Schaffitzel Holzindustrie

Damir Mioc | Damir Mioc,

Anerkennung für Blockträgerbrücke in Frankenberg

Auf der Ligna-Messe in Hannover wurde Mitte Mai der Deutsche Holzbaupreis verliehen, der seit 2003 alle zwei Jahre ausgelobt wird. Die von Schaffitzel Holzindustrie gebaute Blockträgerbrücke im nordhessischen Frankenberg (Eder) hat unter den 149 eingereichten Projekten eine Anerkennung bekommen.

Die zweifeldrige Blockträgerbrücke ist durch ihre Konstruktion in Holzbauweise ein „klimagerechtes Bauwerk“ (Foto: Peter Beckmann)

Im Fokus des Deutschen Holzbaupreises stehen eigentlich Wohn- und Geschäftsgebäude sowie Bauten der öffentlichen Verwaltung und Bildung. Umso erfreulicher ist es, dass die von Schaffitzel gebaute Blockträgerbrücke eine Anerkennung bekommen hat. Dies betont zugleich die zunehmende Bedeutung des Holzbrückenbaus für die Planung von Verkehrswegen in Städten und Gemeinden.

Sorgfältige Planung

„Die Jury würdigt das Engagement der am Bau Beteiligten, durch eine gestalterische Neuinterpretation sowie durch sorgfältige Detailplanung den kommunalen Brückenbau als Aufgabe für den Werkstoff Holz wieder zu gewinnen,“ heißt es im zusammenfassenden Urteil über das Projekt der innovativen Radwegbrücke in Frankenberg. Geplant wurde die Radwegbrücke Frankenberg vom Ingenieurbüro Miebach aus Lohmar. Der Magistrat der Stadt Frankenberg entschied sich aufgrund der positiven Erfahrung mit der ersten Brücke dazu, noch zwei weitere „Schwesternbrücken“ gleicher Art zu bauen, von denen eine zurzeit in den Hallen von Schaffitzel vorgefertigt wird. Diese ist mit 80 m etwas länger und soll bis Ende August dieses Jahres fertiggestellt sein.

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2019 kam die von Schaffitzel gebaute Neckartenzlinger Brücke in die Engere Wahl des Deutschen Holzbaupreises, 2017 gewannen die Planer mit der Konzeptstudie der Stuttgarter Holzbrücke in der Kategorie Komponenten/Konzepte, bei der Schaffitzel + Miebach beratend tätig war und nach welcher zwei Jahre später drei Brücken von Schaffitzel Holzindustrie in Weinstadt und Urbach gebaut wurden.

Wehrweidebrücke in Frankenberg © Peter Beckmann

Klimagerechtes Bauwerk

Die zweifeldrige Blockträgerbrücke ist durch ihre Konstruktion in Holzbauweise ein „klimagerechtes Bauwerk“ bestätigt Frank Miebach, Geschäftsführer des Ingenieurbüros Miebach. In den 120 m³ Brettschichtholz des Brückentragwerks werden immerhin rund 97 m³ CO2 gespeichert und machen die Brücke damit klimaneutral.

Der Verlauf der Brücke nimmt die anschließenden Wege durch eine ausgerundete Grundrissform auf. Die Brettschichtholzträger selbst sind zweiachsig gebogen und getreppt. Zusätzlich wird eine dynamische Querschnittshöhe zwischen 45 und 140 cm (die größte Ausdehnung liegt über dem Pfeiler) durch Blockverleimung einzelner Brettschichtholzträger unterschiedlicher Längen und Breiten erreicht, was die Produktion mit wenig Verschnitt und optimaler Materialausnutzung sehr wirtschaftlich macht.

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