Dämmung

Jessica Stütz,

Holzfaserdämmplatte für Holzneubau der Feuerwehr Tübingen

Mit dem neuen Feuerwehrhaus in Tübingen-Lustnau bewies die Stadt als Bauherrin Mut: Der Entwurf des beauftragten Büros Gaus Architekten setzte bei der Materialität überwiegend auf Holz. Bereits die hinterlüftete Fassade gibt einen Hinweis auf die Konstruktion. Sie besteht aus unterschiedlich breiten und tiefen Holzlatten, die ein vertikal orientiertes, im Spiel von Licht und Schatten lebendiges Fassadenbild ergeben. Die Decken im Inneren bestehen aus unbehandeltem Brettschichtholz; die Böden in den Schulungsbereichen sind mit Stäbchenparkett aus Eiche belegt. Die Fenster haben Rahmen aus Fichtenholz, die Brandschutzfenster sind aus Buchenholz gefertigt. Aus statischen Gründen sind Bodenplatte und Aufzugsschacht mit Treppenhaus aus Beton gefertigt. Ansonsten besitzt das Gebäude ein Holzständer-Tragwerk mit Unterzügen und Stützen aus Brettschichtholz sowie im Gebäudeinneren mit Baubuche-Trägern und -stützen.

Das im Feuerwehrhaus Tübingen-Lustnau verbaute Holz bindet zirka 380 Tonnen CO2. Ergänzt wird das Nachhaltigkeitskonzept durch eine Kombination aus Photovoltaik-Anlagen, Solarthermie-Paneelen und einer Holzpellet-Heizung © Oliver Rieger

Auch bei der Dämmung des Feuerwehrhauses führten Gaus Architekten das auf Holz basierende Konzept konsequent weiter. So sind die Holzständeraußenwände mit der hydrophobierten Holzfaserdämmplatte Gutex Multitherm gedämmt. Diese ökologische Holzfaserdämmung zeichnet sich neben der wasserabweisenden Eigenschaft auch durch sehr guten Wärme-, Hitze- und Schallschutz aus und ist ohne zusätzliche Winddichtbahn windabweisend.

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Dreigliedriger Baukörper

Das Tragwerk der Fahrzeughalle besteht aus Fischbauchträgern auf Holzstützen. Das im Gebäude verbaute Holz stammt aus zertifizierter, regionaler Forstwirtschaft im Schwarzwald und im Allgäu. © Oliver Rieger

Herzstück des Bauwerks ist die sieben Meter hohe Fahrzeughalle, die nach zwei Seiten raumhoch geöffnet werden kann. Auf diese Weise können Einsatzfahrzeuge ohne Rangiervorgänge einfahren und zur anderen Seite vorwärts wieder herausfahren. An der Nordseite schließt sich direkt ein Multifunktionshaus an, das Lagerflächen, Werkstatt, Trockenraum, sowie einen kleinen Ausstellungsbereich mit historischen Gegenständen der Lustnauer Feuerwehr beherbergt. Südseitig ist der Verwaltungstrakt verbunden, der die Einsatzzentrale, Umkleiden für Einsatzkräfte sowie Aufenthalts-und Schulungsräume beherbergt.

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