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Artikel und Hintergründe zum Thema

Forschungsprojekt Timber Use and Maintain

Regina Pötzinger-Horn,

Kreislaufgerechte Holztafelbaukonstruktionen

Die TU München hatte es sich zum Ziel gesetzt, in ihrem Forschungsprojekt kreislaufgerechte Holztafelbaukonstruktionen zu entwickeln, die technische Machbarkeit, wirtschaftliche Effizienz und ökologische Nachhaltigkeit vereinen.  Es sollen ressourcenschonende und wiederverwendbarer Außenwandbauteile geschaffen werden, die über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg ökologisch und ökonomisch effizient bleiben.

Komponenten des Versuchskörpers (Wandtyp 2) nach dem Rückbau © TU&M

Der Einsatz von Holz im Bauwesen hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen, da der nachwachsende Rohstoff einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der CO₂-Emissionen leisten kann. Besonders der Holztafelbau hat sich dabei als vielseitige und universelle Bauweise sowohl für tragende als auch nichttragende Außen- und Innenwände etabliert. Trotz der Vorteile von Holz bleibt der Aspekt der Kreislaufwirtschaft - insbesondere im Hinblick auf den Rückbau und die Wiederverwendung von Bauteilen und Komponenten – in der Praxis häufig unberücksichtigt, wodurch wesentliche Nachhaltigkeitspotenziale ungenutzt bleiben.

Im Projekt TU&M wird die Wiederverwendung von Bauteilen, Bauelementen und Komponenten sowie die Kaskadennutzung von Gebrauchtholz angestrebt, um einen ressourcenschonenden Umgang mit Holz im Bauwesen zu fördern. Kreislaufgerechte Holzkonstruktionen ermöglichen es, Gebäude langfristig als Kohlenstoffspeicher zu nutzen und somit das Klimaschutzpotenzial zu steigern.

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Basierend auf der Forschung von Graf et al. (2022), die fünf Ebenen der Kreislauffähigkeit von Bauwerken definiert haben, wird im Projekt der Ansatz verfolgt, kreislaufgerechte Konstruktionsprinzipien für den Holztafelbau durch eine systematische Analyse auf diesen Ebenen zu definieren und zu konkretisieren: Durch diese Strukturierung wird der Kreislaufansatz gezielt auf allen Ebenen – Gebäude, Bauteil, Bauelement, Komponente und Material – berücksichtigt.

Ein detaillierter Kriterienkatalog sowie die Auswertung von Planunterlagen und Projektdaten aus der Zusammenarbeit mit Praxispartnern und weiteren Holzbauunternehmen ermöglichten die Identifikation und Dokumentation von vier Außenwandtypen als aktuellen Status Quo. Diese Wände wurden prototypisch erstellt und bis auf die Komponentenebene zurückgebaut, um Vergleichsdatendaten für die Entwicklung kreislaufgerechter Konstruktionen zu erhalten.

Auszug aus mikado 12.2024

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