Wirtschaft & Verbände

Susanne Frank,

Bauunternehmerporträt (42): "Erfolg durch motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter"

Das Bauunternehmen Brömer & Sohn blickt auf knapp 80 Jahre Familientradition zurück. Mittlerweile ist mit Geschäftsführer Jörg Brömer der Urenkel des Firmengründers an der Spitze des Betriebes. Er und sein Vater Karlheinz Brömer gaben uns Einblicke in die Stärken und Ziele des hessischen Mittelständlers.

Die Brömer & Sohn GmbH ist das größte mittelständische Bauunternehmen der Wiesbadener Region. Dies besagt eine aktuelle Studie der "1.000 größten Handwerksunternehmen", bei der man als einziges Wiesbadener Unternehmen ausgezeichnet wurde.

Der traditionsreiche Baubetrieb besteht schon seit 1933 und ist seitdem stets in Familienhand geblieben. "Seit 2004 bin ich im Betrieb tätig, ehe ich in 2008 die Geschäftsführung übernahm", erklärt Bauunternehmer Jörg Brömer, der die 4. Generation der Familie Brömer im Betrieb verkörpert.

Davor war sein Vater Karlheinz Brömer seit 1977 mit dessen Vater und ab 1983 als alleiniger Geschäftsführer für das Traditionsunternehmen verantwortlich. In dieser Zeit prägte der hessische Bauunternehmer mit seiner Persönlichkeit und Marktkenntnis den Erfolgsweg des Mittelständlers.

Zeitgleich zum 75-jährigen Firmenjubiläum übergab Karlheinz Brömer, nach über 30 Jahren an der Spitze, die Führung an seinen Sohn Jörg und den damaligen Prokuristen Ingo Loff. Seitdem ist Karlheinz Brömer Generalbevollmächtigter des Unternehmens und steht seinen Nachfolgern nur noch beratend zur Seite.

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Der zweite Geschäftsführer Info Loff ist schon seit 2000 im Betrieb und wurde, wie Jörg Brömer, im Laufe der Jahre schrittweise auf die anstehende Betriebsnachfolge vorbereitet. Beide Geschäftsführer ergänzen sich sehr gut, da der eine seine Kernkompetenzen im fachtechnischen und der andere im kaufmännischen Bereich hat.

Karlheinz Brömer hatte schon Ende der 1990er Jahre die Notwendigkeit einer gut geplanten Nachfolgeregelung erkannt. "Schließlich war ich damals alleine für alle wichtigen Entscheidungen verantwortlich. Was aber gleichzeitig auch eine Abhängigkeit des Betriebes von meiner Person bedeutete", erinnert er sich zurück.

Dadurch wurde ihm klar, dass er Schritte einleiten musste, und den Betrieb unabhängiger von seiner Person gestalten musste, damit man in jeder Situation entscheidungs- und aktionsfähig bleibt. Seinen Überlegungen ließ er schnell auch Taten folgen. "Ich arbeitete einen strukturierten Nachfolgeplan aus, den ich schrittweise in die Tat umsetzte", erklärt der ehemalige Geschäftsführer.

Als er dann Ende 2007 gesundheitlich länger ausfiel, konnten seine beiden designierten Nachfolger relativ reibungslos den Betrieb erfolgreich am Laufen halten. "Dies machte mir klar, dass die beiden soweit sind und zum 75-jährigen Jubiläum der passende Zeitpunkt wäre, den Stab zu übergeben", erklärt er seine damalige Entscheidung.

Danach ging alles ganz schnell. Zum 1. August 2008 feierte man das 75-Jährige des Betriebes, gleichzeitig nutzte Karlheinz Brömer die Chance, den Stab offiziell zu übergeben. Da man die beiden neuen Geschäftsführer im Mitarbeiter- und Kundenumfeld schon länger kannte, vollzog sich dieser Schritt unproblematisch am Markt.

"Die Mitarbeiter kennen mich, seitdem ich als kleines Kind über den Bauhof lief. Hinzu kam, dass Herr Loff für alle ein bekanntes Gesicht war, da man mit ihm schon fast 10 Jahre zusammengearbeitet hatte", beschreibt Jörg Brömer den damaligen Generationswechsel.

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Den kompletten Artikel mit dem Interview, allen Textkästen zum Unternehmen und allen Bildern können Abonnenten als pdf-Datei in unserem Fachzeitschriften-Archiv (Heft 15-2011) nachlesen:

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