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Artikel und Hintergründe zum Thema

Geschichte des Ziegelwerks im Goldbachmuseum

Damir Mioc,

Erlus-Vorstände besuchen Museumsbaustelle

Das Goldbachmuseum in Ergoldsbach, direkt neben dem Volksfestplatz (Werk-II-Platz), ist barrierefrei zugänglich und soll in wenigen Monaten eröffnet werden, erläuterte Bürgermeister Ludwig Robold bei der Besichtigung Ende September vor Ort. Das Projekt der Marktgemeinde wird gefördert über Landes- und EU-Mittel. Gestemmt wird das Projekt in erster Linie durch die Ehrenamtlichen des Museumsvereins. „Ohne sie wären wir bei der Digitalisierung des Museums und der Konzeptausarbeitung noch lange nicht so weit“, lobte Ludwig Robold das Engagement der Vereinsmitglieder.

Der Museumsvereinsvorsitzende Ludwig Kunert (r.) überreicht den Ordner mit den katalogisierten Dauerleihgaben für das Goldbachmuseum an die Erlus-Vorstände Dr. Rüdiger Grau (l.) und Martin Eisenreich (2. v. l.) im Beisein von Bürgermeister Ludwig Robold und dem stellvertretenden Museumsvereinsvorsitzenden Erwin Ungewitter © Erlus/Bianca Marklstorfer

Der Vorsitzende von Goldbachmuseum e. V., Ludwig Kunert, beschreibt das aktive Team als zehnköpfig und voller Leidenschaft. „Wir halten z´samm, alle helfen mit, jeder in seinem Spezialgebiet“, so Kunert. „Z´samm“, dieser niederbayerische Ausdruck für „Zusammen halten in der Gemeinschaft“, ist auch die rote Linie, die sich durch alle Museumsthemen zieht. Wie Kunert beim Besuch der Erlus-Vorstände auf der Baustelle des Museums erläuterte, wird der Besucher von Raum zu Raum geführt und erlebt dort das Zeitgeschehen über Geschichten, die der jeweilige Protagonist erzählt.

Z´samm arbeiten, Z´samm feiern, Z´samm halten – von der Residenz der Bierbrauer über die erste weibliche Metzgermeisterin bis hin zum Zivilcourage-Helden Dominik-Brunner: Die Protagonisten lassen den Museumsbesucher in ihre Welt eintauchen und erklären Fakten aus der Geschichte verständlich und unterhaltsam. Unter dem Dach des ehemaligen Stiegler Gutshofs, in dem das Museum untergebracht ist, entstand beim Umbau auch ein Veranstaltungsraum für 80 Personen, der für Sonderausstellungen, Vorträge und Filmvorführungen genutzt werden wird.

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Einer der Museumsräume auf den drei Stockwerken wird auch die Geschichte der Dachziegelwerke, heute die Firma Erlus AG, beschreiben und die Bedeutung dieser Industrie für die Menschen in der Region darstellen. Für den Themenraum hatte die Erlus AG dem Team des Museums vergangenes Jahr Zugang zu dem betrieblichen Formenbau mit dort eingelagerten, alten Ziegelmodellen gewährt. Die Geschichtsforscher fotografierten die alten Dachziegelmodelle und Formen, ordneten sie den jeweiligen Zeitschienen zu und katalogisierten das Ganze im museumseigenen Archivprogramm.

„Hier ist alles dokumentiert, wir bedanken uns herzlich für die Zusammenarbeit und für die Dauerleihgaben für das Museum“, betonte Ludwig Kunert und überreichte den Erlus-Vorständen einen Ordner mit den Ausdrucken über die Dauerleihgaben für das Museum. „Das Museumskonzept überzeugt uns sehr. Wir sind stolz, dass der Geschichte unseres Unternehmens und seiner Bedeutung für Ergoldsbach hier im Museum ein bedeutender Platz eingeräumt wird. Besonders freut es uns, dass Dominik Brunner und seine Werte der Gerechtigkeit und Zivilcourage gewürdigt und herausgestellt werden.“, sagte Erlus-Vorstand Martin Eisenreich. Die Erlus AG hat auf Wunsch des Goldbachmuseums eigens einen Produktionsfilm gedreht, der die Entstehung eines Dachziegels von Anfang bis Ende zeigt. Dieser Film wird auf einer der Multimediastationen im Museum zu sehen sein.

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