Digitalisierung
Bereit für den Straßenbau 4.0
Digitalisierung im Straßenbau: Das softwarebasierte System Witos Paving Plus von Vögele erfüllt bereits heute zukünftige behördliche Anforderungen.
digital planen, dynamisch steuern, dauerhaft verbessern – die Anforderungen an Straßenbaumaßnahmen steigen. Wie man sich die Baustelle der Zukunft in Deutschlands Südwesten vorstellt, hat ein Pilotprojekt vor den Toren Stuttgarts aufgezeigt. Das dortige Verkehrsminis terium hat dazu QSBW 4.0 ins Leben gerufen: Die „Qualität im Straßenbau in Baden-Württemberg 4.0.“ soll bis 2021 als Standard eingeführt werden. Ziel von QSBW 4.0 ist ein unterbrechungsfreier und digital kontrollierter Bauprozess, der eine flächendeckend gute Einbauqualität sicherstellt und zu einer Erhöhung der Lebensdauer der Asphaltschichten führt.
Digital kontrollierter Bauprozess
Konkret verlangen Ausschreibungen nach den QSBW-4.0-Kriterien die Berücksichtigung aller Systemkomponenten einer digital gesteuerten und überwachten Baustelle, die durch die QSBW-4.0-Initiative definiert sind. Dies umfasst eine dynamische Logistik- und Maschinensteuerung, Qualitätscontrolling und -steuerung, mobile Vernetzung, Darstellungsoptionen auf Smartphones, Tablets oder Computern sowie die Dokumentation aller Daten mit Zugriffsberechtigung für den Auftraggeber.
Vögele-Lösung ist QSBW-ready
Für solche Anforderungen hat Vögele Witos Paving Plus entwickelt. Es ist ein softwarebasiertes, vollintegriertes Gesamtsystem zur Prozessoptimierung und Dokumentation, das aus fünf aufeinander abgestimmten Modulen für die unterschiedlichen Prozessbeteiligten besteht – von der Mischanlage über den Lkw-Fahrer bis zum Bauleiter. Mit dem System können Bauunternehmen bereits heute annähernd alle auf den Straßenfertiger bezogenen Anforderungen abdecken, die laut QSBW 4.0 zukünftig generell bei Ausschreibungen gefordert sein werden.
Roadscan überwacht die Temperatur
Im Mittelpunkt des von QSBW 4.0 geforderten Qualitätscontrollings stehen Temperaturmessungen. Für eine optimale Asphalttemperatur sollen die Messungen im gesamten Prozess, also auch beim Einbau, kontrolliert werden. Witos Paving Plus vereinfacht auch diese Anforderung, weil sich das Vögele Messsystems Roadscan in das System einbeziehen lässt. Dabei misst eine Infrarotkamera präzise und flächendeckend den geforderten Bereich hinter der Einbaubohle des Straßenfertigers auf einer Breite von zehn Meter.
Erster Feldeinsatz war erfolgreich
Bei der Sanierung einer Landesstraße konnte QSBW 4.0 durch Waggershauser Straßenbau bereits ab dem ersten Meter erfüllt werden – dank Witos Paving Plus. Das baden-württembergische Verkehrsministerium erprobt im Wettbewerb seit 2018 das mit Unternehmen der Bauwirtschaft entwickelte und in einem Handbuch zusammengefasste Vorgehen „Qualitätsstraßenbau Baden-Württemberg 4.0“ (QSBW 4.0) – und betrachtet die Sanierung als einen erfolgreichen „Meilenstein der Digitalisierung des Bauwesens“.
Standard biS 2020
Qualitäts-Straßenbau Baden-Württemberg 4.0
Im Straßenbau sind beim Asphalteinbau vier Prozessschritte von wesentlicher Bedeutung: die Asphaltherstellung in der Mischanlage, die Logistik von der Mischanlage zum Einbauort, der Einbau auf der Baustelle und die Verdichtung des Asphaltes mittels Walzen. Mit QSBW 4.0 im R ahmen des Digitalisierungsprojektes BIM sollen alle Prozesse und weitere Einflussfaktoren (zum Beispiel Verkehr oder Wetter) optimal aufeinander abgestimmt werden. Übergeordnetes Ziel ist es, Bauprojekte durch eine digitale Prozesssteuerung wirtschaftlicher, ressourceneffizienter und nachhaltiger zu gestalten. (Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg)










