Berlin: Kokoni-One

Jessica Stütz,

Stadtquartier in Holzbauweise

"Kokoni-One": Beim Bau von 84 Doppel- und Reihenhäusern in Berlin-Pankow wurde die traditionelle Holzbauweise mit einem modernen ökologischen Konzept kombiniert. Als Teil des nachhaltigen Konzepts sorgen Gipsfaser-Platten für hohen Brand- und Schallschutz.

Sachlich gegliederte, moderne Fassaden: Ökologische Aspekte standen bei der Konzeption der Siedlung im Vordergrund

© James Hardie Europe GmbH

Auf einer Fläche von rund 23 000 m² entsteht im Norden von Berlin, im Pankower Viertel Französisch Buchholz, das neue ökologische Stadtquartier „Kokoni One“. Gemeinsam mit ZRS Architekten erbaut hier der Berliner Projektentwickler Incept, Teil der Ziegert Group, ein kinder- und familienfreundliches Wohngebiet mit insgesamt 84 Doppel- und Reihenhäusern.

Der Ortsteil Französisch Buchholz im Norden der Hauptstadt blickt auf eine lange historische Tradition zurück. Ende des 17. Jahrhunderts entstand hier durch die Ansiedlung von Hugenottenfamilien eine französische Kolonie. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich die idyllische Gegend zu einem beliebten Ausflugziel der Berliner. Bis heute wird das an das Naturschutzgebiet der Karower Teiche angrenzende Quartier geprägt von Einfamilienhäusern mit gepflegten Grundstücken und vielen Grünflächen und ist als Wohngebiet entsprechend begehrt. Zudem sind vor Ort alle Einrichtungen des öffentlichen Lebens, Schulen sowie Kitas und Spielplätze vorhanden. Ein umfangreiches Angebot an Einkaufsmöglichkeiten, Apotheken und Arztpraxen steht in fußläufiger Entfernung zur Verfügung. Nah gelegene Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs sorgen für eine bequeme Anbindung an die Berliner Innenstadt.

Die Planung des Neubaugebiets Kokoni One nimmt die familiär-dörfliche Atmosphäre des Ortes auf. Inspi-riert vom Vorbild moderner Gartenstädte, wird Grün- und Freibereichen ein hoher Stellenwert eingeräumt. Dabei gruppieren sich jeweils zehn bis zwölf Häuser um großzügige, gemeinschaftlich genutzte Angerhöfe. Eine zentral angelegte Streuobstwiese mit Spiel- und Sportplatz sowie ein hobby- und eventtaugliches Gemeinschaftshaus dienen zudem als Treffpunkt für alle.

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Ökologische Aspekte standen bei der Konzeption der Siedlung im Vordergrund. Laut Projektentwickler kommen nur gesunde, unbedenkliche Baustoffe zum Einsatz. So sind die Gebäude ab der Oberkante Bodenplatte in Holzbauweise mit natürlichen Dämmstoffen und einer Beplankung aus Fermacell Gipsfaserplatten ausgeführt. Die Geschossdecken bestehen aus Massivholz, das von der Raumseite aus sichtbar bleibt. Das Holz stammt aus nachhaltiger europäischer Forstwirtschaft. Gefällt wurden dafür laut Projektentwickler alte Bäume, die kaum noch CO2 binden. Damit werde Platz geschaffen für neue, klimaschonende Bäume. Das hier verarbeitete Holz sei bei Einzug „quasi bereits vollständig nachgewachsen“. Die tragenden Innen- und Außenwände wurden mit einer nicht brennbaren Bekleidung aus Gipsfaserplatten vom gleichen Hersteller realisiert.

Durch den weitgehenden Verzicht auf Verbundmaterialien, also auf Konstruktionen, bei denen unterschiedliche Baustoffe untrennbar miteinander verbunden sind, soll die Entstehung von Sondermüll nachhaltig vermieden werden. Auch für die insgesamt gehobene Innenausstattung gilt höchstmögliche Nachhaltigkeit bei verwendeten Rohstoffen und Herstellungsprozessen. Jedes Kokoni-Haus bindet nach Herstellerangaben mehr CO2, als durch den Bau freigesetzt wird.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in unserer mikado-Ausgabe 03.2024.

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