Die Bauwirtschaft ist keine Ausnahme:
Inpera: "Wer im Geschäft bleiben will, muss sich wandeln"
Change Management, ein erlernbares Handwerk, wird für die Digitalisierung in der Baubranche benötigt. Während des Übergangs vom alten analogen Weg in die digitale Zukunft ist eine gute Kommunikation und ein ehrliches Erwartungsmanagement gefragt.
Viele traditionelle Branchen verlassen sich in ihrem täglichen Handeln mehr auf die Erfahrungen aus der Vergangenheit als auf die Chancen für die Zukunft. Die Bauwirtschaft ist keine Ausnahme – sie hat sich in den vergangenen 100 Jahren kaum verändert. Die Menschen, die hier arbeiten, sind stark in das Tagesgeschäft eingebunden und mit der Bewältigung alltäglicher Herausforderungen beschäftigt. Doch wer in Zukunft erfolgreich sein will, muss sich wandeln und neue Methoden entdecken, sich selbst neu zu organisieren.
"In unseren Gesprächen mit Generalunternehmern, Projektentwicklern, Nachunternehmern, Händlern und Herstellern finden wir bislang mehrheitlich eins: Verweigerung oder sogar Verzweiflung", berichtet Inpera-CEO Richard Liehmann aus Berlin. "Viele Unternehmen schrecken vor der Digitalisierung der Bauwirtschaft zurück. Sie fürchten sich davor, etablierte Wege zu verlassen, Althergebrachtes neu zu denken und vor allem Mitarbeiter und Kunden mit auf die Reise zu nehmen. Sie wissen schlichtweg nicht, wie Veränderungen zu managen sind. Kenntnisse im Change Management sind daher dringend nötig."
Dabei sei dieser Prozess gar nicht so schwer und sollte eigentlich zum Handwerk jeder Führungskraft gehören, meint Richard Liehmann. Er unterteilt den Change-Management-Prozess in vier Hauptphasen: Vorbereitung, Planung, Ausführung sowie unterstützende Maßnahmen. "Untersetzt man diese vier Schritte in seinem Unternehmen mit konkreten Handlungen, bekommt man schnell einen beherrschbaren Handlungsleitfaden. Bereits die zu Beginn vorgesehene Analyse des Ist-Zustands liefert oft nicht nur erstaunliche Erkenntnisse, sondern nimmt die Mitarbeiter vom Start weg mit auf die Reise", so Liehmann. Während sich der Planungsprozess unter anderem durch BIM bereits im digitalen Wandel befindet, sieht es in der Beschaffung mehrheitlich noch analog aus. "Handyanrufe, PDF per Mail versenden oder auch Absprachen per Whatsapp sind noch keine Digitalisierung", betont Liehmann.
Es sei nötig, sich mit der Definition des gewünschten Zustands zu beschäftigen: Wie sieht ein vollkommen digitaler Prozess im Unternehmen aus? Welche Vorteile bringt er? Wo ist er der bisherigen Lösung überlegen? "All diese Fragen sind gemeinsam zu beantworten und durch permanentes Feedback weiter zu verfeinern", schlägt der Inpera-CEO vor. Danach können auftretende Hindernisse beseitigt werden. In der Ausführungsphase sollten keine unerwarteten Probleme auftreten, um die Akzeptanz bei Mitarbeitern und Partnern zu erhalten.









