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Artikel und Hintergründe zum Thema

Ziegler Gruppe

Damir Mioc,

Investor übernimmt Zimmerei Ziegler mit allen Mitarbeitern

„Der Investor FoWaTec hat sich auf unkonventionelle Bauprojekte spezialisiert, häufig mit aufwändigen Holzkonstruktionen“, erläutert Insolvenzverwalter Böhm nach dem Vollzug des Kaufvertrages. „Bei ihren Projekten kann FoWaTec künftig auf eine eigene Zimmerei zurückgreifen, deren Zimmerleute über langjährige Erfahrung bei anspruchsvollen Holzkonstruktionen verfügen. Beide Unternehmen passen hervorragend zusammen.“

Insolvenzverwalter Volker Böhm brachte den Kaufvertrag der Zimmerei Ziegler an den Investor FoWaTec auf den Weg. Der Betriebsübergang ist bereits erfolgt © Schultze & Braun

Die Gläubiger haben dem Verkauf zugestimmt. Der Betriebsübergang ist bereits erfolgt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der Geschäftsbetrieb der Zimmerei Ziegler wird nach der Übernahme in die Unternehmensstruktur der FoWaTec eingebunden.

Auch nach dem Verkauf der größten Ziegler-Geschäftsbereiche Holzverarbeitung und Hausbau setzt Insolvenzverwalter Böhm die Investorensuche für weitere Ziegler-Gesellschaften fort. Erst vor knapp zwei Wochen hatte Böhm die Ziegler Modulbau-Tochtergesellschaft an einen Investor veräußert. Der Standort und alle Arbeitsplätze konnten dadurch gerettet werden.

Im November und Dezember 2024 hatten 27 der 45 Ziegler-Gruppengesellschaften Insolvenz angemeldet. Die Gruppe hatte in den vergangenen Jahren nicht zuletzt durch Zukäufe einen offensiven Wachstumskurs eingeschlagen. Neben dem Kerngeschäft, der Holzbearbeitung und -verarbeitung für die Bauindustrie, ist die Ziegler-Gruppe mittlerweile unter anderem in der Logistik, der Pelletproduktion, der Forstwirtschaft, im Haus- und Modulbau sowie in angrenzenden Gewerken wie der Haustechnik tätig.

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Allerdings wurde die Unternehmensgruppe inmitten ihrer Wachstumsphase durch den Nachfrageeinbruch im Bausektor infolge des Ukraine-Krieges und des Zinsanstiegs schwer getroffen. Nach eigenen Angaben beschäftigte die Ziegler-Gruppe zu Beginn der Insolvenzanträge rund 3000 Mitarbeiter in drei Ländern (Deutschland, Schweden und Rumänien) und erwirtschaftete im Jahr 2023 bei schwachen Märkten einen Gruppenumsatz von rund 750 Millionen Euro.

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