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Artikel und Hintergründe zum Thema

Straßenbau, aber einfach

Kai Ingmar Link,

Meudt - einfach aufkleben

Um die Parkplatzsituation auf der A3 zu verbessern, errichtete die Autobahn GmbH des Bundes zwei Park- und Rastanlagen mit WC-Gebäuden (PWC- Anlagen). Zur Verkürzung der Bauzeit wurde ein neues Verfahren für den Einbau der Verkehrsinseln angewendet.

Die Gestaltung der neuen Rastanlage © Meudt

Mit dem Neubau der PWC-Anlagen Berg und Pilsach entstanden rund 80 neue Lkw-Parkplätze. Der Parkplatz zwischen den Anschlussstellen Neumarkt und Neumarkt-Ost südlich von Pilsach in Fahrtrichtung Regensburg wurde komplett zurückgebaut und von Grund auf neugestaltet. Ebenso wurde in Fahrtrichtung Nürnberg zwischen den Anschlussstellen Oberölsbach und Neumarkt i. d. Opf. nördlich der Gemeinde Berg die unbewirtschaftete PWC-Anlage Berg errichtet.

Im Rahmen der Maßnahme wurden auch Regenrückhaltebecken, Lärmschutzwälle, WC-Gebäude und die Verbreiterung eines bestehenden Geh- und Radwegdurchlasses bei Pilsach realisiert, um den Beschleunigungsstreifen für die Ausfahrt der PWC-Anlage aufzunehmen. Ein Gestaltungselement der neuen Rastanlagen sind jeweils vier neu geschaffene Verkehrsinseln, die für eine räumliche Trennung sorgen.

Wichtig sind die Bordsteine. Birgit Gey vom Bauunternehmen Josef Rädlinger erklärt: "Normalerweise werden bei der Neuanlage von Verkehrsflächen zuerst die Randbegrenzungen erstellt und danach die Fahr- oder Gehwege gepflastert, asphaltiert oder betoniert. Bei dieser Maßnahme wurden jedoch die Lkw-Stellplätze aus hochbelastbarem Beton hergestellt. Es wäre sehr umständlich gewesen, um alle Inseln mühsam herumzubetonieren. Betonfertiger, die solche Flächen erstellen, haben aufgrund ihrer festen Arbeitsbreite oft Schwierigkeiten, die Räume bis zu den Bordsteinen sauber auszufüllen, insbesondere bei engen Radien.

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Deshalb haben wir uns entschieden, die Flächen durchgehend zu betonieren, die Innenräume der vorgesehenen Inseln abzuschalen und danach die Bordsteine für die Verkehrsinseln einfach auf den Rand der fertig betonierten Fläche aufzukleben", so Gey. Auf dieser Baustelle wurden Flachbordsteine FB 30 x 25 und das Klebetechnikverfahren des Betonsteinherstellers Hermann Meudt verbaut.

Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 09_2024.

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