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Artikel und Hintergründe zum Thema

Messe

Max Kandler,

Tsurumi auf der IFAT 2026

Auf der IFAT 2026 sorgte Tsurumi mit einem der auffälligsten Messeauftritte für hohe Aufmerksamkeit unter Fachbesuchern aus der Wasser-, Umwelt- und Abwassertechnik. Der Hersteller aus Düsseldorf kombinierte moderne Pumpentechnik mit einem klaren Bekenntnis zur eigenen japanischen Herkunft und schuf damit einen Messeauftritt, der sich deutlich vom üblichen Industrieumfeld abhob. Traditionelle Gestaltungselemente, Mitarbeiter in Kimonos und japanische Spezialitäten verliehen dem Stand eine besondere Atmosphäre. Im Mittelpunkt standen jedoch keine Inszenierungen, sondern konkrete Lösungen für die täglichen Herausforderungen im Betrieb von Wasser- und Abwasseranlagen.

Aus dem Land der aufgehenden Sonne zeigte Tsurumi Umwelttechnik vom Feinsten, darunter die extrem leistungsstarken Abwasserpumpen der CZ-Serie, hier als Aufschnittmodell mit einem Teil der stolzen Stand-Crew. © Tsurumi

Vor allem Betreiber kommunaler Infrastruktur, Ingenieurbüros und Entscheider aus dem Bauwesen interessierten sich für die neuesten Entwicklungen im Bereich leistungsstarker Abwasserpumpen. Gerade im kommunalen Umfeld steigen die Anforderungen an Betriebssicherheit, Energieeffizienz und Wartungsfreundlichkeit kontinuierlich. Gleichzeitig verschärfen zunehmende Feststoff- und Faseranteile im Abwasser die Belastung für Pumpensysteme und führen vielerorts zu erhöhtem Wartungsaufwand.

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CZ-Serie für schwierige Abwasserbedingungen entwickelt

Besonderes Interesse zog auf der IFAT 2026 die neue CZ-Serie von Tsurumi auf sich. Die Baureihe wurde speziell für Anwendungen entwickelt, bei denen Abwasser hohe Mengen an Feststoffen, Textilien oder Feuchttüchern enthält. Genau diese Stoffe verursachen in vielen Anlagen regelmäßig Verstopfungen und ungeplante Stillstände.

Technisch setzt Tsurumi bei den neuen Abwasserpumpen auf einen ausgeprägten Schneidmechanismus. Die Kombination aus speziell geformter Saugplatte und einem integrierten Scherenprinzip sorgt dafür, dass problematische Bestandteile bereits vor Eintritt in die Hydraulik zerkleinert werden. Dadurch soll ein möglichst störungsfreier Dauerbetrieb auch unter anspruchsvollen Bedingungen gewährleistet werden.

Vor allem für Kläranlagen, kommunale Pumpwerke sowie industrielle Anwendungen mit hohem Schmutzanteil bietet dieses Konzept praktische Vorteile. Weniger Verstopfungen bedeuten geringere Serviceeinsätze, reduzierte Stillstandszeiten und eine höhere Betriebssicherheit im laufenden Anlagenbetrieb. Gerade für Betreiber größerer Infrastrukturen spielt diese Zuverlässigkeit eine zentrale Rolle, da Ausfälle häufig direkte Auswirkungen auf Prozesse, Kosten und Personalplanung haben.

Lösungen für Wasser- und Umwelttechnik im Fokus

Neben der neuen CZ-Serie präsentierte Tsurumi auf der IFAT 2026 weitere Systeme für die Wasser- und Umwelttechnik. Dazu gehörte unter anderem die FSP-Serie, die speziell für das Absaugen schwimmender Verunreinigungen auf Gewässeroberflächen ausgelegt ist. Solche Anwendungen gewinnen insbesondere bei kommunalen Umweltprojekten sowie im Bereich der Gewässerpflege zunehmend an Bedeutung.

Ergänzt wurde das Portfolio durch Pumpenlösungen für Schmutz- und Abwasser sowie durch die nahezu wartungsfreien TRN-Tauchbelüfter. Diese Systeme kommen unter anderem in Kläranlagen und industriellen Prozessen zum Einsatz, bei denen eine zuverlässige Sauerstoffversorgung entscheidend für stabile biologische Abläufe ist.

Die Präsentation zeigte deutlich, dass sich Tsurumi nicht allein auf klassische Pumpentechnik konzentriert, sondern komplette Systemlösungen für moderne Wasser- und Abwasserinfrastruktur in den Mittelpunkt rückt. Für Bauunternehmen und Anlagenbetreiber wird genau dieser ganzheitliche Ansatz zunehmend relevant, da Projekte heute deutlich stärker auf Effizienz, Fernüberwachung und langfristige Betriebskosten ausgerichtet werden.

Digitale Überwachung mit „Tsurumi Connect“

Ein zentrales Thema des Messeauftritts war das System „Tsurumi Connect“. Die offene Netzwerklösung dient zur Überwachung und Steuerung von Pumpen sowie weiterer elektrischer Komponenten innerhalb technischer Anlagen. Im Unterschied zu vielen proprietären Systemen setzt Tsurumi bewusst auf eine offene Struktur, die auch die Integration von Fremdfabrikaten ermöglicht.

Gerade in bestehenden Anlagenstrukturen ist diese Offenheit ein entscheidender Vorteil. Viele Betreiber arbeiten mit gewachsenen Infrastrukturen, in denen unterschiedliche Hersteller und Steuerungssysteme parallel eingesetzt werden. Mit „Tsurumi Connect“ lassen sich Sensoren, Zusatzgeräte und individuelle Steuerungsprozesse zentral einbinden und überwachen.

Die Lösung ermöglicht Zustandskontrolle, Alarmmanagement, Datenauswertung und Fernsteuerung über Cloud-Anbindung. Damit unterstützt das System Betreiber dabei, potenzielle Störungen frühzeitig zu erkennen und Wartungsprozesse gezielt zu planen. Vor allem im Bereich kritischer Infrastruktur gewinnt diese Form der digitalen Anlagenüberwachung zunehmend an Bedeutung.

IFAT 2026 zeigt Wandel der Pumpentechnik

Der Messeauftritt von Tsurumi machte auf der IFAT 2026 deutlich, wie stark sich die Anforderungen an moderne Abwasserpumpen verändert haben. Neben robuster Technik rücken heute digitale Vernetzung, Wartungsoptimierung und Prozesssicherheit immer stärker in den Fokus. Für Unternehmen aus dem Baugewerbe, der Umwelttechnik und dem kommunalen Infrastrukturbereich entstehen dadurch neue Möglichkeiten, Betriebskosten langfristig zu reduzieren und Anlagen effizienter zu steuern.

Mit der Verbindung aus leistungsfähiger Pumpentechnik, praxisorientierter Digitalisierung und einem ungewöhnlichen Messekonzept gelang Tsurumi ein Auftritt, der bei vielen Fachbesuchern in Erinnerung blieb. Ein besonderes Detail sorgte dabei zusätzlich für Gesprächsstoff: Frisch gezapftes Bier aus einer zur Zapfanlage umgebauten Pumpe wurde schnell zum inoffiziellen Publikumsmagneten des Messestands.

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