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Artikel und Hintergründe zum Thema

Bauphysikalische Herausforderungen

Kai Ingmar Link,

Feingefühl trifft Innovation dank Hasit

Mitten in der Kölner Altstadt, umgeben von engen Gassen und jahrhundertealtem Flair, steht das Mehrfamilienhaus Salzgasse 10.

Das Haus hatte nach dem Krieg in den 1950er-Jahren einen schlichten Wiederaufbau erfahren, das Dachgeschoss war damals als Büro ausgebaut worden. © Hasit

Auf den ersten Blick ein typisches Eckhaus aus dem 19. Jahrhundert – auf den zweiten ein Bauwerk mit bewegter Geschichte und einem ebenso ambitionierten Sanierungsprojekt. Die behutsame Modernisierung brachte historische Substanz, zeitgemäßen Wohnkomfort und energetische Standards in Einklang.

Das Haus hatte nach dem Krieg in den 1950er-Jahren einen schlichten Wiederaufbau erfahren, das Dachgeschoss war damals als Büro ausgebaut worden. Jahrzehnte später entschied man sich, den bislang ungenutzten Spitzboden in den Wohnraum zu integrieren. Das Architekturbüro Wendling entwickelte dafür eine Lösung: Neue Gauben und Fenster bringen nun Licht in eine großzügige, zweigeschossige Wohnung unter dem neu eingedeckten Schieferdach.

Besonderes Augenmerk galt der Fassade, deren Putzschäden, Risse und Feuchtigkeitsprobleme nicht nur optische, sondern auch bauphysikalische Herausforderungen darstellten. Eine Innendämmung kam wegen der bewohnten Wohnungen nicht in Frage – stattdessen fiel in Abstimmung mit der Denkmalpflege die Wahl auf den diffusionsoffenen Aerogel-Hochleistungsdämmputz Hasit Fixit 222. Mit seiner Wärmeleitfähigkeit von 0,028 W/mK ermöglicht er höchste Dämmleistung bei minimaler Schichtdicke.

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"Wir sind große Befürworter von mineralischen und natürlichen Materialien und schätzen es, mit einem so vernünftigen Produkt arbeiten zu dürfen. Der Aerogel-Dämmputz ist eine exzellente Lösung und passt aus unserer Sicht perfekt zu diesem besonderen Haus", erklärt Architekt Martin Wendling.

Besonders anspruchsvoll war die Aufarbeitung der Natursteingewände. Da ein Überputzen nicht zulässig war, wurden die Tuffsteinrahmen ausgebaut, teilweise durch neue Trachyt-Elemente ersetzt und nach vorn versetzt. Ein entstandener Spalt zwischen Fenster und Steinrahmen wurde mit Aerogel-Dämmputz gefüllt.

Der Bauverlauf brachte unerwartete Verzögerungen, doch das Ergebnis rechtfertigt den Aufwand. Mehrere Wohnungen konnten komplett kernsaniert werden – mit Fußbodenheizung, Eichenparkett und modernisierter Haustechnik. Die übrigen Einheiten werden sukzessive angepasst. Das Projekt erfüllt nun die Anforderungen für die KfW-Förderung "Effizienzhaus Denkmal". Die Kombination aus sorgfältiger Denkmalpflege und innovativer Dämmtechnik machte dies möglich – und sichert dem Haus eine energieeffiziente Zukunft, ohne seinen historischen Charakter zu verlieren.

Dieser Artikel erschien zuerst in der September-Ausgabe des Baugewerbe Magazins.

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