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Artikel und Hintergründe zum Thema

Nachhaltigkeit

Max Kandler,

Fristads: Wie nachhaltige Arbeitskleidung messbar Ressourcen spart

Der Einsatz nachhaltiger Arbeitskleidung entwickelt sich im Baugewerbe zunehmend von einem Imagefaktor zu einem messbaren Bestandteil der Unternehmensstrategie. Insbesondere große Bauunternehmen und industrienahe Betriebe stehen unter wachsendem Druck, ihre Scope-3-Emissionen transparent darzustellen und belastbare Nachhaltigkeitskennzahlen in Ausschreibungen, ESG-Berichten und Beschaffungsprozessen nachzuweisen. Genau an dieser Schnittstelle setzt Fristads an.

Fristads war 2019 das weltweit erste Unternehmen, das eine Environmental Product Declaration für Bekleidung eingeführt hat. © Fristads

Fristads macht Umweltwirkungen von Arbeitskleidung transparent

Mit sogenannten Environmental Product Declarations, kurz EPDs, verfolgt Fristads einen datenbasierten Ansatz zur Bewertung von Arbeitskleidung. Die Umweltdeklarationen erfassen die Auswirkungen eines Kleidungsstücks über den gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Rohstoffgewinnung über Produktion und Nutzung bis zur Entsorgung. Für Bauunternehmen und industrielle Auftraggeber entsteht dadurch erstmals eine belastbare Grundlage, um Arbeitskleidung nicht nur nach Funktionalität und Schutzwirkung, sondern auch nach Umweltkennzahlen zu bewerten.

Nach Unternehmensangaben konnten Kunden durch den Einsatz von Fristads-Green-Produkten im Jahr 2025 rund 9,6 Millionen Kubikmeter Wasser sowie 1.183 Tonnen CO₂e gegenüber konventionell produzierter Arbeitskleidung einsparen. Die Größenordnung verdeutlicht, welche Rolle textile Beschaffung inzwischen innerhalb unternehmerischer Nachhaltigkeitsstrategien spielt. Gerade im Bauwesen, wo Material- und Lieferketten zunehmend unter ESG-Kriterien bewertet werden, rückt auch die Arbeitskleidung stärker in den Fokus.

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Arbeitskleidung wird Teil der Klimabilanz im Bauwesen

Für viele Unternehmen im Baugewerbe galt Arbeitskleidung lange als rein operativer Beschaffungsbereich. Mit steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeitsberichte verändert sich diese Perspektive grundlegend. Moderne Beschaffungsprozesse berücksichtigen heute neben Arbeitsschutz, Langlebigkeit und Tragekomfort auch Umweltwirkungen entlang der Lieferkette.

Fristads zählt nach eigenen Angaben zu den ersten Herstellern weltweit, die EPDs gezielt für Arbeitskleidung eingeführt haben. Die daraus gewonnenen Daten ermöglichen es dem Unternehmen, emissionsintensive Produktionsschritte zu identifizieren und Produkte mit reduzierter Umweltbelastung zu entwickeln. Unter dem Konzept „Fristads Green“ entstand so ein Sortiment, das inzwischen verschiedene zentrale Einsatzbereiche des Bau- und Industriesektors abdeckt.

Dazu gehören klassische Berufsbekleidung für Baustellen ebenso wie Warnschutz-, Service- und Wetterschutzbekleidung. Besonders relevant für das Baugewerbe ist die angekündigte Erweiterung auf Multinorm-Schutzkleidung – ein technisch anspruchsvolles Segment, das hohe Anforderungen an Sicherheit, Materialperformance und Zertifizierung erfüllt.

Nachhaltigkeitsdaten gewinnen bei Ausschreibungen an Bedeutung

Im professionellen Bauumfeld werden nachvollziehbare Umweltdaten zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Öffentliche Auftraggeber, Investoren und Generalunternehmer verlangen immer häufiger konkrete Nachweise zur Nachhaltigkeit eingesetzter Produkte und Materialien. Das betrifft längst nicht mehr nur Baustoffe, sondern zunehmend auch indirekte Beschaffungsbereiche wie Arbeitskleidung.

EPDs schaffen hier eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Unternehmen können Produkte vergleichen, Beschaffungsentscheidungen dokumentieren und die Auswirkungen auf Scope-3-Emissionen transparenter erfassen. Gerade größere Bauunternehmen profitieren davon, wenn Nachhaltigkeitsdaten standardisiert und nachvollziehbar in bestehende ESG-Prozesse integriert werden können.

Zusätzlich stellt Fristads mit dem sogenannten Green Calculator ein digitales Werkzeug bereit, das Unternehmen dabei unterstützt, die Umweltwirkungen ihrer Workwear-Beschaffung sichtbar zu machen. Ergänzend bietet das Unternehmen eine praxisorientierte Checkliste zur Reduzierung der Umweltbelastung bei Einkaufsentscheidungen an.

Langlebigkeit und Ressourceneffizienz rücken stärker in den Fokus

Im Baugewerbe entscheidet Arbeitskleidung nicht allein über Komfort und Corporate Identity. Verschleißfestigkeit, Schutzfunktion und Lebensdauer beeinflussen direkt die Wirtschaftlichkeit im laufenden Betrieb. Nachhaltige Arbeitskleidung muss deshalb nicht nur Umweltziele erfüllen, sondern zugleich den hohen Belastungen auf Baustellen standhalten.

Genau an diesem Punkt wird die Verbindung aus langlebigem Produktdesign und messbaren Umweltdaten für viele Unternehmen interessant. Denn je länger Kleidung einsatzfähig bleibt, desto stärker reduzieren sich Ressourcenverbrauch, Ersatzbeschaffung und Emissionen entlang des Produktlebenszyklus.

Die Entwicklung zeigt, dass nachhaltige Arbeitskleidung zunehmend als Bestandteil strategischer Unternehmensführung verstanden wird. Für Bauunternehmen bedeutet das nicht nur eine stärkere Transparenz in der Lieferkette, sondern auch bessere Voraussetzungen bei ESG-konformen Ausschreibungen und Nachhaltigkeitsbewertungen.

Fristads verfolgt klare Klimaziele bis 2030

Die Ausweitung umweltdeklarierter Produkte ist ein zentraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von Fristads. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, seine absoluten Treibhausgasemissionen bis 2030 im Vergleich zum Basisjahr 2022 um 50 Prozent zu reduzieren.

Mit dem Ausbau der EPD-basierten Produktstrategie positioniert sich Fristads zunehmend als datenorientierter Anbieter im Bereich nachhaltiger Arbeitskleidung. Für Kunden im Bauwesen entsteht dadurch ein praxisrelevanter Mehrwert: Entscheidungen über Arbeitskleidung lassen sich künftig nicht nur über Preis und Schutzklassen, sondern auch über nachvollziehbare Umweltkennzahlen bewerten.

Damit entwickelt sich Arbeitskleidung im professionellen Bauumfeld zunehmend zu einem strategischen Faktor innerhalb nachhaltiger Unternehmensführung – und zu einem relevanten Bestandteil moderner Beschaffungsprozesse im Baugewerbe.

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