Wirtschaft & Verbände
Umsatzplus von 3,8 % am Bau erwartet
Der Start ins Baujahr 2012 fiel für die kleinen und mittelständischen Baubetriebe überaus gut aus. Der ZDB rechnet mit einem Anhalten dieser Tendenz und einem Umsatzanstieg um 3,8 % am Ende des Jahres.
"Für den Umsatz im Bauhauptgewerbe rechnen wir in 2012 mit 95,7 Mrd. Euro (+ 3,8 %). Die Umsatzsteigerung wird ähnlich wie in 2011 vor allem vom Wohnungsbau und vom Wirtschaftsbau geleistet. Wichtigster Unsicherheitsfaktor der Prognose bleibt die schwelende Finanz- und Eurokrise", lautet das Kurzfazit der aktuellen Konjunkturprognose, die ZDB-Präsident Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein am 25. April 2012 in Berlin vorstellte.
Mit der Umsatzsteigerung einher geht eine Zunahme von Arbeitsplätzen. Hier rechnet der Verband mit einem Plus von 2,2 %. Damit wären jahresdurchschnittlich 750.000 Menschen in den Bauunternehmen beschäftigt.
Besonders der Wohnungsbau nimmt seine Dynamik aus 2011 mit, so zeigten die Baugenehmigungen im Dezember noch einmal eine deutliche Steigerung von über 40 %.
Auch die Auftragsbestände und die Auftragseingänge weisen auf gute Geschäfte hin: DieAu-tragsbestände lagen zum Ende des Jahres 2011 um knapp 20 % über dem vergleichbaren Vorjahresbestand. Die Auftragseingänge zeigen im laufenden Jahr gegenüber den ent-sprechenden Vorjahresmonaten mit + 35 % im Januar und + 20 % im Februar weiterhin eine deutliche Dynamik. Die Umsätze stehen per Februar bei +12 %.
"Für die kommen-den Monate gehen wir davon aus, dass die skizzierten günstigen Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau erhalten bleiben, seine Dynamik aber nachgibt. Daher rechnen wir damit, dass der Umsatz im Wohnungsbau um 6,7 % auf 33 Mrd. Euro steigen wird", prognostizierte der ZDB-Präsident.
Die Auftragsbestände standen zu Jahresbeginn 2012 (beim Wirtschaftsbau) sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau über den Vorjahreswerten, insgesamt bei + 6 %. Die Umsätze liegen, trotz des Rückganges im Februar kumulativ um fast + 4 % über dem Vorjahreswert. Dieser Wert sollte im Jahresverlauf gehalten werden. Der Umsatz im Wirtschaftsbau würde damit 35 Mrd. Euro erreichen (+ 4,1 %).
Allein der öffentliche Bau stagniert. Denn die Handlungsspielräume für ausgeweitete Investitionen sind angesichts der 2009 beschlossenen Schuldenbremse begrenzt. Die Nachfrage zeigt im Hochbau als auch im Tiefbau seit November bereits eine stetige Tendenz nach oben.
Die Umsätze liegen nach den witterungsbedingten Ausfällen im Febru-ar, die den schwergewichtigen Tiefbau mit -17 % getroffen haben, bei minus 7 % unter den Vergleichswerten des Vorjahres.
"Daher rechnen wir mit einer deutlichen Belebung ab März. Die eingegangenen Aufträge sollten darüber hinaus in den kommenden Monaten für ausreichend Auslastung sorgen. Diese positive Entwicklung im Auftragseingang führt zu einer Stabilisierung des Umsatzes im öffentlichen Bau bei 27,7 Mrd. Euro", erklärte Dr. Loewenstein abschließend.








