Heaven München:

Kai Ingmar Link,

Abbruchphase für neues Business-Quartier nahezu abgeschlossen

Heaven München schreitet voran: Die Abbrucharbeiten auf der Baustelle sind weitgehend abgeschlossen und schaffen die Basis für eines der bedeutendsten Büroprojekte der Stadt.

Wo noch vor dem Sommer ein in die Jahre gekommenes Bürogebäude dominierte, öffnet sich heute ein ungewohnter Blick in die Tiefe des Quartiers. © Rock Capital Group

Abbrucharbeiten für ein neues Kapitel im Münchner Büromarkt 

Die Umgestaltung des früheren Bruckmann-Areals an der Nymphenburger Straße markiert derzeit eines der sichtbarsten Projekte im Münchner Stadtumbau. Die Rock Capital Group nutzt die Abbruchphase, um die Grundlagen für das neue Business-Quartier Heaven München zu schaffen – ein Projekt, das mit rund 30.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche zu den größten innerstädtischen Büroentwicklungen zählt. Schon jetzt prägt die Baustelle das Bild der Umgebung und zeigt, wie Transformation im dichten urbanen Gefüge funktionieren kann.

Baustelle im Wandel: Rückbau als zentraler Projektmeilenstein

Wo noch vor dem Sommer ein in die Jahre gekommenes Bürogebäude dominierte, öffnet sich heute ein ungewohnter Blick in die Tiefe des Quartiers. Der vollständige Rückbau des Hauptgebäudes aus den späten 1970er-Jahren bildete dabei den technisch anspruchsvollsten Schritt der bisherigen Arbeiten. Auch mehrere Nebengebäude und nicht mehr sanierungsfähige Strukturen wurden entfernt, um die künftige Bebauung sinnvoll zu arrondieren.

Die Umgestaltung des früheren Bruckmann-Areals an der Nymphenburger Straße markiert derzeit eines der sichtbarsten Projekte im Münchner Stadtumbau. © Rock Capital Group

Ein entscheidender Faktor war die Lage direkt an der U-Bahn-Station Maillingerstraße. Die unmittelbare Nähe zur Gleisführung verlangte präzise Planung und ein Abbruchkonzept, das Erschütterungen und Lärm so weit wie möglich reduziert. Moderne Hydraulikbagger mit geräuscharmen Zangen und kontinuierlicher Wasserbenebelung sorgten für einen kontrollierten Rückbau – ein Verfahren, das sich besonders in dicht bebauten Innenstadtlagen bewährt hat.

Anzeige

Symbiose aus Bestand und Neubau als Leitmotiv

Die Rock Capital Group verfolgt beim Projekt Heaven München einen Ansatz, der den Wert vorhandener Bausubstanz konsequent einbezieht. Historische Gebäudeteile bleiben weitgehend erhalten und werden technisch auf Neubauniveau gebracht. Die denkmalgeschützte Villa von 1898, ein Werk des Architekten Martin Dülfer, ist dabei das prägende Element. Ihre Raumstrukturen werden künftig moderne Büroflächen aufnehmen, die den Charakter der historischen Architektur bewahren.

Die Rock Capital Group verfolgt beim Projekt Heaven München einen Ansatz, der den Wert vorhandener Bausubstanz konsequent einbezieht. © Rock Capital Group

Dieser Umgang mit dem Bestand trägt nicht nur zur kulturellen Kontinuität des Standorts bei, sondern spart vor allem graue Energie und reduziert CO₂-Emissionen. Zugleich wird das ehemalige Loftgebäude an der Lothstraße 5 behutsam saniert und zu einem modernen Arbeitsplatzumfeld weiterentwickelt, ohne seinen industriellen Ursprung zu verlieren.

Nächste Bauphase: Rohbau im Bestand und Tiefgaragenbau

Mit dem Abschluss der wesentlichen Abbruchmaßnahmen rückt die kommende Phase in den Mittelpunkt: der Rohbau im Bestand, der ab Ende 2025 vorgesehen ist. Dazu gehören neue Treppenhäuser, Aufzugsschächte und moderne Glasaufzüge. Die Integration dieser Bauteile in die vorhandenen Strukturen erfordert sowohl präzises Engineering als auch enge Abstimmung mit den Vorgaben des Denkmalschutzes.

Parallel entsteht die Baugrube für die zweigeschossige Tiefgarage an der Nymphenburger Straße. © Rock Capital Group

Parallel dazu entsteht die Baugrube für die zweigeschossige Tiefgarage an der Nymphenburger Straße. Eine technisch anspruchsvolle Wasserhaltung stellt die Stabilität während der Arbeiten sicher. Auf der Seite der Lothstraße wird eine eingeschossige Tiefgarage ohne Wasserhaltung umgesetzt – ein Beispiel dafür, wie unterschiedlich Boden- und Standortbedingungen in ein Baukonzept einfließen müssen.

Heaven München als Beitrag zur städtischen Entwicklung

Mit dem Neubau an der Nymphenburger Straße erhält das Projekt schließlich sein markantes Gesicht. Die geplante Architektursprache orientiert sich eng am denkmalgeschützten Bestand und setzt auf eine Gestaltung, die sowohl zeitgemäß als auch kontextbezogen wirkt. Das Ensemble entwickelt sich damit zu einem Bürostandort, der moderne Arbeitswelten, Nachhaltigkeit und städtebauliche Qualität miteinander verbindet.

Historische Gebäudeteile bleiben weitgehend erhalten und werden technisch auf Neubauniveau gebracht. © Rock Capital Group

Bereits vor Fertigstellung wurde Heaven München mit dem German Design Award 2026 in der Kategorie Excellent Architecture – Public ausgezeichnet. Die frühe Anerkennung zeigt, welchen Anspruch die Rock Capital Group an das Projekt stellt: eine hochwertige, nachhaltige und zukunftsfähige Quartiersentwicklung, die den Charakter des Standorts stärkt und gleichzeitig neue Arbeits- und Lebensqualität in die Innenstadt bringt.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Hybridbau

Leipfinger-Bader: Seriell saniert mit System

Vorgefertigte Holzwände bringen mehr Tempo und Struktur in die Bestandssanierung. Bei einem ehemaligen Hotel in Bayern wurden sie bereits werkseitig mit Rollladenkästen und Lüftungstechnik ausgestattet – und auf der Baustelle als Einheit montiert.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren