Wirtschaft & Verbände

Susanne Frank,

Verhalten optimistische Prognose am Bau

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) geht im laufenden Jahr von einem Umsatzanstieg um 1,9 % aus. Dazu trägt der öffentliche Bau nicht bei, da er momentan das Sorgenkind der Branche ist.

"Den Umsatz im Bauhauptgewerbe erwarten wir in 2011 bei 83,5 Milliarden Euro und damit bei +1,9 %. Daher ist die Stimmung zumindest in den vom Hoch- und Ausbau geprägten Betrieben auch deutlich gestiegen", erklärte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, anlässlich der Konjunktur-Pressekonferenz des Deutschen Baugewerbes in Berlin.

Nach Aussagen des ZDB-Präsidenten entwickeln sich der Wohnungsbau und der Wirtschaftsbau durchaus positiv, wogegen der öffentliche Bau weiter im Minus verharrt.

Trotz Zunahme der Bauinvestitionen um 2,6 % im vergangenen Jahr ist der Umsatz im Bauhauptgewerbe im öffentlichen Bau um 2,2 % zurückgegangen; Hauptursache dafür war, dass alle öffentlichen Auftraggeber ihre Investitionen im Tiefbau nicht auf dem Vorjahresniveau gehalten haben.

Denn aufgrund der Konjunkturprogramme haben die Kommunen die Mittel vorrangig in Hochbauprojekte investiert und die Investitionen in die Infrastruktur zurückgefahren.

Für 2011 deuten die Frühindikatoren weiter auf eine Abschwächung der Umsätze im öffentlichen Hochbau und Tiefbau hin. "Wie bereits zu Jahresbeginn prognostiziert, gehen wir davon aus, dass der öffentliche Bau im Umsatz etwa 3 % verlieren wird. Nach 26,1 Milliarden Euro in 2010 werden in 2011 noch 25,3 Milliarden Euro erreicht", lautet seine ernüchternde Bilanz für die öffentliche Bautätigkeit.

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"Angesichts der hohen und stetigen Nachfrageentwicklung gehen wir im Wohnungsbau davon aus, dass es + 4,4 % werden. Nach 26,3 Mrd. € im Vorjahr können in 2011 ca. 27,5 Mrd. € erreicht werden", führte er aus.

Auch für den Wirtschaftsbau blickt man recht positiv nach vorne und prognostiziert einen Anstieg um 4 % an. Nach 29,5 Milliarden Euro im Vorjahr rechnet man für 2011 mit 30,8 Milliarden Euro.

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