Berufskleidung

Kai Ingmar Link,

Nachhaltige Kleidung von DBL

Eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt, wie wichtig die Langlebigkeit für nachhaltige Berufskleidung ist. Die Bundhose? Fast neu, aber zu eng. Kann weg. Das kleine Loch unter dem Ärmel reparieren? Zu viel Aufwand.

Die Studie systematisiert bestehende Definitionen, Kriterien und Messnormen für Langlebigkeit und stellt Einflüsse auf die Nutzungsdauer eines Kleidungsstücks dar. © DBL

"In den letzten Jahren standen vor allem Produktionsbedingungen in der Lieferkette und die Kreislaufführung von Textilien im Vordergrund vieler Aktivitäten", so Dr. Laura Spengler vom Umweltbundesamt. "Das sind sehr wichtige Ansatzpunkte für eine nachhaltigere Textilindustrie. Aber um die Umweltauswirkungen der Bekleidungsproduktion zu verringern, bedarf es auch langlebiger Bekleidung. Und deshalb Maßnahmen zur Verlängerung der Nutzungsdauer." Als UBA-Fachbereichsleiterin für übergreifende Aspekte des produktbezogenen Umweltschutzes war sie an einer Studie beteiligt, die die Rolle der Langlebigkeit von Kleidung detailliert beleuchtet.

Studie zur Langlebigkeit von Kleidung

Die Studie systematisiert bestehende Definitionen, Kriterien und Messnormen für Langlebigkeit und stellt Einflüsse auf die Nutzungsdauer eines Kleidungsstücks dar. Eine Erkenntnis ist, dass die richtige Pflege eines Kleidungsstücks die Nutzungsdauer verlängern kann. Die Pflegehinweise auf der Kleidung sind jedoch häufig nicht ausreichend und auch nicht mit den Systemen der Waschmaschinen oder Waschmittel abgestimmt. "Das Waschen und Trocknen beeinflusst nicht nur die Langlebigkeit der Kleidung, sondern bestimmt auch über zahlreiche negative Umweltwirkungen der Nutzungsphase", erklärt Spengler. Dazu gehörten der Wasser- und Stromverbrauch beim Waschen und der Eintrag von Mikroplastik oder Chemikalien ins Wasser. Die Lebensdauer kann auch durch Reparaturen und andere Maßnahmen erhöht werden.

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Berufskleidung als Vorbild?

"Mit der Berufsbekleidung gibt es bereits eine Branche, deren Kerngeschäft in der langen Nutzung von Textilien liegt", so Dr. Laura Spengler. "Denn bei der Auswahl von Berufsbekleidung sind Anforderungen an die Langlebigkeit besonders wichtig. Diese beziehen sich beispielsweise auf Strapazierfähigkeit oder Waschbeständigkeit." Laut der UBA-Studie könnten etablierte Techniken in der Produktion von Berufskleidung für die Weiterentwicklung von Alltagskleidung im Bereich Langlebigkeit übernommen werden.

"Hochwertige Berufskleidung unterscheidet sich durch ihre präzise und teils aufwendige Verarbeitung von normaler Freizeitkleidung – sie ist auf Strapazierfähigkeit und Langlebigkeit ausgelegt", meint Jan Kuntze von der DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing, einem bundesweit agierenden Verbund mittelständischer, textiler Mietdienstleister.

Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 11_23.

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