Radlader und Muldenkipper

Kai Ingmar Link,

Wandel im Kalksteinabbau: Neue Cat-Großgeräte bei Wieden & Partner

Die Wieden & Partner GmbH in Bernburg hat ihren Großgerätepark umfassend modernisiert, um die Effizienz und Produktivität im Kalksteinabbau zu steigern. Das Steinbruchunternehmen setzt nun auf den Cat Radlader 988 GC sowie drei neue Cat Muldenkipper vom Typ 772G.

Sägezähn trifft auf Kalkstein - Seine Premiere hatte er vor knapp einem Jahr auf der stein-expo: Der Cat Radlader 988 der Baureihe GC wurde bei der Maschinendemo erstmals dem Messepublikum vorgestellt. Inzwischen ist die Baumaschine im aktiven Rohstoffabbau ange-kommen. In Bernburg setzt die Firma Wieden & Partner GmbH auf die Radlader-Technik in Verbindung mit einer 6,9 Kubikmeter großen und weit ausgeschnittenen Trapez-Schaufel mit Sägezähnen von Resch-Ka-Tec. Die Schütthöhe des Ladegeräts liegt bei 3,9 Metern und er-möglicht eine effiziente Beladung des auf vier Sohlen gesprengten Kalksteins auf Cat Mul-denkipper 772G. Das alles soll dazu beitragen, die gesteckten Produktionsziele zu erreichen. Mit der Umstellung auf die neue Technologie gehen auch Veränderungen einher, weil Pro-zesse neu ausgerichtet werden müssen. © Zeppelin

Neue Technik im Einsatz

Der Cat Radlader 988 GC, ausgestattet mit einer speziell angefertigten 6,9 Kubikmeter großen Trapezschaufel mit Sägezähnen von Resch-Ka-Tec, ersetzt den bisherigen Radlader Cat 988K. Die aus hochverschleißfestem Stahl gefertigte Schaufel ermöglicht nicht nur eine schnellere Aufnahme des gesprengten Materials, sondern reduziert auch den Verschleiß. Gleichzeitig verhindern die gezackten Kanten, dass Material verloren geht, was den Ladevorgang deutlich beschleunigt. „Für uns ist es wichtig, Geräte einzusetzen, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Hier entwickeln wir uns ständig weiter“, erklärt Beate Wieden, Geschäftsführerin der Wieden & Partner GmbH.

Änderungen am Maschinenpark

Für den 50-Tonnen-Lader hat Resch-Ka-Tec extra eine 6,9 Kubikmeter große und weit aus-geschnittene Trapez-Schaufel mit Sägezähnen gefertigt, um die Aufnahme des Rohstoffs zu erleichtern. © Zeppelin

Die neuen Muldenkipper vom Typ 772G ersetzen ältere Modelle der Baureihe 775G. Ihre kompaktere Bauweise ermöglicht flexiblere Transporte, ohne die Effizienz im Zusammenspiel mit dem Radlader 988 GC zu beeinträchtigen. Die Umstellung auf neue Geräte erfordert Anpassungen in der Technik und in den Abläufen. Insbesondere die Fahrerinnen und Fahrer müssen sich mit der veränderten Sitzposition im Muldenkipper und den Schaltmechanismen des Radladers vertraut machen. Thomas Krüger, Vertriebsbeauftragter der Zeppelin Niederlassung Magdeburg, erklärt: "Die neuen Maschinen bringen technische Verbesserungen mit sich, erfordern aber auch eine Umgewöhnung, zum Beispiel beim Einschätzen von Abständen oder beim Umgang mit dem neuen Getriebesystem."

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Dank Bordwanderhöhung und Schüttverlängerung bei den Muldenkörpern der neuen Skw lässt sich das maximale Ladevolumen vollumfänglich ausschöpfen. © Zepplin

Einweisung und Service

Um die Umstellung zu erleichtern, unterstützte Uwe Wieduwilt, Leiter der Zeppelin Projekt- und Einsatztechnik, das Team bei der Einweisung in die neuen Geräte. Ergänzend sorgte der Service der Zeppelin Niederlassung Magdeburg für Anpassungen an den Mulden der 772G Muldenkipper, darunter Bordwanderhöhungen und Kübelverlängerungen, um Materialverluste beim Transport zu vermeiden. „Die Modifikationen tragen nicht nur zur Effizienz bei, sondern erhöhen auch die Sicherheit, indem sie verhindern, dass kantige Steine auf den Fahrwegen liegen bleiben“, ergänzt Serviceleiter Robert Gellert.

Digitalisierung für mehr Wirtschaftlichkeit

Drei neue Cat Muldenkipper 772G sorgen für kontinuierliche Rohstoffproduktion. © Zeppelin

Seit der Einführung von VisionLink auf der bauma 2022 nutzt Wieden & Partner das digitale Flottenmanagement für seine Cat Baumaschinen. Die Plattform liefert Echtzeitdaten zu Kraftstoffverbrauch, Leerlaufzeiten und Betriebsstunden und ermöglicht so die Optimierung von Maschinen und Arbeitsabläufen.

Zukunftsweisende Investitionen

Gemeinsam nimmt Beate Wieden (Fünfte von links) mit ihrem Team und Vertretern von Resch-Ka-Tec und der Zeppelin Niederlassung Magdeburg die neue Großgeräteflotte in Be-trieb. © Zeppelin

Die Entscheidung, in eine modernisierte Großgeräteflotte zu investieren, zeigt bereits erste Erfolge. „Die Vorteile der neuen Geräte machen sich schon nach kurzer Zeit bemerkbar“, resümiert Beate Wieden. Mit diesen Maßnahmen setzt Wieden & Partner einen wichtigen Meilenstein, um den Kalksteinabbau effizienter und zukunftssicher zu gestalten. Die Kombination aus moderner Technologie, gezielter Anpassung und Digitalisierung unterstützt das Unternehmen dabei, den Herausforderungen der Rohstoffgewinnung auch in Zukunft gerecht zu werden.

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