Konjunkturausblick 2026

Kai Ingmar Link,

Langendorf: "Wir blicken verhalten optimistisch auf das kommende Geschäftsjahr."

Die Bauwirtschaft steht an einem Wendepunkt. Nach Jahren geprägt von Kostensteigerungen, Auftragsrückgängen und politischer Unsicherheit richtet sich der Blick nun auf 2026.

Julia Herholz Siems, Geschäftsführerin bei Langendorf. © Langendorf

Zwischen anhaltender Krise und vorsichtiger Zuversicht stellt sich für viele Unternehmen dieselbe Frage: Bleibt der Druck hoch – oder beginnt eine Phase der Stabilisierung?

Im Interview sprechen wir darüber, wie die Branche das Jahr 2026 einschätzt, welche wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen entscheidend werden und wo trotz aller Herausforderungen neue Perspektiven entstehen. Es geht um Zahlen und Trends – aber auch um Stimmungen, Erwartungen und konkrete Handlungsoptionen für die Praxis

Baugewerbe Magazin: Wie blicken Sie auf das kommende Geschäftsjahr: Welche Entwicklungen erwarten Sie für Ihr Unternehmen und für die Baubranche insgesamt?

Julia Herholz Siems, Geschäftsführerin bei Langendorf: Wir blicken verhalten optimistisch auf das kommende Geschäftsjahr. Trotz eines weiterhin anspruchsvollen Marktumfelds erwarten wir eine leichte Stabilisierung der Nachfrage. Für die Baubranche insgesamt rechnen wir mit einer schrittweisen Erholung, insbesondere durch Infrastruktur- und Sanierungsprojekte; diese müssen nun aber auch zügig umgesetzt werden. Langendorf bereitet sich darauf entsprechend vor, um für die Kunden liefern zu können. Nach wie vor ist da viel Potenzial für die Marke, welches wir in diesem Jahr heben werden.

Anzeige

BGW: Welche größten Herausforderungen erwarten Sie im kommenden Jahr für Ihr Unternehmen?

Herholz Siems: Die größten Herausforderungen bleiben Kosten- und Preisdruck, Fachkräftemangel sowie eine weiterhin hohe Planungs- und Genehmigungskomplexität. Gleichzeitig erfordert die Marktlage ein hohes Maß an Flexibilität und Effizienz. Die Marktlage ist nun seit drei Jahren in Folge für alle Beteiligten schwierig.

BGW: Welche Erwartungen haben Sie an Politik, Auftraggeber und die Branche insgesamt für das kommende Jahr?

Herholz Siems: Von der Politik erwarten wir, dass angekündigte Maßnahmen, insbesondere das große Infrastrukturpaket, nun zügig und spürbar in der Branche ankommen. Die stetig steigenden Faktor- und Finanzierungskosten erhöhen den wirtschaftlichen Druck zusätzlich. Gleichzeitig sorgt die geopolitisch unsichere Lage dafür, dass bei vielen Kunden derzeit kein Klima für langfristige Investitionsentscheidungen entsteht. Umso wichtiger sind verlässliche Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und Reformpakete.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren