Stahlmulde
Dank Kögel im Kreislauf
Im Bau gewinnt die Verbindung aus nachhaltiger Materialnutzung und effizienter Logistik zunehmend an Bedeutung. Ein Projekt zeigt, wie Stoffkreisläufe geschlossen werden können.
Bei der Verbrennung von Hausmüll entstehen Hausmüllverbrennungsaschen (HMVA), die nach entsprechender Aufbereitung wieder in den Materialkreislauf zurück gehen. Blue Phoenix gewinnt aus den Rückständen Ersatzbaustoffe. Als HMVA-2 kommen sie als Frostschutzschicht im Straßen- und Erdbau, für Lärmschutzwälle oder als Unterbaumaterial für Straßendämme zum Einsatz.
Damit Nachhaltigkeit auch in der Logistik kein Feigenblatt ist, setzt Blue Phoenix auf umweltverträgliche Transportlösungen. Den Transport übernimmt die W&P nahe Würzburg. Drei elektrisch angetriebene Zugmaschinen transportieren die HMVA vom Müllheizkraftwerk zur Aufbereitungsanlage und anschließend zu regionalen Baustellen.
"Der Einsatz von emissionsfreien Lastzügen war eine wesentliche Voraussetzung für den Zuschlag an W&P, da wir die CO2-Ersparnis dieses Produkts zertifizieren lassen", erklärt Mathias Fischer, Mitverantwortlicher des Vertriebs von Ersatzbaustoffen bei Blue Phoenix. Insgesamt fahren bereits 23 der rund 60 Zugmaschinen der Spedition rein elektrisch.
Für den Transport der abrasiven Schlacke setzt W&P auf drei dreiachsige Kögel-Trailer als Muldenkipper mit Stahlmulde und 24 m³ Fassungsvermögen. Geschäftsführer Alexander Wehr vertraut seit Jahrzehnten auf den Hersteller aus Burtenbach: "Wir kaufen schon immer Kögel – aus Überzeugung!" Entscheidend seien neben der Produktqualität auch Wirtschaftlichkeit und Service: "Der Preis der Trailer stimmt, der Wiederverkaufswert ist sehr gut und die Betreuung durch den Kögel-Vertrieb ist unkompliziert und kundenfokussiert."
Die einteilige, geschweißte Stahlmulde ist auf stark abrasive Materialien ausgelegt. Verschleiß- und korrosionsbeständiger Stahl sowie ein Kippwinkel von 49° ermöglichen eine vollständige Entleerung, während die glatte Innenfläche Ablagerungen reduziert. Gleichzeitig sorgt das stabile Stahlfahrgestell für hohe Standsicherheit beim Abkippen. "Das ist gerade beim Abkippen auf losen Böden in Deponien oder Baustellen wichtig", erklärt Alexander Wehr.
Die Mulden-Kipper von Kögel wiegen je nach Ausstattung ab etwa 5.200 Kilogramm. "Wir fahren grundsätzlich voll ausgeladen mit 42 Tonnen, wie es für elektrisch angetriebene Sattelzüge zulässig ist. Jedes Kilogramm, das wir mehr laden, ist für die Wirtschaftlichkeit des Transports entscheidend", erläutert Alexander Wehr.











