Bürogebäude
Digitalisierung im Holzbau
Das neue Bürogebäude in Neckarbischofsheim verbindet repräsentative Architektur mit energieeffizientem Betrieb und hoher Aufenthaltsqualität. Für hohe Präzision und effiziente Abläufe beim Bau sorgten die BIM-gestützte Planung und Vorfertigung sowie modernste Fertigungsanlagen. Entscheidend für den Erfolg des Projektes war jedoch der Einsatz des Stexon-Holzverbinders. Durch das Stecksystem ließ sich die hohe Maßhaltigkeit aus der Werksplanung verlustfrei in die Endmontage überführen. So konnte die digitale Prozesskette ohne Unterbrechung bis auf die Baustelle fortgeführt werden – mit hoher Präzision, stabilen Prozessen und effizienter Umsetzung.
Seit der Gründung 2001 wuchs das Unternehmen Hochwarth IT stetig; Auftragsvolumen und Mitarbeiterzahl nahmen kontinuierlich zu. Die Folge: volle Büros und knappe Flächen. Für Geschäftsführer Christian Hochwarth stand daher fest, dass nur ein Neubau die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens sichern könnte.
Büroarchitektur mit Erweiterungspotential
Repräsentativ, funktional durchdacht und modular erweiterbar sollte der neue Firmensitz in Neckarbischofsheim sein. Zudem wünschte sich der Bauherr ein nachhaltiges Holzgebäude mit hoher Aufenthaltsqualität. Man entschied, den Neubau in zwei Bauabschnitten fertigzustellen: Das erste Gebäude sollte Raum für bis zu 65 Mitarbeitende bieten, der spätere Anbau knapp 500 m² umfassen. Mit der Planung und Realisierung des Projektes wurden die Hauck Planen & Bauen GmbH sowie die Hauck Hausbau GmbH beauftragt. Auch die Hauck Holzbau GmbH war maßgeblich am Projekt beteiligt.
Das Gestaltungskonzept: Auf Linie gedacht
Trotz hoher Anforderungen wurde das Projekt ein voller Erfolg. Der Neubau sowie der vier Jahre später erfolgte Anbau überzeugen durch eine moderne, kubische Gestaltung. Der Fokus liegt auf Geradlinigkeit und einer zurückhaltenden Formensprache. Großzügige Fensterflächen und der vertikal verglaste Erschließungsbereich setzen Akzente und verleihen der Fassade Tiefe und Struktur. Das begrünte Flachdach unterstreicht die Nachhaltigkeit des Gebäudes.
Klare Raumstruktur
Die ausführende Architektin und Geschäftsführerin Sara Hauck legte bei der Planung großen Wert auf eine klar gegliederte Raumstruktur mit differenzierten Nutzungsbereichen. Ihr Wunsch war, eine ausgeglichene, ruhige Atmosphäre zu schaffen. Gezielt platzierte sie die Treppenhäuser an den Gebäudeenden. Da der Großteil der Mitarbeiter regelmäßig telefoniert, wählte sie für die 21 unterschiedlich großen Büroeinheiten ein geschlossenes Raumkonzept und kombinierte sie mit offenen Aufenthaltsbereichen, die als Kommunikationszonen dienen.
Eindrucksvolles Foyer
Das helle, luftige Foyer beeindruckt durch große Glasflächen, die sich über zwei Etagen erstrecken. Die zweigeschossige Raumhöhe sorgt für viel Tageslicht und wirkt äußerst repräsentativ. Zudem ermöglicht die offen geführte Treppe Blickbeziehungen über zwei Ebenen hinweg. Ein Aufzug bringt Besucher barrierefrei in jede Etage. Ein weiteres Highlight sind die massiven Sichtholzdecken.
Tageslicht als zentrales Gestaltungselement
Besonderen Fokus legte die Architektin auf die Lichtplanung. Dazu Sara Hauck: "Mein Konzept beruhte in großen Teilen darauf, das Tageslicht optimal zu nutzen. Um dunkle Erschließungszonen zu vermeiden, integrierte ich Lichtbänder in die Wände, die das Tageslicht bis in die Flure führen." Auch im übrigen Teil des Gebäudes setzte sie auf großzügige Verglasung.
Nachhaltige Energieversorgung
Der Bauherr wünschte sich den neuen Firmensitz in Holzrahmenbauweise und legte großen Wert auf Nachhaltigkeit. Ein niedriger Energieeinsatz und ein effizienter Betrieb waren zentrale Planungsparameter. Die Architektin erklärt: "Mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe, der Lüftungsanlage und der Photovoltaik-Anlage setzen wir verstärkt auf erneuerbare Energien und reduzieren den Einsatz fossiler Brennstoffe. Dank des Eigenstroms aus der PV-Anlage wird die Haustechnik effizient versorgt, was die energetische Gesamtbilanz des Gebäudes deutlich verbessert."
Effiziente Dämmung für Komfort und Klimafreundlichkeit
Für Dach und Außenwände kam eine Holzfaserdämmung zum Einsatz. Diese bindet über den Lebenszyklus CO₂ und bietet aufgrund der hohen Rohdichte im Sommer einen wirksamen Hitzeschutz. Mit ihrer diffusionsoffenen Konstruktion wirkt sie feuchtigkeitsregulierend und sorgt für ein angenehmes, stabiles Raumklima. Alle Elektroleitungen verlaufen in einer vorgelagerten Installationsebene, sodass die gedämmten Außenwände geschlossen bleiben. Smart geplant: Das Gebäude kommt komplett ohne Klimaanlage aus – an heißen Tagen wird es über die Fußbodenheizung gekühlt.












