Wirtschaft & Verbände
Bauunternehmerporträt (41): "Unsere Mitarbeiter sind das Herzblut unseres Betriebes"
Bauunternehmer Walter Hölscher gibt uns Einblicke in die sehr transparente Kommunikationskultur des Betriebes, mit der er es geschafft hat, die Mitarbeiter zu motivieren und letztlich noch stärker in die Verantwortung zu nehmen.
Wenn man kontinuierlich Erfolg am Markt haben will, dann kommt es in erster Linie auf die Mitarbeiter an", bringt Bauunternehmer Walter Hölscher sein Erfolgsrezept auf den Punkt. Dieser Maxime ist er, seitdem er 1981 die Geschäftsführung des Familienbetriebes in Duisburg übernommen hat, auch stets treu geblieben.
Ständig investiert er in die Fort- und Weiterbildung seiner Belegschaft. Die momentan 45 Mitarbeiter, davon 6 Lehrlinge, wissen dies auch zu schätzen. "Mich macht es besonders stolz, dass unsere Investitionen in unser Personal intensiv angenommen und im Gegenzug auch nutzbringend in den Betriebsablauf eingesetzt werden", betont er.
Auch wenn es im Unternehmen klare Hierarchien gibt, so ist dennoch für jeden Mitarbeiter Platz, sich entsprechend seiner Stärken zu entfalten und sich mit möglichen Verbesserungsvorschlägen einzubringen. "Was mir bei meinem Start im Betrieb auffiel, war das Herzblut und das Engagement der Mitarbeiter", berichtet sein Sohn und zukünftige Nachfolger Daniel Hölscher, der seit Jahresanfang im Betrieb ist.
Walter Hölscher hat stets ein Auge auf die personelle Entwicklung im Betrieb gehabt, so dass er sich frühzeitig auch Gedanken zur Betriebsübergabe gemacht hat. Dabei musste er sich gar nicht so weit umschauen, wie es leider viele Inhaber von Familienbetrieben tun müssen, wenn sich kein geeigneter Nachfolger aus den eigenen Reihen finden lässt.
"Mein Sohn Daniel hatte schon immer den Wunsch, das Familienunternehmen fortzuführen", sagt Walter Hölscher. Dafür setzte Daniel Hölscher frühzeitig die richtigen Weichen. "Ich fing mit einer Maurerlehre am Bau an, um die Arbeit von der Pike auf zu lernen", erklärt der zukünftige Firmenchef. Anschließend studierte er erfolgreich Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Bauingenieurwesen an der TU Darmstadt.
Zum 1. Januar 2011 hat er den Posten des Prokuristen im Betrieb angetreten. Vater und Sohn haben sich darauf geeinigt, die Nachfolge nicht von heute auf morgen übers Knie zu brechen. "Wir haben einen Zeitraum von 2 Jahren festgelegt, in denen wir die Übergabe phasenweise vollziehen, so dass Daniel als zukünftiger Firmenchef wachsen und sich etablieren kann", erklärt Walter Hölscher.
Ab dem 1. Januar 2013 hat er dann alleine die Zügel in der Hand. Sein Vater bleibt dem Unternehmen zwar noch erhalten, aber hauptsächlich in beratender Funktion bei der Alt-Kundenbindung und Neu-Kundengewinnung. "Es ist gut zu wissen, dass mit meinem Sohn der Betrieb nun in dritter Generation durch ein Familienmitglied geführt wird", erklärt der stolze Vater und Firmenchef.
Seit der Ankunft des Junior-Chefs weht auch ein neuer Wind durch den Betrieb in Duisburg. Der Betrieb ist zwar schon gut am Markt positioniert, jedoch bringt Daniel Hölscher eine Vielzahl praxisnaher Optimierungsansätze mit, die insbesondere innere Prozesse noch optimieren können."Verbesserungspotenziale gibt es bei uns, wie wahrscheinlich in jeder Bauunternehmung, in zahlreichen Bereichen", weiß er.
Dabei kann er u. a. auf ein altbewährtes Instrument seines Vaters zurückgreifen: ein erfolgreich laufendes betriebliches Vorschlagswesen. "Die vielen Vorschläge unserer Mitarbeiter liefern uns oft gute Ideen, wie wir z. B. die Arbeitsvorbereitung und die Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen noch besser organisieren können", berichtet Daniel Hölscher.
Schon in seiner Diplomarbeit hat er sich intensiv mit dem Thema Qualitätsmanagement in Baubetrieben befasst, so dass er Potenziale für Verbesserungen schnell erkennt und diese anhand des vorhandenen QM-Systems umsetzen will.
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