Aktion BauZukunft

Kai Ingmar Link,

Bilanz der Förderprogramme im Jahr 2024

Die Förderprogramme des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) für den Neubau, den Eigentumserwerb und barrierefreie Sanierungen wurden auch im Jahr 2024 stark nachgefragt.

Bundesbauministerin Klara Geywitz © BMWSB

Die Fortführung dieser Programme erfolgt im Rahmen der vorläufigen Haushaltsführung. Lediglich das Zuschussprogramm "Altersgerecht Umbauen" lief planmäßig zum Jahresende 2024 aus.

Bundesministerin Klara Geywitz betont die positive Resonanz der Programme: „Das Förderjahr 2024 zeigt deutlich, dass unsere Programme gut in der Branche angenommen werden. Besonders beim Bau von Mehrfamilienhäusern wird die Bundesförderung stark genutzt, insbesondere das Programm Klimafreundlicher Neubau mit seinem Fokus auf langlebiges und nachhaltiges Bauen. 95.000 neue Wohnungen wurden damit seit 2023 gefördert.“

Klimafreundlicher Neubau bleibt gefragt

Mit dem Programm "Klimafreundlicher Neubau" (KFN) fördert die Bundesregierung den Bau und Ersterwerb von energieeffizienten Wohn- und Nichtwohngebäuden. Investoren, Genossenschaften, Unternehmen und Privatpersonen profitieren von zinsvergünstigten Krediten, während Kommunen zusätzliche Zuschüsse erhalten. Eine erhöhte Förderung gibt es für Gebäude, die das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) erhalten.

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Im Jahr 2024 wurden Förderzusagen in Höhe von 6,9 Milliarden Euro erteilt, wodurch Investitionen von insgesamt 18,4 Milliarden Euro angestoßen wurden. Insgesamt wurden 47.247 Wohneinheiten gefördert. Seit Beginn des Programms im März 2023 konnte die Bundesregierung fast 95.000 Wohneinheiten unterstützen und Investitionen von 36 Milliarden Euro auslösen.

Förderung für bezahlbaren Wohnraum

Das Programm "Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment" (KNN) setzt auf flächeneffizientes und klimagerechtes Bauen. Durch Baukostenbegrenzungen soll bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Auch bereits errichtete Neubauten, die die Anforderungen erfüllen, können gefördert werden. Die Vergabe erfolgt über zinsverbilligte Kredite für Privatpersonen, Investoren, Genossenschaften und Unternehmen, während Kommunen Zuschüsse erhalten.

Seit dem Start des Programms am 1. Oktober 2024 konnten 676 Wohneinheiten gefördert werden. Das Gesamtvolumen der Zusagen belief sich bis Jahresende auf 68 Millionen Euro, wodurch Investitionen von 171,4 Millionen Euro ausgelöst wurden.

Unterstützung für Familien beim Eigentumserwerb

Um Familien mit Kindern den Neubau oder den Erwerb von klimafreundlichem Wohneigentum zu erleichtern, wurde das Programm "Wohneigentum für Familien" (WEF) ins Leben gerufen. Die Förderung erfolgt über zinsgünstige KfW-Kredite, wodurch Bauprojekte planbarer und bezahlbarer werden.

Im Jahr 2024 wurden 4.853 Wohneinheiten mit einem Zusagevolumen von 915,4 Millionen Euro gefördert. Damit wurden Investitionen in Höhe von 2,69 Milliarden Euro angeregt.

Jung kauft Alt – Förderung von Bestandsgebäuden

Mit dem am 3. September 2024 gestarteten Programm "Jung kauft Alt" unterstützt die Bundesregierung Familien mit minderjährigen Kindern beim Erwerb und der Sanierung von Bestandsgebäuden. Die zinsverbilligten KfW-Kredite ermöglichen es Familien, bestehende Immobilien zu sanieren und weitere Sanierungsförderungen in Anspruch zu nehmen. Ziel ist es, Ortskerne zu beleben und den Leerstand historischer Bausubstanz zu vermeiden.

Von September bis Dezember 2024 wurden 223 Förderzusagen mit einem Volumen von 26,3 Millionen Euro erteilt. Die dadurch ausgelösten Gesamtinvestitionen beliefen sich auf 115,3 Millionen Euro.

Genossenschaftliches Wohnen als Alternative

Das Förderprogramm für genossenschaftliches Wohnen erleichtert Privatpersonen den Erwerb von Genossenschaftsanteilen und bietet somit einen Zugang zu dauerhaft bezahlbarem Wohnraum. Gleichzeitig stärkt es das Eigenkapital der Genossenschaften für Investitionen in Neubauten und Sanierungen.

Die Förderung erfolgt über zinsverbilligte KfW-Kredite und einen Tilgungszuschuss von 7,5 Prozent der Darlehensschuld. Im Jahr 2024 wurden 346 Förderzusagen mit einem Kreditvolumen von 25,3 Millionen Euro erteilt.

Barrierefreiheit und altersgerechtes Wohnen

Mit dem Zuschussprogramm "Altersgerecht Umbauen" hat die Bundesregierung über zehn Jahre hinweg Barrierefreiheit in Bestandsimmobilien gefördert. Ziel war es, älteren Menschen und mobilitätseingeschränkten Personen ein selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen.

Die Fördermittel für das Programm beliefen sich im Jahr 2024 auf 150 Millionen Euro und wurden nahezu vollständig ausgeschöpft. Das Programm endete zum Jahreswechsel 2024. Die Zukunft des Programms hängt von der Haushaltsplanung für 2025 ab. Alternativ bleibt das KfW-Programm "Altersgerecht Umbauen – Kredit" (159) weiterhin bestehen. Zudem unterstützt der Bund die Länder bis 2028 mit Finanzhilfen von über 20 Milliarden Euro zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus und der altersgerechten Modernisierung.

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