Sportplatzbau im Bestand:
Wie Storz mit Baumaschinen und Baggern den Schänzlesportplatz in Konstanz neu aufbaut
Beim Umbau des Schänzlesportplatzes setzt Storz auf systematischen Sportplatzbau mit Baggern und Baumaschinen – von der Altlastensanierung bis zur neuen Tartanbahn.
Sanierung eines Sportplatzes mit Geschichte
Am südlichen Ufer des Seerheins, nahe der Grenze zur Schweiz, liegt der Schänzlesportplatz in Konstanz. Die Anlage stammt aus den 1970er-Jahren und war über Jahrzehnte nur punktuell instand gesetzt worden. Erst mit der Modernisierung der angrenzenden Sporthalle entstand die Voraussetzung, auch die Außenanlagen grundlegend zu erneuern. Den Auftrag zur Umsetzung erhielt das Unternehmen Schöppler aus der Storz-Gruppe, begleitet durch die Planung eines Konstanzer Landschaftsarchitekturbüros. Innerhalb eines halben Jahres sollte aus einer überalterten Sportstätte eine zeitgemäße Anlage entstehen.
Rückbau und Bodensanierung als erster Schritt
Der bauliche Zustand der alten Wettkampfbahn spiegelte die Gesamtsituation wider. Unebenheiten und mangelnde Entwässerung prägten das Bild. Bevor neue Sportflächen entstehen konnten, musste der Untergrund vollständig abgetragen werden. Rund 2.000 Kubikmeter Boden wurden ausgebaut und fachgerecht entsorgt, da sich im Untergrund belastetes Material aus früherer Nutzung befand. Erst nach dieser Sanierung war es möglich, die Fläche technisch neu aufzubauen. Hier kamen Baumaschinen und Bagger aus dem Storz-Fuhrpark zum Einsatz, um den Untergrund zu profilieren und ein tragfähiges Planum herzustellen.
Aufbau der neuen Sportflächen
Auf der rund ein Hektar großen Fläche entstand in mehreren Schritten der neue Sportplatz. Nach der Herstellung der Ebenheit folgte der Einbau eines Entwässerungssystems mit Drainageleitungen unter der zentralen Spielfläche sowie Sammelleitungen entlang der Außenbereiche. Ergänzt wurde dies durch eine neue Beregnungsanlage, deren Leitungen über die gesamte Fläche verteilt wurden. Anschließend wurde Sand in definiertem Mischungsverhältnis mit dem vorhandenen Humus aufgebracht, um die Grundlage für belastbare Sportbeläge zu schaffen. Die Arbeiten verlangten hohe Genauigkeit, da Gefälle und Höhenbezüge exakt eingehalten werden mussten, um einen zuverlässigen Wasserabfluss sicherzustellen.
Präzision durch moderne Vermessung
Besondere Anforderungen stellte der Einbau der Leichtathletikanlagen. Die neue Rundlaufbahn und die Sprung- und Wurfsektoren mussten millimetergenau positioniert werden. Digitale Vermessungstechnik unterstützte die Teams beim Setzen von Entwässerungsrinnen und Kanälen. Der Einsatz moderner Baumaschinen in Kombination mit GPS-gestützter Steuerung ermöglichte es, die komplexe Geometrie der Anlage präzise umzusetzen. So konnte sichergestellt werden, dass Regenwasser kontrolliert abgeführt wird und die Nutzbarkeit der Sportflächen langfristig erhalten bleibt.
Funktionale Ergänzungen für den Sportbetrieb
Neben der Laufbahn entstanden neue Bereiche für Weit- und Hochsprung sowie für Wurfdisziplinen. Auch die technische Infrastruktur wurde erneuert. Eine moderne Flutlichtanlage ersetzt die bisherige Beleuchtung und ermöglicht einen energieeffizienten Betrieb. Aufenthaltsbereiche für Zuschauer und zusätzliche Sportangebote im Eingangsbereich erweitern die Nutzungsmöglichkeiten. Der Sportplatz wird damit nicht nur Wettkampfstätte, sondern auch Trainings- und Freizeitfläche.
Bedeutung für Baupraxis und Kommunen
Das Projekt zeigt exemplarisch, welche Anforderungen der Sportplatzbau im Bestand stellt. Altlasten im Boden, enge Zeitfenster und hohe Anforderungen an Ebenheit und Entwässerung erfordern eine enge Verzahnung von Planung und Ausführung. Der Einsatz leistungsfähiger Bagger und spezialisierter Baumaschinen war dabei ebenso entscheidend wie die logistische Koordination der einzelnen Bauphasen. Für Kommunen und Bauunternehmen liefert das Vorhaben ein praxisnahes Beispiel, wie sich bestehende Anlagen technisch erneuern lassen, ohne den Standort aufzugeben.
Sportplatz als Teil moderner Infrastruktur
Mit der Sanierung des Schänzlesportplatzes wurde eine Anlage geschaffen, die sowohl dem Schul- und Vereinssport als auch überregionalen Wettbewerben dienen kann. Für die Storz-Gruppe und ihre Tochter Schöppler steht das Projekt stellvertretend für einen systematischen Ansatz im Sportplatzbau, der Rückbau, Bodensanierung und Neubau in einem durchgängigen Prozess verbindet. Der Sportplatz am Seerhein wird damit nicht nur baulich aufgewertet, sondern auch langfristig nutzbar gemacht.
Für Konstanz bedeutet das von Storz durchgeführte Projekt eine funktionale Sportstätte auf aktuellem technischem Niveau. Für die Baupraxis zeigt es, dass der gezielte Einsatz von Baumaschinen und Baggern im Sportplatzbau weit über Erdbewegung hinausgeht und einen wesentlichen Beitrag zur Qualität öffentlicher Infrastruktur leisten kann.

















