Fassadenelemente
Die Effizienz auf der Baustelle steigern
Wie kann man schnell und effizient Gebäude schaffen? Mit vorgefertigten Bau- und Fassadenelementen. Diese werden so weit vorproduziert, dass sie die Bauzeit am Ende deutlich verkürzen. Das spart nicht nur Zeit und Arbeit, sondern erhöht zugleich die Effizienz auf der Baustelle.
In unseren Werken schneiden wir geschosshohe Fassadenprofile mit höchster Präzision millimetergenau zu. Sie werden mit einer Tropfkante versehen und auf allen sechs Seiten farbbeschichtet. Damit muss der Kunde wesentliche Arbeiten wie den Zuschnitt nicht mehr auf der Baustelle erledigen. Das kann durchaus auch auf das Ziel einzahlen, möglichst schnell Wohnraum zu schaffen. Bislang bleibt Deutschland hinter dem selbst gesteckten Ziel deutlich zurück, pro Jahr 400 000 zusätzliche Wohneinheiten zu schaffen. Hier muss sich also noch allerhand tun, um klimafreundliche Gebäude zu schaffen. Dabei kann das serielle und modulare Bauen mit Holz helfen. Die Idee dazu hatte der Bauhaus-Gründer Walter Gropius, der die Industrialisierung des Hausbaus vorantrieb und in Dessau-Törten innerhalb von nur zwei Jahren nach und nach 314 Reihenhäuser bauen ließ. Das war zwar ein Bau ohne Vorfertigung. Dennoch nehmen wir die Idee auf, um ein zeitgemäßes Bauen zu ermöglichen. Aktuell wird diese Form des Bauens überwiegend für Gebäude genutzt, die nicht dem Wohnen dienen – also zum Beispiel für Firmen- oder Bildungsbauten.
Indem wir die Holzfassaden in unseren Werken so weit wie möglich vorfertigen, machen wir die Abläufe auf den Baustellen schneller. Zugleich sinkt bei unseren Partnern der Aufwand für Lagerung und Zuschnitt, weil wir alle Fassadenprofile passgenau und zeitgerecht direkt auf die Baustellen liefern. Fassadenprofile fertigen wir aus unterschiedlichen Hölzern wie heimischer und nordischer Fichte, Weißtanne und heimischer Lärche an. Dieser Service kommt bei unseren Kunden an: In nur einem Drittel der ursprünglichen Zeit wird die gleiche Fläche verbaut. Dadurch verringert sich der Aufwand auf ein Minimum an Zeit für Transport und Montage.
Während wir im Werk die Fassadenprofile fertigen, kann der Kunde auf der Baustelle bereits andere Arbeiten erledigen. Das erfordert aber eine präzise Planung seitens des Bauherrn und des Architekten. Bauherren lassen uns schon eine Stückliste zu einem Zeitpunkt zukommen, an dem es das Gebäude noch gar nicht gibt. Wir müssen im Vorfeld ganz genau wissen, wie die Laibungen gemacht werden und wie die Anschlüsse an die Fenster, Fensterbleche und Türen aussehen sollen. Wir starten dann die Fertigung und liefern alles passgenau. Dann werden alle Teile nur noch zusammengefügt. Dadurch reduzieren sich viele Arbeiten auf der Baustelle. Das hat auch ökologische Vorteile: Erfolgt der Zuschnitt erst auf der Baustelle, kostet das nicht nur Zeit, sondern man muss auch ein Abfall- und Entsorgungskonzept vorlegen. Das entfällt, wenn alle Teile passgenau und zum richtigen Zeitpunkt auf die Baustelle kommen. Außerdem wird so auch nur das Material auf der Straße transportiert, was am Ende auch tatsächlich verbaut wird. Noch dazu sorgt Holz als besonders nachhaltiges Material für eine optimale Energieeffizienz, ein gutes Raumklima und spart zugleich CO₂ ein.
Für kleinere Projekte wie ein klassisches Einfamilienhaus kann der Zimmermeister den Zuschnitt durchaus noch selbst erledigen, weil es sich hierbei um eine relativ geringe Quadratmeterzahl handelt. Bei Großprojekten, wie sie einige unserer Kunden betreuen, sieht das ganz anders aus: Hier geht es um Fassadenflächen zwischen 1800 m² bis 4500 m² bei öffentlichen Gebäuden oder Pflegeheimen. Teilweise wird hier Putz mit Holzfassaden kombiniert. Wichtig ist bei Neubauten daher eine stark wiederkehrende Gleichheit der Elemente, damit wir diese optimal vorproduzieren können. Die Kombinationsmöglichkeiten der Farbkollektionen und Holzarten erfüllen einen natürlichen Anspruch, sowohl technisch als auch optisch. Architekten, Holzbaubetrieben und Bauherren bieten wir als Holzwerke Ladenburger zahlreiche Farboptionen. Darunter ist die ökologische Samteffekt-Kollektion mit Cradle-to-Cradle-Zertifizierung. Das heißt, dass die Fassade auch in der fernen Zukunft nach dem Abriss des Gebäudes kein Abfall, sondern vielmehr ein wertvoller Rohstoff bleibt, aus dem man neue Produkte herstellen kann, die genauso hochwertig wie das Ursprungsprodukt sein sollen. Auch das Ladenburger Holzöl unterstützt das natürliche Erscheinungsbild der Fassade und ein homogeneres Vergrauen. Es gibt aber auch bunte Farben oder aber welche mit Glitzer, ganz wie man mag. Eines aber gilt immer: Am Ende bekommt man eine wartungsfreie Fassade.
Für rationell und innovativ denkende Handwerker können Holzfassaden im seriellen Hausbau zudem eine Möglichkeit sein, um die Kapitalbindung etwas zu reduzieren. Normalerweise hält der Handwerker die Rechnung schon in den Händen, wenn das Material zum Zuschnitt in seinem Betrieb landet. Damit muss er es über mehrere Wochen vorfinanzieren. Ein Umstand, der entfällt, wenn er die Fassadenprofile paketweise und auf Länge gekappt direkt auf die Baustelle geliefert bekommt und sofort verbauen kann.
Dort kann der Handwerker dann die meiste Zeit tätig und bei seiner Truppe sein – die Arbeit ist damit schneller erledigt. Wichtig ist und bleibt aber, dass sich das Gebäude für diese Form des seriellen Bauens eignen muss. Alles muss rechtwinklig, die Aussparungen für Türen und Fenster möglichst gleich, die Fugen und Kanten gerade sein. Wenn eine Fassade in Elementen vorgefertigt wird, setzen sich die Linien fort, die am Gebäude zu finden sind. Ist dann noch die Stückliste exakt und auf den Punkt geplant, ist eine schmucke Fassade mit dem Naturbaustoff Holz die ideale Alternative zu Putz und Klinker.










