Infrastruktur in Deutschland

Kai Ingmar Link,

Glasfaserausbau mit dem E-Trencher

Deutsche Glasfaser baut im Landkreis Neuwied ein modernes und hochleistungsfähiges Glasfasernetz. Bei den Tiefbauarbeiten vor Ort kommt nun erstmals auch ein E-Trencher zum Einsatz.

Die konventionelle Fräse ist bereits in zahlreichen Projekten von Deutsche Glasfaser im Einsatz und gehört zu den präferierten Verfahren – auch im Landkreis Neuwied. © Deutsche Glasfaser

Die konventionelle Fräse ist bereits in zahlreichen Projekten von Deutsche Glasfaser im Einsatz und gehört zu den präferierten Verfahren – auch im Landkreis Neuwied. Sie wird von Baupartnern des Unternehmens bei Arbeiten auf asphaltierten Flächen eingesetzt. Die Asphaltdecke wird gefräst, so dass ein schmaler Graben entsteht, in dem dann die Leerrohre auf einer Tiefe von 40 Zentimetern verlegt werden.

Durch diese Vorgehensweise können Baufelder so effizient bearbeitet werden, dass der Straßenabschnitt bis zum Abschluss des Arbeitstages provisorisch wieder hergestellt werden kann. So bleibt keine offene Baugrube, der Abschnitt kann direkt wieder befahren beziehungsweise begangen werden. Das Verfahren kann den Bauprozess um bis zu 70 Prozent beschleunigen und ist zuverlässig wie andere konventionelle Methoden.

"Konventionelle Fräsen haben wir bereits länger im Angebot, sie erfreuen sich großer Beliebtheit beim Glasfaserausbau", sagt Christos Touloupis, Sales Manager von Domka Maschinenbau. "Den E-Trencher haben wir neu entwickelt. In diesem Projekt von Deutsche Glasfaser setzen wir ihn nun zum ersten Mal ein. Bei herkömmlichen, dieselbetriebenen Fräsen erhöht sich der Lärmpegel während der Bauarbeiten deutlich. Mit dem akkubetriebenen Modell können wir die Bauarbeiten bei gleicher Bauleistung deutlich leiser und ohne die Emissionen eines Dieselmotors durchgeführt werden – eine erhebliche Entlastung für die Arbeiter und Anwohner."

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Artemis, Baupartner von Deutsche Glasfaser, hat das erste Modell des E-Trenchers der Firma Domka Maschinenbau mit Sitz in Köln erworben. Der Einsatz im Landkreis Neuwied ist somit eine Premiere. "Überzeugt haben uns am Ende des Tages die Leistungsdaten", berichtet Stefan Tebbe, Geschäftsführer von Artemis. "Die Fräse hat eine durchschnittliche Leistungsfähigkeit von drei bis vier Stunden pro Batterieladung. Dies entspricht der Strecke, die wir an einem Tag bearbeiten können." Der E-Trencher kann an jeder handelsüblichen Ladesäule für E-Autos aufgeladen werden und unterscheidet sich lediglich im Antrieb von seinen dieselbetriebenen "Kollegen". Die Einarbeitungszeit für die Bediener wird damit auf ein Minimum reduziert.

Dieser Artikel erschien zuerst in der November-Ausgabe des Baugewerbe Magazins.

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