zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Arbeitssicherheit

Max Kandler,

Herbst auf der Baustelle: sichtbar sein und trittsicher arbeiten

Mit dem Einzug des Herbstes verändern sich die Arbeitsbedingungen auf der Baustelle spürbar. Kürzere Tage, häufige Dunkelheit, Nässe und Kälte erhöhen das Unfallrisiko erheblich. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) weist darauf hin, dass Unternehmen jetzt verstärkt Maßnahmen für sichere Verkehrswege und eine gute Sichtbarkeit ihrer Beschäftigten ergreifen sollten.

Ein Mensch läuft mit Arbeitsschuhen über Herbstblätter. © BG BAU – Jan-Peter Schulz

„Gerade in der dunklen Jahreszeit kann eine gute Sichtbarkeit Leben retten. Warnkleidung und persönliche Schutzausrüstung sind unverzichtbar, um rechtzeitig gesehen zu werden und sich vor Witterungseinflüssen zu schützen“, sagt Hans-Jürgen Wellnhofer, kommissarischer Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG BAU.

Leuchtende und reflektierende Warnkleidung trägt maßgeblich dazu bei, dass Bauarbeiter auch bei eingeschränkten Sichtverhältnissen wie Nebel oder Dämmerung frühzeitig erkannt werden – mitunter bereits aus bis zu 150 Metern Entfernung. Auf Baustellen sollte diese Kleidung mindestens der Warnschutzklasse 2 entsprechen. Auf Straßenbaustellen ist Warnkleidung der Klasse 3 vorgeschrieben. Je höher die Klasse, desto größer ist der Anteil an fluoreszierenden und reflektierenden Materialien. Kleidung aus atmungsaktiven, wind- und wasserdichten Stoffen schützt zusätzlich vor widrigen Witterungsbedingungen wie Kälte und Nässe. So werden sowohl Sichtbarkeit als auch Gesundheit der Beschäftigten gewährleistet.

Anzeige

Sicher gehen und stehen

Der Herbst bringt nicht nur Sichtprobleme mit sich. Auch rutschige Flächen durch Laub, Regen oder matschige Böden können zur Gefahr werden. Deshalb ist es wichtig, dass Verkehrswege, Gerüste, Laufstege und Treppen regelmäßig gesäubert werden. Um die Standsicherheit zu erhöhen, sollten Bauarbeiter Sicherheitsschuhe mit stark profilierter Sohle tragen. Diese bieten auf rutschigem Untergrund mehr Halt und reduzieren das Risiko von Stürzen deutlich.

Beleuchtung auf Baustellen

Gerade in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden reicht das natürliche Tageslicht oft nicht mehr aus, um sicher arbeiten zu können. In solchen Fällen ist eine künstliche Beleuchtung erforderlich. Verkehrswege müssen dabei mit mindestens 20 Lux ausgeleuchtet werden. Arbeitsbereiche benötigen je nach Art der Tätigkeit zwischen 200 und 500 Lux. Damit die Lichtquellen jederzeit zuverlässig funktionieren, sollten sie regelmäßig gewartet und gereinigt werden.

Detaillierte Informationen zur künstlichen Beleuchtung auf Baustellen stellt die BG BAU im Baustein A 024 zur Verfügung.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren