Lastkraftwagen
Iontrak : Vom Förderprojekt zur Firma
Aus dem vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderten Projekt Hylix-B heraus wurde jüngst die Firma Iontrak gegründet. Das Unternehmen rüstet Lkw mit Wasserstoffantrieben aus und entwickelt entsprechende Spezialkomponenten. Gründungsmitglied des Start-ups ist die Boysen Gruppe, die im Rahmen ihrer Transformationsstrategie verstärkt auf Wasserstofftechnologie setzt.
Im Förderprojekt Hylix-B wurde in den vergangenen zwei Jahren ein vollelektrischer 26-Tonnen-Lkw mit Brennstoffzellenantrieb und 500 Kilometern Reichweite aufgebaut. Einerseits, um die Zukunftsfähigkeit der Wasserstofftechnologie für den Güterverkehr zu untermauern. Andererseits, um aufzuzeigen, wie eine Skalierung der Nachfrage nach grünem Wasserstoff bei entsprechender Umstellung der Logistikflotten aussehen könnte.
Die Forschungsarbeiten im abgeschlossenen Projekt Hylix-B waren transdisziplinär aufgestellt. Das zeigt sich in der Zusammensetzung des Teams: Professor Dr. Ralf Wörner, Leiter des Instituts für nachhaltige Energietechnik und Mobilität an der Hochschule Esslingen (HSE); Reinhardt Ritter Ideengeber und Gesellschafter der EFA-S, mit über 20 Millionen Kilometern Erfahrung im elektrischen Fahren, dazu noch Wasserstoffexperte Sebastian Wider, SWE-Mobility. Für die gesellschaftliche Transformation zeichnete Frank Ulmer, Kommunikationsbüro Ulmer, verantwortlich. Das Unternehmen Große-Vehne hatte sich bereit erklärt, die Forschungsarbeiten auf Praxistauglichkeit zu testen. Daimler Truck hat das Forschungsprojekt im Bereich der Software- und Fahrzeugschnittstelle unterstützt. Mit Boysen ist auch ein international renomierter Zulieferer in das Projekt eingestiegen. Somit hat sich kürzlich eine neue Firma gegründet: Iontrak.
Das Geschäftsziel der neu gegründeten Firma: „Entwicklung, Industrialisierung, Produktion und Vermarktung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben sowie deren Komponenten. Dabei versteht sich Iontrak als hochgradiger Spezialist im Rahmen der Vorbereitung von Serienproduktionen. Außerdem als Hersteller von Kleinserien im Bereich Wasserstoff-Lkw“, so die beiden Geschäftsführer Michael Herrmann und Dr. Till Kaz. Weiter erläutert CTO Kaz: „Wir sind direkt ins Projektgeschäft eingestiegen. Bereits im vierten Quartal dieses Jahres wird ein 26-Tonnen-Wasserstoff-Lkw die Straßenzulassung bekommen. Allerdings ein Einzelstück. Aber schon jetzt kristallisieren sich durch die Fertigstellung weitere Komponenten aus dem Umfeld Wasserstoff, Batterie und Umbau heraus. Diese werden wir weiterentwickeln und zur Marktreife bringen“.
Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 03/23.









