Holzbau Baden-Württemberg

Peter Mackowiack,

„Jetzt weiß ich, wo ich betrieblich stehe!"

Inflation, Fachkräftemangel, kriselnde Baukonjunktur ... Viele Faktoren, die unsere Arbeit im Holzbau beeinflussen, sind derzeit mit viel Unsicherheit behaftet. Die Auftragsbücher sind in den meisten Betrieben noch gut gefüllt, aber wie lange hält dieser Zustand an? Zudem kalkulieren wir meist mit den Zahlen aus dem Vorjahr. Löhne, Material, Fremdleistungen und vor allem die Zuschlagsätze werden aus der Rückbetrachtung ermittelt. Kommen wir mit dieser Kalkulation auch in Zukunft noch hin?

Tanja Schöller ist Geschäftsführerin von Holzbau Link in Ludwigsburg. Sie nimmt seit mehreren Jahren an dem bundesweiten Betriebsvergleich teil © Holzbau Baden-Württemberg/Peter Mackowiack

Vor mehreren Jahren hat Holzbau Deutschland in enger Zusammenarbeit mit den Landesverbänden mit dem „Betriebsvergleich im Holzbau“ ein ideales Instrument entwickelt, mit dem die Unternehmer den eigenen Betrieb einschätzen und viele Fragen beantworten können. Für eine gesunde und zukunftsorientierte Unternehmensführung benötigt man konkrete betriebswirtschaftliche Zahlen und Bewertungen. Diese liefert der Betriebsvergleich und ermöglicht damit auch das Erkennen von Schwachstellen.

Tanja Schöller ist Geschäftsführerin von Holzbau Link, einem Zimmereibetrieb in Ludwigsburg (Baden-Württemberg). Seit mehreren Jahren nimmt sie an dem bundesweiten Betriebsvergleich teil: „Das Ausfüllen des Bogens ist bei guter Vorbereitung völlig unkompliziert, etwaige Fragen dazu kann ich mit der Geschäftsstelle bei meinem Landesverband vorab telefonisch klären. Zusätzlich bietet Holzbau Baden-Württemberg über den betriebswirtschaftlichen Berater Achim Fuderer an, nach der Auswertung in einem individuellen Gespräch die Zahlen und Daten ausführlich zu analysieren und mögliche Optimierungsmöglichkeiten auszuloten. Und das bringt mir als Unternehmerin sehr viel!"

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Der Erfolg eines Betriebs ist – abgesehen von Kompetenz, Qualität sowie einer guten Kommunikationsstrategie – abhängig von den Faktoren Wertschöpfung, produktive Stunden und der Kostenkontrolle. Diese drei Faktoren müssen in einem gewissen Gleichgewicht stehen, um wie bei einem Mobile dem Gebilde Stabilität zu geben.

Selbstverständlich setzt sich bei jedem einzelnen Betrieb die Kostenstruktur etwas anders zusammen. Auch dass größere und kleinere Betriebe im Verhältnis zum Umsatz verschiedene Aufwandshöhen haben, ist nachvollziehbar. Doch kann man gerade an den Kostenstrukturen recht schnell „bessere“ von „schwächeren“ Betrieben unterscheiden. Oftmals ist dies bei den Positionen „Sonstiger Aufwand“, „Abschreibungen“ und „Kalkulatorische Kosten“ offensichtlich. Die ersten Positionen Materialeinsatz, Fremdleistungen und Personalaufwand sind als direkt auftragsbezogene Kosten nicht Inhalt der Überlegungen, sondern es geht um die Kosten, die auch ohne Aufträge anfallen würden!

Auszug aus mikado 10.24

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