BBZ Mayen

Damir Mioc,

Meisterabschlussfreier - Macher und Vorbilder

Die Aula des BBZ in Mayen war an diesem besonderen Tag bis auf den letzten Platz gefüllt.  Erwartungsvolle Gesichter, festliche Kleidung und eine liebevoll geschmückte Aula bildeten den feierlichen Rahmen, als BBZ-Geschäftsführer Rolf Fuhrmann die Veranstaltung eröffnete. Er begrüßte zahlreiche Ehrengäste, darunter: die ZVDH-Vizepräsidenten Jan Voges und Dirk Sindermann, ZVDH-Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx, HWK-Präsident Kurt Krautscheid, Landesinnungsmeister Rheinland-Pfalz Johannes Lauer mit Geschäftsführer Andreas Unger, HWK-Präsident des Saarlands Helmut Zimmer, Mayens Oberbürgermeister Dirk Meid, Bürgermeister Bernhard Mauel, den Geschäftsführer des Landesinnungsverbands Hessen, Norbert Hain, sowie Artur Wierschem als Vorsitzenden des Meisterprüfungsausschusses für das Dachdeckerhandwerk der Handwerkskammer Koblenz.

Die Klassenbesten wurden Ende Mai in der Aula des BBZ in Mayen geehrt © Michael Jordan

Den Auftakt bei den Grußworten machte Mayens Oberbürgermeister Dirk Meid, er betonte: „Sie haben sich für einen Schlüsselberuf entschieden. Sie können stolz auf sich sein – Sie bauen unsere Zukunft.“ ZVDH-Vizepräsident Jan Voges unterstrich den gesellschaftlichen Wert des Handwerks: „Ihr seid nicht abgebogen, sondern habt Verantwortung übernommen. Wir brauchen weniger Influencer – aber mehr Handwerker mit Dreck unter den Fingernägeln.“ Artur Wierschem, Vorsitzender des Meisterprüfungsausschusses, richtete persönliche Worte an die Absolventen: „Vor genau 50 Jahren fand hier ebenfalls eine Meisterfeier statt – ich war damals einer der drei Absolventen. Ich weiß also genau, wie Sie sich heute fühlen: Das ist eine echte Meisterleistung – wir sind mächtig stolz auf Sie.“ Sein besonderer Dank galt dem gesamten BBZ-Team, vor allem Martin Krick, Jörg Schmitz und Uli Klein für die Vorbereitung der Prüfung.

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Nach einem weiteren Grußwort durch Michael Devesa von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Koblenz, betrat Kurt Krautscheid die Bühne. In seiner Festrede erinnerte der HWK-Präsident an seine eigene Zeit am BBZ – 1984 hatte er hier selbst den Meister gemacht. Seither habe sich das Berufsfeld stark gewandelt: „Sie sind heute Energiewender und Zukunftsgestalter. Sie sind Macher und Vorbilder. Bleiben Sie neugierig und pflegen Sie den Kontakt – besonders untereinander. Denn Dachdecker halten zusammen.“

 Dass dieser Zusammenhalt gelebt wird, zeigte auch die enge Verbindung zwischen Krautscheid und Wierschem. Krautscheid würdigte den Lebensweg seines langjährigen Weggefährten – vom Fachlehrer bis zum BBZ-Geschäftsführer – und garnierte seine Worte mit persönlichen Anekdoten. Unter tosendem Applaus überreichte er Wierschem den Goldenen Meisterbrief der HWK Koblenz: „Dein Engagement ist außergewöhnlich. Du hast Generationen von Dachdeckern geprägt – und jede Prüfung selbst mit ‚sehr gut‘ bestanden.“

BBZ-Geschäftsführer Fuhrmann nahm persönlich die Ehrung der Jahrgangsbesten des Studienganges zum „Staatlich anerkannten Fachleiter für Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik“ mit gleichzeitiger „Meisterprüfung im Dachdeckerhandwerk“ sowie der „Meisterprüfung im Klempnerhandwerk“ vor. Prüfungsbester der Fachleiterprüfung ist Marc Weist mit der Note 1,23. Prüfungsbester der Meisterprüfung im Dachdeckerhandwerk ist Kevin Kreckel mit 93,44 Punkten. Als zweitbester schloss Marc Weist mit 91,43 Punkten ab, dicht gefolgt von Björn Dietrich mit 91,56 Punkten. Als Prüfungsbester bei der Meisterprüfung Klempner Teil I und II schloss Luca Heller mit 86 Punkten ab. Der Prüfungsbeste der Meisterprüfung im Dachdeckerhandwerk Teil I und II ist Jan Mittag mit 94,9 Punkten. Als Prüfungsbester der Meisterprüfung im Zimmererhandwerk schloss Julian Merz mit 88,7 Punkten ab.

Mit einer Bestehensquote von 92 Prozent der 100 Teilnehmer an der Dachdeckermeisterprüfung und 92,3 Prozent in der Fachleiterprüfung endete das Dachdeckermeister- und Fachleiterstudium. Der Vorbereitungslehrgang auf die Teile I und II der Klempnermeisterprüfung schloss mit einer Bestehensquote von 92,8 Prozent ab, der Vorbereitungslehrgang auf die Teile I und II der Meisterprüfung im Dachdeckerhandwerk mit einer Bestehensquote von 100 Prozent. Hiernach erfolgte die Übergabe der Meisterbriefe – begleitet von Applaus, stolzen Blicken und emotionalen Momenten.

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