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Artikel und Hintergründe zum Thema

Sicherheit für Vögel

Max Kandler,

Hochwirksamer Vogelschutz an der Glasfassade des Axel-Springer-Hochhauses

Spiegelnde Glasfassaden im städtischen Raum stellen eine häufig unterschätzte Gefahr für Vögel dar. Besonders in urbanen Zentren wie Berlin kommt es regelmäßig zu Vogelkollisionen mit Glasflächen, die aufgrund von Spiegelungen von Himmel oder Vegetation für Tiere kaum als Hindernis erkennbar sind. Um dieser Problematik wirksam zu begegnen, wurde am Axel-Springer-Hochhaus in Berlin eine umfangreiche Maßnahme zum Vogelschutz umgesetzt.

Die Anbringung der Markierungen erfolgte durch die Fischer Sicherheitssysteme GmbH. © Fischer Sicherheitssysteme GmbH

Vogelschutz an städtischen Glasflächen

Für die rund 1.800 Quadratmeter große Glasfassade des Axel-Springer-Hauses kam eine spezielle Lösung zum Einsatz: Seen matt 9/90 mm. Die Markierungstechnologie wurde nachträglich auf der Glasfassade installiert, ohne in die bestehende Architektur einzugreifen. Entwickelt für großflächige Verglasungen in städtischer Umgebung, zeichnet sich das System durch hohe Effektivität bei gleichzeitig zurückhaltender optischer Wirkung aus.

SEEN matt 9/90 mm – dezente Markierungen mit hoher Wirksamkeit

Die eingesetzten Markierungen bestehen aus 9 Millimeter großen Punkten, die in einem Abstand von 90 Millimetern (von Punktmitte zu Punktmitte) angebracht sind. Der Flächenanteil beträgt lediglich etwa 0,8 Prozent, wodurch die Maßnahme für das menschliche Auge dezent bleibt. Für Vögel sind die Markierungen jedoch aufgrund ihrer matten Oberfläche und dem daraus entstehenden Kontrast zur spiegelnden Glasfassade deutlich sichtbar.

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Ein entscheidender Aspekt war dabei nicht nur die nachgewiesene Schutzwirkung gegenüber Kollisionen, sondern auch die gestalterische Qualität der Maßnahme. „Die Markierungen schützen Vögel zuverlässig vor Kollisionen und werten die Glasfassade gleichzeitig optisch auf.“

Präzise Umsetzung trotz komplexer Rahmenbedingungen

Die Installation der Markierungen erfolgte durch die Fischer Sicherheitssysteme GmbH. Trotz der Höhe und Ausdehnung der Glasfassade konnte das Projekt zügig und präzise umgesetzt werden. Die Arbeiten wurden im März 2024 abgeschlossen. „Die Markierungen […] ohne bauliche Eingriffe angebracht werden können.“

Nachhaltige Verbindung von Funktion und Gestaltung

Das Projekt am Axel-Springer-Hochhaus zeigt beispielhaft, wie sich funktionaler Vogelschutz, architektonische Anforderungen und gesetzliche Vorgaben miteinander in Einklang bringen lassen. Die eingesetzten Seen-Markierungen erfüllen die Schutzfunktion zuverlässig, ohne die Transparenz und Ästhetik der Glasfassade zu beeinträchtigen.

Mit dem Einsatz von Seen matt 9/90 mm wurde nicht nur ein Beitrag zum Vogelschutz geleistet, sondern zugleich ein Beispiel für nachhaltige Gestaltung urbaner Architektur geschaffen.

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