Neubau

Ingenieurholzbau

Ein Seeigel aus Holz

Nun ja, er hat keine Stacheln. Und er ist auch nicht schwarz, sondern eher milchkaffeefarben. Doch die Ähnlichkeit lässt sich trotzdem nicht leugnen: Der neue Holzpavillon, den das Institut für Computerbasiertes Entwerfen und Baufertigung (ICD) und das Institut für Tragkonstruktionen und Konstruktives Entwerfen (ITKE) der Universität Stuttgart für die Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn entwickelt haben, sieht aus wie ein abstrahierter riesiger Seeigel aus Holz. Drei dynamische Bögen bilden Öffnungen zu den Hauptwegeachsen aus und führen die Besucher in den Pavillon hinein.

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Hallenbad Stutensee

Das Seepferdchen für Holz

Das Hallenbad liegt zwischen dem Schul- und Sportzentrum und dem neuen Festplatz am Ortsrand von Stutensee. Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels wurde der Neubau zwei Meter über Geländeniveau realisiert. Architektonisch gliedert sich das Bad in zwei Raumvolumen, die sich sichtbar von außen abzeichnen. Die Badehalle umfasst ein Schwimmerbecken, ein Lehrschwimmbecken mit Rutschbahn sowie einen Kleinkindbereich. Der nach Süden angrenzende Eingangs- und Umkleidebereich mit Dusch- und Nebenräumen setzt sich durch eine reduzierte Raumhöhe von der Badehalle ab. Die zwei Baukörper greifen in Form und Materialität ineinander und verzahnen sich von außen durch ein umlaufendes Band der Stahlblechfassade.

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Produktionshalle

Große Tragweiten für viel Freiraum

Ein außergewöhnliches Gebäudeensemble aus Produktionshalle mit Büro- und Ausstellungsgebäude entsteht aktuell im idyllischen Waldenburg in Hohenlohe, dem Firmensitz der SWG Produktion Schraubenwerk Gaisbach GmbH. Das 1967 gegründete und zur Würth-Gruppe gehörende Unternehmen zählt zu den größten Schraubenherstellern Europas. Täglich werden hier bis zu zwölf Millionen Schrauben produziert – und die Tendenz ist steigend. Genau diese Entwicklung gab in der Vergangenheit schon mehrfach Anlass, über eine Erweiterung der Kapazitäten und damit über einen Hallenneubau und die Neuorganisation des Firmensitzes nachzudenken.

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Schulanlage

Ganz aus Holz

Ein eleganter Kubus erweitert die Dorfschulanlage Nottwils im Schweizer Kanton Luzern. Was von außen bereits ablesbar ist, setzt sich auch im Innenraum fort: Das gesamte Gebäude besteht aus Holz. Selbst das Tragwerk wurde mit heimischem Brettschichtholz errichtet. Die Schweizer Architekten Graber & Steiger legten Wert auf ein schlichtes räumliches Konzept, das sich an den pädagogischen Vorgaben der Auftraggeber orientiert und gleichzeitig zukünftigen Erweiterungen größtmöglichen Spielraum lässt. Die einfache Raumstruktur der Schule erlaubt eine äußerst flexible Nutzung der Flächen. Zudem kann das dreigeschossige, 50 Meter lange, 15 Meter breite und 14 Meter hohe Gebäude auf einfache Weise mit einem Anbau erweitert werden.

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KITA Holzwürmchen

Vollholz ohne Schadstoffe

Im Norden der Bundesrepublik sind es vor allem öffentliche und gewerbliche Auftraggeber, die den Aufschwung im Holzbau vorantreiben. Motiviert werden sie dabei von den energetischen Vorteilen des Holzbaus und vom guten Raumklima in Holzgebäuden. Prinzipiell bietet Holz als nachhaltiger und natürlicher Baustoff hervorragende Voraussetzungen für eine ökologische Bauweise mit minimaler Schadstoffbelastung. Dennoch gab es in den letzten Jahren mehrfach Negativschlagzeilen. Vorläufiger Höhepunkt war die Schließung einer Kinderkrippe wegen zu hoher Schadstoffbelastung. Als problematisch erwies sich dabei nicht das Holz selbst, sondern Holzwerkstoffe und Kleber, Parkettöle oder Farben.

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Quartier

Massivholz im Olga-Areal

Inmitten einer gründerzeitlich geprägten Stadterweiterung im Westen von Stuttgart entsteht ein neues Quartier. Die Baugemeinschaft mit Namen ‚MaxAcht‘ hat sich dazu entschlossen, den sozialen Faktor mit dem ökologischen zu verbinden und in Massivholzbauweise zu bauen. Dabei entstanden insgesamt elf Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 61 m² und 115 m² sowie ein gemeinschaftlich genutzter Bereich im Erdgeschoss. Die Umsetzung erfolgte mit einem vertikalen Holzbausystem. Es besteht aus mehrlagigen, stehenden und gehobelten Bohlen, die mittels traditioneller Schwalbenschwanz Vergratungen ohnejedweden Kleber zusammengefügt werden. Danach werden in den Elementkern gegeneinanderlaufende, konisch vorgefräste Gratleisten horizontal eingeschoben, was einen kraft- und formschlüssigen Gesamtverbund hervorbringt. Zudem wird die ausgleichende Feuchtigkeitsbewegung des Holzes als zusätzlich stabilisierender Faktor genutzt. Denn während die Bohlen aus Fichten- oder Weißtannenholz einen Feuchtigkeitsgrad von circa 12 Prozent besitzen, weisen die Gratleisten aus Fichten- oder Eschenholz einen Restfeuchtegehalt von etwa 6 Prozent auf. Durch die ausgleichende Bewegung im Holzverbund ziehen sich die trockeneren Gratleisten in Richtung der feuchteren Bohlen fest. Die Konstruktion erfolgt mit technisch auf etwa 12 Prozent Rest- bzw. Ausgleichsfeuchte getrockneten Hölzern.

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Wohnhaushälften

Wohnen im Doppelpack

Die Trennlinie zwischen den fast identischen Haushälften im österreichischen Tennengau verläuft in Nord-Süd-Richtung. Das 2,70 m hohe Erdgeschoss besteht jeweils aus zwei Bereichen: Vom Eingangsbereich mit WC geht es in den Wohntrakt mit Küche, Essund Wohnzimmer – sowie großflächiger und geschützter Südterrasse davor. Über die – durch ein bis zum Dach reichendes Regalmöbel unterteilte – zweiläufige Treppe führt der Weg ins teilweise bis zu 4,50 m hohe Obergeschoss.

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Licht

Grün, grün, grün

Im Zentrum steht das Licht: Großzügige Glasflächen, von Helligkeit durchflutete Räume und eine in unterschiedlichen Farbtönen schimmernde Fassade prägen das Grüne Zentrum in Kaufbeuren. In dem Neubau sind gleich mehrere Einrichtungen untergebracht: das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), die Landwirtschaftsschule und die bayernweit einzige staatliche Technikerschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement. All diese Institutionen waren bisher dezentral organisiert und bilden nun zusammen mit den Gebäuden des Bayerischen Bauernverbandes und des Maschinenrings Ostallgäu ein städtebauliches Ensemble im Innovapark in Kaufbeuren. Der Bevölkerung, den Landwirten und Studierenden steht damit ein modernes, leistungsfähiges und zentral gelegenes Dienstleistungs- und Bildungszentrum zur Verfügung, das geballte Kompetenz in allen land- und hauswirtschaftlichen Fragen verspricht.

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