Genutzte Flachdächer mit PU-Dämmung
IVPU Planungshilfe informiert über Flachdachaufbauten mit unterschiedlichen Tragkonstruktionen
PU-Dämmelemente entsprechen nach DIN 4108-10 dem Anwendungstyp DAA dh (hohe Druckbelastbarkeit) oder DAA ds (sehr hohe Druckbelastbarkeit). Sie sind hinreichend druckfest und widerstandsfähig gegen statische und dynamische Lasten, die in genutzten Flachdächern auftreten. PU-Dämmstoffe haben eine geringe Rohdichte und sind sehr leicht. Sie belasten durch ihr geringes Eigengewicht von ca. 3 kg/m² bei 100 mm Dämmstoffdicke die Dachkonstruktion kaum und bieten sich daher gerade bei statisch ausgereizten Tragwerken als Problemlöser an.
Das in DIN 4108-3 verankerte Glaser-Verfahren (Periodenbilanzverfahren) lässt sich nicht für alle Flachdachkonstruktionen ansetzen. Dazu gehören z. B. gedämmte Holzdachkonstruktionen Abdichtung auf Schalung oder Beplankung ohne Hinterlüftung der Abdichtungsunterlage, begrünte und bekieste Dachkonstruktionen sowie Dachkonstruktionen mit Plattenbelägen und Holzrosten. Die nachweisfreien Flachdachaufbauten mit PU-Aufdachdämmung, die in der Planungshilfe vorgestellt werden, sind nachgewiesen sicher und benötigen deshalb keinen individuellen Feuchteschutznachweis. Das gilt auch bei Verschattung der Dachfläche bei Solarmodulen.
Im Neubau können nicht belüftete Flachdächer mit Aufdachdämmung und einer zusätzlichen Gefachdämmung nach DIN 4108-3 feuchtesicher nachgewiesen werden, wenn auf der Unterkonstruktion eine feuchteadaptive Luftdichtheitsschicht verlegt wird. Bei Flachdächern im Bestand ist die vorhandene Holzschalung oft noch intakt und die raumseitigen Bauteilschichten von oben deshalb nicht zugänglich. Dampfbremsen können weder ausgebaut noch ausgetauscht werden. Die Voraussetzungen für einen nachweisfreien Aufbau sind damit nicht gegeben.
Die IVPU Planungshilfe erläutert, wie bestehende Holzbalkenkonstruktionen mit einer vorhandenen Dämmung im Gefach und einer bauphysikalischen sicheren PU-Aufdachdämmung saniert werden können. Die feuchtetechnische Beurteilung wurde mittels hygrothermischer Simulation nachgewiesen. Die Planungshilfe ist als kostenfreier Download auf der IVPU Verbandswebsite verfügbar: http://www.daemmt-besser.de









