Aus den Verbänden
Gips bleibt die unverzichtbare Wahl im Aus- und Trockenbau:
TH Rosenheim und VHT Darmstadt bestätigen diese Erkenntnis in einer aktuellen Studie unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jochen Pfau. Obwohl immer wieder Holz und Lehm als Ersatzstoffe ins Gespräch kommen, können sie in Deutschland den Bedarf an Gips bei weitem nicht decken.
Die Untersuchung zeigt, dass alternative Materialien in Bezug auf Verwendbarkeitsnachweise und Ressourceneffizienz hinter der Gipsindustrie zurückliegen. So benötigt man etwa das doppelte Volumen an Lehm im Vergleich zu Gips, um die gleiche Anzahl von Platten herzustellen. Zusätzlich sind die aktuellen Produkte aus Lehm im Durchschnitt schwerer und dicker sowie mit Lehmputz beschichtet. Bei nachhaltiger Waldbewirtschaftung würde die Substitution eines Fünftels der jährlichen Menge an Gipsplatten eine Fläche von etwa 1.000 Quadratkilometern Wald pro Jahr erfordern, was in etwa der Hälfte der Fläche des Saarlands entspricht.
Prof. Pfau betont, dass ungenutzte Einsparpotenziale in der Baustellenlogistik, Bauleitung, Bauplanung und anderen Bereichen liegen. Es gibt noch erhebliche Möglichkeiten zur Materialreduktion im Trockenbau, der bereits an sich für Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit steht und für die Erfüllung von Bauaufgaben mit deutlich weniger Material auskommt. Die aktuelle Studie, die sich mit der Substitution von Gipsbauplatten durch alternative Materialien wie Holzwerkstoffplatten und Lehmbaustoffe befasst, trägt wesentlich zur Versachlichung der Debatte über die Rolle von gipsgebundenen Platten im Trockenbau bei.
Über den Bundesverband der Gipsindustrie
Der Bundesverband der Gipsindustrie e. V. vertritt die Interessen der gipsabbauenden und gipsherstellenden Unternehmen in Deutschland. Dieser Verband spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung des Baustoffs Gips, der modernen Trocken- und Leichtbauweisen sowie bei der Forschung und Entwicklung für neue Anwendungsmöglichkeiten des Materials und ressourcenschonende Herstellungs- und Veredelungstechniken. Er engagiert sich auch in der Normung und setzt sich in Diskussionen über gesetzliche Rahmenbedingungen in der Bauwirtschaft, Rohstoffgewinnung und Umwelt- sowie Naturschutz ein.









