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Artikel und Hintergründe zum Thema

Medienbruchfrei integriert

Damir Mioc,

Bei MTS geht es durchgängig digital

Eine Best-Practice-Baustelle in St. Johann-Bleichstetten zeigt, wie MTS den Tiefbauprozess medienbruchfrei digitalisiert – von der Kalkulation über die Bauausführung bis hin zur Abrechnung.

Gerade im Tiefbau ist digitale Präzision gefragt. © MTS

Auf Einladung der Bauwirtschaft Baden-Württemberg besuchte Thomas Strobl, Innenminister Baden-Württembergs, eine MTS-Baustelle in St. Johann-Bleichstetten. Im Mittelpunkt standen die Fragen, wie durchgängige Digitalisierung im kommunalen Tief- und Straßenbau praxisnah umgesetzt und skaliert werden kann und welche Chancen und Herausforderungen sich ergeben.

Die Baustelle ist ein Beispiel dafür, wie digitale Prozesse medienbruchfrei ablaufen: Kalkulation, modellbasierte Planung, zentrale Cloud-Datenhaltung, digitale Bauausführung, Dokumentation und Abrechnung bilden einen geschlossenen Datenkreislauf. Alle Gewerke – von Kanal-, Wasser-, Breitband- und Stromleitungsbau bis zum Straßenbau – sind integriert, das Projektvolumen beträgt rund 2,3 Millionen Euro. Digitale Geländemodelle dienen als gemeinsame Datengrundlage, Baufortschritt und As-built-Daten werden direkt auf der Baustelle erfasst, strukturiert gespeichert und für Bewirtschaftung, Unterhaltung und künftige Maßnahmen nutzbar gemacht.

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Rainer Schrode, Vorstandsvorsitzender von MTS, betonte: "Digitalisierung funktioniert bereits heute – sie muss nur angewendet werden. Ausschlaggebend ist, digitale 3D-Modelle von Beginn an einzusetzen, um produktiv zu arbeiten und strukturierte Daten langfristig zu sichern." Strobl zeigte sich überzeugt: "Baden-Württemberg kann seine Rolle als Innovationsregion nur sichern, wenn Digitalisierung konkret umgesetzt wird. Es geht darum, Bauprozesse sichtbar, praktikabel und wirksam zu machen."

Die Bauwirtschaft Baden-Württemberg betonte, dass durchgängige Digitalisierung kein Selbstzweck sei, sondern ein Hebel zur Lösung zentraler Herausforderungen im kommunalen Bauwesen. Rainer Mang erklärte: "Referenzprojekte zeigen, wie funktionierende Lösungen im Realbetrieb erlebt werden können. Einheitliche Rahmenbedingungen verhindern Insellösungen und schaffen Mehrwert für alle am Bauprozess Beteiligten."

Das Positionspapier "Durchgängig Digital", überreicht von Bauwirtschaft und BIM-Cluster Baden-Württemberg, fordert das Land auf, Kommunen aktiv bei der Einführung von BIM zu unterstützen. Ziel: Genehmigungs-, Planungs- und Bauprozesse beschleunigen, Baukosten senken, Zusammenarbeit verbessern, Bürokratie abbauen und Nachhaltigkeit sowie Lebenszyklusbetrachtungen systematisch stärken. MTS Schrode ist Teil dieser Initiative.

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