Dänemark

Jessica Stütz | Jessica Stütz,

Bauen im Quadrat

Odense ist eine Stadt, die vor allem für einen Industriezweig bekannt ist: die Herstellung von Robotern und insbesondere von Cobots, den kollaborativen Robotern, die ihren Arbeitsplatz mit Menschen teilen. Das Unternehmen MIR hat sich auf mobile Cobots spezialisiert. Sie übernehmen unangenehme mobile Arbeiten und transportieren in Kliniken beispielsweise Güter von A nach B. Universal Robots (UR) produziert stationär einsetzbare Roboterarme, die unter anderem in der Automobilproduktion zum Einsatz kommen. Beide Unternehmen haben Produktionsstätten in Odense. Das US-Unternehmen Teradyne erwarb beide Spezialisten und beschloss, die Administration der zwei Firmen unter einem Dach zusammenzuführen und darunter auch ein Testcenter für die unterschiedlichen Roboterarten einzurichten.

Cobot Hub: ein Hauptquartier für zwei Robotikunternehmen

© 3XN

Rings um den Innenhof sind die Büroräume orientiert

© 3XN

Skelettkonstruktion: Holz contra Stahlbeton

Ursprünglich sollte der mehrgeschossige Neubau in Stahlbetonbauweise errichtet werden. „Dänemark ist kein Holzbauland. Hier werden größere Bauten überwiegend in Stahlbetonbauweise errichtet, schon deshalb, weil es in unserem Land mehrere große Betonhersteller gibt“, verrät Architekt Thomas Käszner, als Senior Associate bei 3XN zuständig für den Neubau des Cobot Hub in Dänemark. Bei der Entwurfsplanung hatten die Architekten trotzdem beide Bauweisen berücksichtigt, den Holzbau ebenso wie die Stahlbetonbauweise. Zum Glück. Denn als Stahl im Zuge von Corona zum knappen und teuren Gut wurde, erwies sich nämlich der Holzbau plötzlich als die günstigere Alternative. Darüber hinaus versprach diese Bauweise einen schnellen Baufortschritt, zumal das komplette Skelett inklusive aller Stützen und Unterzüge vorgefertigt angeliefert wurde.

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