Ausstellung Cre-Action
Rubner Haus präsentierte „Catasta“ von Stararchitekt De Lucchi
Sie wurde mit Massivholzelementen konzipiert und verfügt über ein großes, schräges Dach, das an einen antiken, lichtdurchlässigen Tempel angelehnt ist. Die Hohlräume zwischen den einzelnen Elementen erlauben den Eintritt des Lichts von außen und ermöglichen den Betrachtern einen Blick in den leeren Innenraum. Durch eine zentrale Öffnung im Dach fällt das Licht zudem kegelförmig ins Innere.
Catasta (italienisch für Holzstapel) ist ein modulares System, das sich aus vier Komponenten, dem Dach sowie dem Fundament zusammensetzt. Die Konstruktion besteht aus 152 in Ebanofarbe gestrichenen Fichtenholzelementen mit einem Gesamtvolumen von 22,64 Kubikmetern Holz. Sie ist einschließlich der Fundamentplatte 5,33 Meter hoch und 4,4 Meter breit. Ihre Tiefe beträgt 3,79 Meter.
„Die Elemente des Massivholz-Bausystems wurden bei der Montage übereinandergelegt und an den Ecken in verkämmter Form zusammengeführt – auf diese Weise sind keine Metallverbindungen notwendig, was die Konstruktion höchst ökologisch macht“, erklärt Martin Oberhofer, Geschäftsführer von Rubner Haus. „Beim Bau eines neuen Gebäudes ist es wichtig, ein Gleichgewicht zwischen Effizienz und ästhetischem sowie symbolischem Wert zu finden. Das erinnert uns an die Bedeutung unserer Rolle als Designer“, erläutert Stararchitekt De Lucchi.
Cre-Action, die Verschmelzung von Kreativität und Aktion, war das zentrale Thema der diesjährigen von Interni (Mondadori) organisierten Ausstellung. Ganz im Sinne dieses Konzepts inspiriert Catasta zu einem Bauprozess, bei dem jedes Element seinen Platz in einer Ordnung findet, die über die reine Funktionalität hinausgeht. Die Installation bringt die Fähigkeit zum Ausdruck, Inspiration in konkrete Handlung zu übersetzen, die Veränderungen bewirken kann.
Sie ist ein künstlerischer Ansatz, der auf die Herausforderungen der Gegenwart reagiert und zu derer Bewältigung in der Zukunft beiträgt. Martin Oberhofer sagt: „Damit hat Catasta eine hohe Symbolkraft. Denn mit der Verwendung des nachwachsenden Rohstoffs Holz können wir einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigeren Architektur der Zukunft leisten“.









