Messe
Wirtgen Group auf den Deutschen Asphalttagen 2026
Die Deutschen Asphalttagen 2026 standen ganz im Zeichen eines tiefgreifenden Wandels im Asphaltstraßenbau. Steigende Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Prozesssicherheit verändern die Abläufe auf Baustellen ebenso wie in Mischanlagen. Vor diesem Hintergrund präsentierte die Wirtgen Group auf der Branchenveranstaltung in Berchtesgaden neue Ansätze für mehr Digitalisierung und Effizienz im Straßenbau.
Mit Fachvorträgen und Gesprächen auf dem Messestand suchten Experten des Unternehmensverbundes gezielt den Austausch mit Bauunternehmen, Planern und Entscheidern der Branche. Der Fokus lag auf Technologien, die den gesamten Asphaltprozess – von der Aufbereitung über die Mischgutproduktion bis zum Einbau und der Verdichtung – effizienter und transparenter machen.
Asphaltrecycling als zentraler Baustein moderner Bauprozesse
Ein zentrales Thema der Gespräche auf den Deutschen Asphalttagen 2026 war die zunehmende Bedeutung von Asphaltrecycling. Für Bauunternehmen gewinnt die Wiederverwertung von Ausbauasphalt nicht nur aus ökologischen Gründen an Relevanz, sondern auch vor dem Hintergrund steigender Rohstoffkosten und wachsender regulatorischer Anforderungen.
Die Wirtgen Group stellte in diesem Zusammenhang integrierte Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette vor. Von der Aufbereitung und dem Brechen des Materials über die Mischgutproduktion bis hin zu Einbau und Verdichtung greifen die Technologien der verschiedenen Produktmarken ineinander. Ziel ist es, Recyclingmaterial effizient in neue Mischgüter zu integrieren und gleichzeitig eine konstante Qualität im Einbauprozess sicherzustellen.
Für Bauunternehmen bedeutet dieser ganzheitliche Ansatz vor allem eines: höhere Planungssicherheit bei gleichzeitig besserer Ressourcennutzung.
Flexible Brennstoffstrategien für Asphaltmischanlagen
Ein weiterer Schwerpunkt der Fachvorträge auf den Deutschen Asphalttagen 2026 lag auf der Energieversorgung von Asphaltmischanlagen. Unter dem Titel „Es bleibt heiß – Brennstoffstrategien für die Asphaltproduktion“ wurden neue Ansätze vorgestellt, mit denen Betreiber ihre Anlagen flexibler an wechselnde Energiepreise und regulatorische Anforderungen anpassen können.
Im Mittelpunkt stand eine Brennergeneration, die den gleichzeitigen Einsatz verschiedener Energieträger ermöglicht. Die Technologie erlaubt es, mehrere Brennstoffe parallel zu nutzen – unabhängig davon, ob sie gasförmig oder flüssig sind. Möglich wird dadurch eine Mischfeuerung, bei der beispielsweise Wasserstoff, LPG, HVO, Biogas oder Erdgas über separate Düsen eingesetzt werden können.
Der Wechsel zwischen den Energieträgern erfolgt ohne Anlagenstillstand. Für Betreiber bedeutet das eine hohe Versorgungssicherheit sowie größere Flexibilität bei der Auswahl wirtschaftlicher Brennstoffe. Angesichts steigender Energiepreise und der zunehmenden CO₂-Bepreisung gewinnt diese Fähigkeit für die Wirtschaftlichkeit von Mischanlagen zunehmend an Bedeutung.
Vernetzte Baustellenprozesse als Schlüssel zur Effizienz
Neben der Energieversorgung rückte auf den Deutschen Asphalttagen 2026 vor allem die Digitalisierung und Effizienz im Straßenbau in den Mittelpunkt der Diskussionen. Moderne Straßenbaustellen werden zunehmend zu datengetriebenen Produktionsumgebungen, in denen Maschinen, Bediener und Disposition miteinander vernetzt arbeiten.
Anhand des Zusammenspiels moderner Straßenfertiger und Tandemwalzen wurde gezeigt, wie automatisierte und digitale Systeme den Einbauprozess strukturieren und absichern können. Die Maschinen liefern kontinuierlich Daten zu Leistung, Einbauparametern und Verdichtungswerten. Diese Informationen werden zentral zusammengeführt, analysiert und für weitere Prozessschritte nutzbar gemacht.
Der Vorteil für Bauunternehmen liegt in einer verbesserten Transparenz über den gesamten Bauablauf. Disponenten im Büro können Baustellenprozesse nahezu in Echtzeit verfolgen, während Bediener auf der Baustelle von präzisen Maschineninformationen profitieren. Das Ergebnis sind stabilere Abläufe, weniger Abstimmungsaufwand und eine höhere Prozesssicherheit.
Jobsite Intelligence und automatisierte Assistenzsysteme
Im Kontext der digitalen Baustelle spielt auch das Konzept der sogenannten Jobsite Intelligence eine zentrale Rolle. Die Wirtgen Group zeigte auf den Deutschen Asphalttagen 2026, wie Baustellendaten systematisch erfasst und für operative Entscheidungen genutzt werden können.
Digitale Anwendungen ermöglichen es, Leistungs- und Qualitätsdaten während des Einbaus kontinuierlich zu dokumentieren. Systeme zur Flächenscannung oder Verdichtungsanalyse liefern dabei Informationen, die sowohl für die Qualitätskontrolle als auch für die Optimierung der Arbeitsabläufe genutzt werden können.
Parallel dazu gewinnen automatisierte Assistenzsysteme an Bedeutung. Unter dem Begriff Smart Automation unterstützen intelligente Funktionen Maschinenbediener bei komplexen oder wiederkehrenden Aufgaben. Automatisierte Einstellungen sorgen für gleichbleibende Präzision und reduzieren gleichzeitig die Arbeitsbelastung auf der Baustelle.
Branchenplattform für Austausch und Zukunftsstrategien
Die Deutschen Asphalttagen 2026 haben einmal mehr gezeigt, wie stark sich der Straßenbau aktuell verändert. Themen wie Recycling, alternative Energieträger und digitale Prozesssteuerung entwickeln sich zunehmend zu zentralen Faktoren für Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit.
Für Bauunternehmen bedeutet dies, dass Investitionen in moderne Technologien nicht nur eine Frage der Innovation sind, sondern auch der langfristigen Wirtschaftlichkeit. Veranstaltungen wie die Deutschen Asphalttage bieten dabei eine wichtige Plattform, um Entwicklungen der Branche frühzeitig einzuordnen und praxisnahe Lösungen zu diskutieren.
Mit ihren Beiträgen zu Digitalisierung und Effizienz im Straßenbau hat die Wirtgen Group auf der Veranstaltung Impulse geliefert, die den Transformationsprozess der Branche weiter vorantreiben dürften.













