thinkers Berlin, mit ihrem Vortrag „Wie die künstliche Intelligenz die Produktion, Marketing und Vertrieb in der Bauwirtschaft verändert“. Da ging es um vollautomatisierte Kampagnen bis zu autonomen Vertriebs-Bots, um die Frage, wie Menschen in Zukunft bauen und wohnen wollen.









