Wirtschaft & Verbände
Mehr Lohn für Bau-Beschäftigte
Arbeitgeber und Gewerkschaften des Baugewerbes haben sich unter Vermittlung von Schlichter Wolfgang Clement auf ein kräftiges Lohnplus für die 700.000 Beschäftigen am Bau geeinigt. Außerdem werden die Ost- an die Westlöhne angeglichen.
Nach 18 Stunden intensiver Verhandlungen verkündete der Schlichter, der ehemalige Bundeswirtschafts- und Arbeitsminister Wolfgang Clement, am Donnerstagmorgen (14. April 2011) in Potsdam seinen Schiedsspruch.
Demnach erhalten die Beschäftigten im Westen zum 1. Mai 2011 3,0 Prozent mehr Lohn. Zum 1. Juni 2012 sollen die Löhne noch einmal um 2,3 Prozent steigen.
Für den Osten sieht der Schiedsspruch eine Entgelterhöhung zum 1. Juni 2011 von 3,4 Prozent vor. Eine weitere Erhöhung von 2,9 Prozent soll ab August 2012 folgen
Zusätzlich sollen die Beschäftigten im Westen im Jahr 2012 einen Zuschlag zu ihrer Alterssicherung in der Zusatzversorgungskasse der Baubranche in Höhe von 0,3 Prozent erhalten.
Der Mindestlohn 2 im Westen soll entsprechend der Tariferhöhung um 3,0 und 2,3 Prozent steigen. Der Mindestlohn 1 würde ab Januar 2012 um 5 Cent angehoben.
Im Osten ist eine Erhöhung des Mindestlohns 1 zum 1. Januar 2012 um 25 Cent und nochmals um 25 Cent zum 1. Januar 2013 beabsichtigt. Einen Mindestlohn 2 gibt es in den neuen Bundesländern nicht.
Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Für die Annahme oder Ablehnung des Ergebnisses haben die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und die Arbeitgeberverbände, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) sowie der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) nun eine Erklärungsfrist von 14 Tagen bis zum 28. April 2011.








