Wirtschaft & Verbände

Susanne Frank,

Abschaffung der Ein-Euro-Jobs gefordert

Das deutsche Baugewerbe begrüßt den Vorstoß von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, die Ein-Euro-Jobs einzuschränken.

"Allerdings geht uns dieser Vorstoß nicht weit genug: Wir fordern, dass sich gemeinnützige Unternehmen zukünftig nicht länger am Baumarkt tummeln dürfen", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Felix Pakleppa, in Berlin.

Gemeinnützige Unternehmen können wesentlich billiger ihre Leistungen anbieten, da die bei ihnen beschäftigten Arbeitnehmer in der Regel Empfänger von Arbeitslosengeld I oder II sind und lediglich einen Mehraufwand von einem Euro erhalten.

Diese Unternehmen, meist Fort- und Weiterbildungseinrichtungen, bauen mittlerweile viele große Bauprojekte, z.T. mit über 100 Beschäftigten. Die Wettbewerbsverzerrung ist offensichtlich.

"Diese Weiterbildungseinrichtungen zahlen lediglich ein Mehraufwandsentgelt von einem Euro, wogegen reguläre Bauunternehmen zumindest den geltenden Mindestlohn, meist aber den höheren Tariflohn bezahlen", erklärte der ZDB-Hauptgeschäfsführer.

Hinzu kommen für Bauunternehmen die Beiträge für Urlaub, Altersvorsorge und Unfallversicherung. Damit haben sie im Wettbewerb mit den Fortbildungseinrichtungen deutlich schlechtere Chancen. Dass gemeinnützige Unternehmen darüber hinaus keinen bzw. nur den reduzierten Mehrwertsteuersatz für ihre Leistungen berechnen, kommt obendrein noch hinzu.

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Daher fordert das deutsche Baugewerbe die Ein-Euro-Jobs komplett zu streichen und den betroffenen Menschen lieber in reguläre Arbeit zu vermitteln.

"Die jetzige Form der Ein-Euro-Jobs führt zur Verwerfungen auf dem Markt, verzerrt den Wettbewerb zulasten der Betriebe, die Arbeitnehmer regulär beschäftigen sowie Steuern und Sozialabgaben bezahlen", so Pakleppa.

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