Baustoffe

Max Kandler,

Strabag bündelt Baustoffgeschäft unter neuer Dachmarke roxit

Mit der Einführung der Dachmarke roxit ordnet Strabag sein internationales Baustoffgeschäft neu. Ziel ist es, die bislang in unterschiedlichen Gesellschaften und Geschäftseinheiten organisierten Aktivitäten unter einer gemeinsamen Marke zusammenzuführen und die gesamte Wertschöpfungskette im Baustoffbereich enger zu verzahnen. Für die Bauwirtschaft gewinnt dieser Schritt vor dem Hintergrund volatiler Rohstoffmärkte, steigender Anforderungen an Nachhaltigkeit und einer zunehmend anspruchsvollen Materiallogistik an Bedeutung.

Von der Rohstoffgewinnung bis zur Verarbeitung: roxit deckt mit ihren umfassenden Produkten und Leistungen zentrale Schritte entlang der Wertschöpfungskette im Bauwesen ab. © Rudolf Froese

Die neue Dachmarke roxit vereint die Bereiche Rohstoffgewinnung, Baustoffproduktion, Verarbeitung, Veredelung sowie Recycling und verfolgt damit einen integrierten Ansatz entlang des Materialkreislaufs. Für Bauunternehmen und Projektverantwortliche bedeutet dies vor allem eine stärkere Vernetzung von Produktion, Logistik und Wiederverwertung innerhalb eines europaweiten Netzwerks.

Strabag stärkt das Baustoffgeschäft mit internationaler Organisation

Die Neuausrichtung des Baustoffgeschäfts unter der Dachmarke roxit umfasst die Aktivitäten in zwölf europäischen Ländern. Das Netzwerk verfügt über mehr als 300 Standorte und ist zusätzlich im internationalen Projektgeschäft tätig. Rund 3.000 Beschäftigte arbeiten innerhalb der Organisation. Zur Infrastruktur gehören 116 Betonmischanlagen, mehr als 70 Steinbrüche, 17 Sand- und Kiesgruben sowie mehrere Anlagen zur Herstellung von Bitumenemulsionen und polymermodifiziertem Bitumen.

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Mit einer jährlichen Produktion von rund drei Millionen Kubikmetern Beton sowie etwa 24 Millionen Tonnen Stein und Kies verfügt Strabag über erhebliche Produktionskapazitäten. Die Bündelung dieser Ressourcen unter einer gemeinsamen Organisation soll die Verfügbarkeit von Baustoffen verbessern und eine effizientere Steuerung von Materialströmen ermöglichen. Gerade bei komplexen Infrastruktur- und Hochbauprojekten spielt eine verlässliche Versorgung mit Baustoffen eine zentrale Rolle für Termin- und Kostensicherheit.

Materialkreisläufe gewinnen im Bauwesen weiter an Bedeutung

roxit bietet ein breites Spektrum an baunahen Dienstleistungen – vom Fräsen und Abtragen bis zur Aufbereitung und Wiederverwertung von Materialien. © Zsuzsanna, Nagy

Die Entwicklung der Dachmarke roxit ist zugleich Ausdruck eines grundlegenden Wandels innerhalb der Bauwirtschaft. Neben klassischen Anforderungen an Qualität und Liefersicherheit rücken Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft und CO₂-Reduzierung zunehmend in den Mittelpunkt.

Im Baustoffgeschäft setzt Strabag deshalb auf den Ausbau von Recyclingprozessen sowie auf die Weiterentwicklung CO₂-reduzierter Baustoffe. Gleichzeitig werden alternative Antriebstechnologien und Maßnahmen zur Energieeffizienz in den Produktionsstandorten erprobt und schrittweise umgesetzt. Dazu gehören unter anderem der verstärkte Einsatz selbst erzeugter Solarenergie, die Elektrifizierung von Maschinen sowie Tests mit grünem Wasserstoff für schwere Geräte in Steinbrüchen.

Für Bauunternehmen zeigt diese Entwicklung, dass sich Nachhaltigkeit heute nicht mehr ausschließlich auf einzelne Bauprodukte beschränkt. Vielmehr gewinnt die Optimierung kompletter Materialkreisläufe von der Rohstoffgewinnung bis zur Wiederverwertung zunehmend an wirtschaftlicher und strategischer Bedeutung.

Praxisorientierte Entwicklung neuer Baustoffe

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erprobung alternativer Baustoffe unter realen Einsatzbedingungen. Im Reallabor für Nachhaltiges Bauen in Wien untersucht Strabag Materialien wie Hanf, Schafwolle, Lehm sowie verschiedene Recyclingbaustoffe hinsichtlich ihrer praktischen Einsatzmöglichkeiten. Ziel ist es, Erkenntnisse für den späteren Einsatz im Baualltag zu gewinnen und innovative Baustofflösungen unter realistischen Bedingungen weiterzuentwickeln.

Gerade für Unternehmen, die sich frühzeitig auf zukünftige Anforderungen an nachhaltiges Bauen einstellen möchten, liefern solche Entwicklungsprojekte wichtige Impulse für den praktischen Einsatz neuer Materialien.

Strategische Bedeutung der Dachmarke roxit für die Bauwirtschaft

Mit der Dachmarke roxit schafft Strabag eine einheitliche Struktur für sein internationales Baustoffgeschäft. Die Zusammenführung von Produktion, Verarbeitung, Recycling und Rohstoffgewinnung unter einer gemeinsamen Organisation soll Prozesse vereinfachen und die europaweite Versorgung mit Baustoffen effizienter gestalten.

Angesichts steigender Anforderungen an Versorgungssicherheit, Ressourceneffizienz und nachhaltige Baustoffkonzepte zeigt die Neustrukturierung, wie sich integrierte Materialkreisläufe künftig als wichtiger Wettbewerbsfaktor im Bauwesen etablieren können. Für Bauunternehmen, Projektentwickler und öffentliche Auftraggeber bleibt die Entwicklung leistungsfähiger Baustoffnetzwerke ein wesentlicher Baustein für die erfolgreiche Umsetzung zukünftiger Bauprojekte.

Kennzahlen der Dachmarke roxit

Die Dachmarke roxit ist in Bulgarien, Deutschland, Kroatien, Montenegro, Österreich, Polen, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn aktiv. Das Netzwerk umfasst 319 Standorte, davon 228 Produktionsstandorte. Rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind innerhalb der Organisation tätig.

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