Baugewerbe EXKLUSIV
Autobahnbau unter gutem Stern mit Storz
Diese Szene mutet genauso unwirklich wie faszinierend an. Ein kalter Morgen Ende Oktober 2024, es ist kurz vor 07:00 Uhr, der Berufsverkehr fließt vorbei am großen Mercedes-Werk bei Sindelfingen.
Hier werden die komfortableren und größeren Autos dieses ältesten Kraftfahrzeugherstellers der Welt gefertigt, unter anderem die E- und die S-Klasse. Stolz leuchtet über der Produktionsstätte deshalb der berühmte Stern, und er scheint fast heller strahlen zu wollen als der Erdenmond über dem Horizont.
Aufgenommen hat dieses fantastische Bild Armin Braun. Zu früher Stunde ist er als Polier bei Storz Verkehrswegebau selbstverständlich vor Ort, denn sein Bereich Großprojekte betreut diese Baustelle an der A81. Die Autobahn soll hier, zwischen der Anschlussstelle Sindelfingen-Ost und der Anschlussstelle Böblingen-Hulb, in den kommenden Jahren von vier auf sechs Fahrstreifen verbreitert werden.
„4.2 Streckenbau West einschließlich Bauwerke“ nennt sich dieses Baulos, welches Storz zusammen mit seinem ARGE-Partner Eurovia realisiert. Man hat auf diesem Streckenteil von 3 km Länge die technische Geschäftsführung übernommen.
Dieses ist das zweite von insgesamt drei großen Baulosen auf der insgesamt 6,3 km messenden Erweiterungsstrecke; bei zweien ist Storz beteiligt. Bei diesem jüngsten Baulos geht es um 106 Mio. Euro brutto, und in der Tuttlinger Unternehmenszentrale freut man sich in diesem Zusammenhang über den größten Auftrag in der Firmengeschichte.
Seit Juni 2023 schon ist der Bereich Großprojekte am Baulos „3.2.1 Tunnel mit Vorfeldern“ tätig, bei dem ein 850 m langer Tunnel in offener Bauweise entsteht. Hier arbeitet Storz in einer ARGE mit den Firmen Wayss & Freytag sowie Hochtief zusammen. Dieses Los, welches sich die drei Unternehmen teilen, hat einen Finanzumfang von 111 Mio. Euro brutto.
Storz ist dabei für die umfangreichen Erd- und Tiefbauarbeiten zuständig. Der Baugrubenaushub und die Verbauarbeiten sind inzwischen abgeschlossen. Derzeit entsteht der Tunnel. Wenn dessen Rohbau gegen Ende 2025 größtenteils fertiggestellt sein wird, gehen wieder die Storzianer ans Werk mit dem Straßenbau innerhalb des Bauwerks.
Der Ausbau der A81 soll bis 2028 vollendet sein. Bis zum Ende des Jahrzehnts wird in diesem Bereich eine Verkehrsbelastung von bis zu 150.000 Kraftfahrzeugen pro Tag prognostiziert, mit einem LKW-Anteil von über 10 %. Die Baumaßnahmen finden bei laufendem Verkehr statt, was für alle Beteiligten eine zusätzliche Herausforderung bedeutet.
Vielleicht hat dies alles ja Polier Armin Braun bewegt, als er vom großen Erdhügel nahe des ehemaligen Böblinger Flugfeldes aus dieses Bild mit seinem IPhone schoss. Immerhin wird es diese bevorzugte Position nicht immer geben. Hier lagern Hunderttausende Tonnen Boden, welche für den Bau des Tunnels in offener Bauweise ausgehoben werden mussten.
Irgendwann wird dieser künstliche Hügel wieder verschwunden sein. Nein, es könnte eher sein, dass Braun die Baumaschine im Vordergrund gefallen hat: ein Grader CAT 120. „Grader sind meine Lieblings-Baumaschinen - mit denen kann man alles machen“, so sagt er es immer wieder gerne. Der Kollege im Cockpit dieses Erdhobels dürfte sich ebenfalls über diese Maschine freuen, denn sie ist ideal für die Schüttung der neuen Querspange an der Autobahn.
Insofern ist dies nicht nur für Storz-Polier Armin Braun ein perfektes Bild am Morgen eines arbeitsreichen Tages.
Über Storz
Die J. Friedrich Storz Holding gliedert sich in zwei eigenständige Unternehmensbereiche: Storz Verkehrswegebau und Storz Baustoffe. Storz Verkehrswegebau deckt das komplette Leistungsspektrum des Verkehrswegebaus ab. Storz Baustoffe sichert die Versorgung des hauseigenen Baubetriebes mit hochwertigen Baustoffen; beliefert dabei auch externe Kunden.
Der Hauptsitz von Storz befindet sich in Tuttlingen, Baden-Württemberg. Sieben regionale Niederlassungen – über den Süden Baden-Württembergs verteilt – betreuen die Kunden, die aus sich aus öffentlichen Auftraggebern, Industrie und Privatinvestoren bestehen. Storz stellt mithilfe des firmeneigenen Zentrallabors für Materialprüfung – sowohl im Verkehrswegebau als auch in der Baustoffproduktion – die Qualität der Produkte sicher.
Storz wird in dritter Generation von der Familie geführt. Seit 1927 hat Storz mit stetig wachsendem Erfolg wichtige Beiträge geleistet, den Bau und die Entwicklung des Straßennetzes im Südwesten Deutschlands zu gestalten. Deshalb stehe der Name Storz heute für Qualität, Zuverlässigkeit und gewachsene Kompetenz, heißt es von Unternehmensseite.
Das unternehmerische Denken des Firmengründers Jakob Friedrich Storz und insbesondere seine Vision vom modernen industriellen Straßenbau sieht das Bauunternehmen bis heute als Verpflichtung. In den Geschäftsbeziehungen spielten Vertrauen, Fairness und Rechtschaffenheit entscheidende Rollen. Deshalb lege Storz Wert auf das partnerschaftliche Miteinander mit den Kunden, Baupartnern und Mitarbeitern, heißt es weiter.
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 01-02_2025.













