Verband High-Tech Abbund im Zimmererhandwerk e.V

Peter Mackowiack,

Holzbautag von Eco-Timber wirkt als Publikumsmagnet

Superlativen, wohin man schaut: Das Unternehmen Eco-Timber gibt es gerade mal sechs Jahre, richtet erst zum dritten Mal einen eigenen Holzbautag aus – und wird dennoch bei der Veranstaltung Ende August in Heilbad Heiligenstadt von rund 450 Teilnehmern förmlich überrannt!

Freuten sich über die gelungene Veranstaltung (v.l.): David Gregosz, Mitglied des Bundestags (MdB) für den Wahl- kreis Eichsfeld; Thomas Spielmann, Bürgermeister von Heilbad Heiligenstadt; Uwe Klingebiel, Geschäftsführer Eco-Timber; Marcus Malsch, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum und Peter Mackowiack, Pressesprecher High-Tech Abbund © Eco-Timber

Er ist Zimmermeister, Dachdeckermeister und ein "Hans-Dampf-in-allen-Ecken". Die Rede ist von Uwe Klingebiel, Geschäftsführer des Unternehmens Eco-Timber. Firmensitz ist in Heilbad Heiligenstadt, im Dreiländereck Thüringen, Niedersachsen und Hessen – und Klingebiel schätzt diesen Standort sehr: "Wir bilden das geografische Herz von Deutschland, mit der A 38 direkt vor unserer Haustür und nur zehn Fahrminuten von der A7 entfernt, der bundesweit längsten Autobahn quer durch die Republik. Von hier aus kann ich meine Kunden verkehrsgünstig und just-in-time beliefern."

Und was bietet das Unternehmen Eco-Timber an? Mit gerade mal 22 Jahren gründete Klingebiel eine kleine Zimmerei und führte sämtliche klassische Zimmererarbeiten aus. Doch er wollte mehr: "Die Gründung von Eco-Timber entstand 2019 aus der Erkenntnis, dass Großinvestitionen in modernste Technik für einen einzelnen kleineren Handwerksbetrieb wirtschaftlich nicht sinnvoll sind und es eher spezialisierter industrieller Dienstleister bedarf, um den Kostenvorteil aus moderner Technik sowie effizienten Abläufen zu heben und weitergeben zu können. Dies nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund eines wachsenden Fachkräftemangels auf den Baustellen vor Ort."

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Professioneller Dienstleister

So entschied sich Klingebiel, nicht einen weiteren kleinen Zimmereibetrieb aufzumachen, sondern sich für die Bereiche Lohnabbund, Holzelementbau und serielle Sanierung als professioneller Dienstleister zu etablieren. "Ich habe mich vorher schlau gemacht und in vielen Gesprächen herausgehört, was die regionalen Handwerksbetriebe und Unternehmen hier tatsächlich brauchen. Denn für mich war von Anfang an klar, dass ich nicht in Konkurrenz zu ihnen treten möchte, sondern ihnen Produkte und Dienstleistungen anbieten will, die sie wirklich benötigen und die sie in ihrer tagtäglichen Arbeit voranbringen."

Dieser Wille, gepaart mit einem ehrgeizigen Anspruch an höchste Qualität sowie der Zielsetzung, Auftragstermine just-in-time zu erledigen, sprach sich in der Branche schnell herum. Heute ist das Unternehmen Eco-Timber in der Lage, mit modernster Technik, umfassendem Service und enger Partnerschaft mit dem Holzfachhandel, präzise vorgefertigte Holzbaulösungen für Kunden in ganz Deutschland zu liefern.

3. Holzbautag

Ein starkes Team im Zeichen des Holzbaus: Die Mitarbeiter von Eco-Timber © Eco-Timber

Auf die Frage, was der Anlass für eine solche Veranstaltung in Heilbad Heiligenstadt war, antwortet Klingebiel: "Ein solches Event bietet den Beteiligten vor allem die Möglichkeit zum Networken, also zum Austausch untereinander. Man trifft sich, erfährt im Gespräch mit anderen Kollegen interessante Neuigkeiten, kann Fragen stellen und erhält informative Antworten. Solche Events bietet z. B. der Verband High-Tech Abbund, dem wir sofort beigetreten sind, nachdem Eco-Timber gegründet wurde. Bei diesen Tagesveranstaltungen oder auch beim sogenannten ‚Chefseminar‘, dass der Verband einmal im Jahr ausrichtet, trifft man Unternehmer und Mitarbeiter von anderen Mitgliedsbetrieben aus ganz Deutschland. Und es herrscht bei jedem der Treffen stets eine offene und positive Atmosphäre, so dass man sehr schnell mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch kommt. Und eins steht fest: Aus solchen Gesprächen nimmt man immer etwas mit für den eigenen Betrieb!"

Doch er musste erkennen, dass bislang kein Unternehmen aus Thüringen einen solche Veranstaltung auf die Beine gestellt hatte. "Natürlich gibt es immer wieder mal einen ‚Tag der offenen Tür‘ oder Ähnliches, der von einem lokalen Zimmereibetrieb oder von einem Baustoffhändler angeschoben wird. Aber das reichte mir nicht. Ich wollte ein größeres Event, bei dem sich Zimmerer, Holzbau-Unternehmer, Planer und Architekten sowie Partner aus der Zulieferindustrie aus nah und fern treffen, um sich über aktuelle und relevante Themen aus der Branche auszutauschen."

Gesagt, getan – und bereits beim ‚1. Holzbautag‘ im Jahre 2023 konnten Klingebiel und sein Team über 80 Teilnehmer begrüßen. Nur ein Jahr später bereits doppelt so viele – und die diesjährige Veranstaltung sprengte nun alle Grenzen: Mehr als 450 Anmeldungen konnte das Unternehmen verzeichnen!

Das Erfolgsrezept: Die ausgewählte Kombination macht‘s. Der Holzbautag besteht aus einem Mix von Fachausstellung mit annähernd 40 Industriepartnern, einem informativen Vortragsprogramm sowie genügend Zeit und Raum für alle Teilnehmer, um ins Gespräch zu kommen.

Die Vorträge

Volles Haus bei Eco-Timber: Fast 450 Teilnehmer kamen zu der Veranstaltung nach Heiligenstadt © Eco-Timber

Nach den offiziellen Begrüßungsworten durch Uwe Klingebiel, Thomas Spielmann, dem Bürgermeister von Heilbad Heiligenstadt, des Weiteren von Marcus Malsch, Staatssekretär im thüringischen Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichem Raum sowie von David Gregosz, MdB für den Wahlkreis Eichsfeld, eröffnete Mike Detzner das Vortragsprogramm. Detzner ist Mitarbeiter der Bennert GmbH, die sich primär mit der Bauwerksicherung befasst. In seinem Vortrag ging er am Beispiel des Wiederaufbaus der Weimarer Anna Amalia-Bibliothek auf die Relevanz des Witterungsschutzes ein.

Gerd Prause von der Prause Holzbauplanung setzte mit seinem Vortrag über einen "Holzbaugerechten Planungsprozess" das Programm fort – bevor Alexander Gumpp, Holzbau-Unternehmer aus dem bayerischen Binwangen und stets streitbarer Verfechter für einen innovativen, aber auch realistisch umsetzbaren Holzbau, mit seinem Vortrag "Machen statt reden – was Holzbau kann" die Mittagspause einläutete.

Vorträge und Networking

Der 3. Holzbautag konnte einige hochkarätige Holzbauexperten als Referenten gewinnen © Eco-Timber

In der Pause bot sich dann allen Gästen genügend Zeit zum "Networken", ganz so, wie es sich der Veranstalter von der Veranstaltung gewünscht und erhofft hatte. Klingebiel: "Unser Ziel ist es, mit dem ‚Holzbautag‘ eine Plattform zu schaffen, bei dem sich Personen finden, gemeinsam ins Gespräch kommen und Kontakte austauschen. Und ich denke, das haben wir ganz gut hinbekommen."

Am Nachmittag standen noch drei weitere Vorträge an: Marius Zwigart, Architekt und Mitglied der Forschungsgruppe Flex an der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur sprach über die Perspektiven für den digitalen Holzbau – während Andy Stützer und Anselm Schoen vom Büro Anselm Schoen.Holzbauplanung aus Witzenhausen auf Erfordernisse bei der Planung und Umsetzung von internationalen Holzbauprojekten einging. Den Schlusspunkt setzte Christian Ahrens, Projektberater bei der Pollmeier Massivholz GmbH mit einer Präsentation über das Thema "BauBuche – nachhaltig und leistungsstark für den modernen Holzbau".

Last but not least nutzte Klingebiel die Veranstaltung, um das neue Logo des Unternehmens zu präsentieren. "Man muss mit der Zeit gehen, sonst geht man mit der Zeit", so der Geschäftsführer, "und meine 30 Mitarbeiter und ich wollen definitiv vorangehen, und nicht stehenbleiben. Ein modernes Zeichen soll uns hierbei unterstützen. Es ist klar strukturiert, frisch und modern und zeigt eindeutig, dass wir einem grünen Werkstoff fest verbunden sind – nämlich dem Holz!" Übrigens steht das Datum des 4. Holzbautages auch schon fest, es ist der 21. August 2026.

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