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Artikel und Hintergründe zum Thema

Für rund 20 Millionen Euro

Kai Ingmar Link,

BayWa verkauft österreichische WHG: Schuldenabbau durch Beteiligungsveräußerung

Die BayWa setzt ihren Kurs der Entschuldung fort. Mit dem Verkauf der Mehrheit an der österreichischen „Unser Lagerhaus“ Warenhandelsgesellschaft (WHG) für rund 20 Millionen Euro wird nicht nur Kapital freigesetzt, sondern auch ein weiterer Schritt beim Abbau von Schulden getan.

Mitglied im Vorstand der BayWa, Vorstandsvorsitzender, CEO, Dr. Frank Hiller © BayWa

Für die Baubranche ist dieser Schritt relevant, weil die WHG als regionaler Nahversorger mit Schwerpunkt auf Baustoffe, Agrar und Energie im Alpen-Adria-Raum eine wichtige Rolle spielt.

Verkauf stärkt finanzielle Stabilität

Am 30. September 2025 gab die BayWa bekannt, dass die Raiffeisen Landesbank Kärnten und 16 Lagerhäuser aus Kärnten die Mehrheit an der WHG übernehmen. Die Transaktion steht noch unter Vorbehalt der zuständigen Behörden und soll bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Mit dem Verkauf sollen die Bankverbindlichkeiten der BayWa um bis zu 100 Millionen Euro sinken. Damit verschafft sich der Konzern finanzielle Luft, um seine Kerngeschäfte zu stärken und die eigene Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Bedeutung der WHG für die Region

Die WHG ist mit 66 Standorten in Kärnten, Tirol, Italien und Slowenien sowie rund 1.130 Beschäftigten ein zentraler Arbeitgeber und Versorger. Neben Landwirtschaft und Technik zählt der Bereich Baustoffe zu den wesentlichen Geschäftsfeldern. Damit leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur regionalen Bau- und Infrastrukturversorgung. Besonders im ländlichen Raum sichern die Lagerhäuser die Nähe zu Kunden und garantieren eine stabile Versorgungskette.

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BayWa im Wandel

Die BayWa AG ist seit über 100 Jahren ein prägender Akteur in Handel und Versorgung – von Agrar und Energie bis hin zu Baustoffen. Mit rund 8.000 Mitarbeitenden und etwa 400 Standorten bleibt der Konzern breit aufgestellt. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Entwicklung, dass die wirtschaftliche Konsolidierung im Mittelpunkt steht. Der Verkauf der WHG-Beteiligung ist Teil einer Strategie, die Insolvenz-Risiken vorbeugt und den Konzern zukunftsfähig aufstellt.

Ausblick für die Bauwirtschaft

Für die Bauunternehmen in der Region bedeutet der Eigentümerwechsel Stabilität. Die Übernahme durch die Raiffeisen Landesbank Kärnten und die regionalen Lagerhäuser dürfte die Verwurzelung der WHG in Kärnten und den angrenzenden Märkten stärken. Für die BayWa eröffnet der Schritt die Möglichkeit, sich stärker auf margenstarke Geschäftsfelder zu konzentrieren. Damit bleibt sie ein wichtiger Partner für die Branche, auch wenn sich das Portfolio verändert.

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