Krane + Hebebühnen
Bis der Flügel knackt
Im Rahmen der Zulassung des Airbus A350 XWB führt die IABG Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH in ihrer Testhalle in Erding umfangreiche Versuche am neuen Großraumflugzeug durch. Mit der Gerüstlösung von PERI wurde eine optimale Anpassung der Arbeitsebenen an Rumpf und Flügel erreicht.
Bevor ein neuer Flugzeugtyp in Serie gebaut werden darf, müssen eine Vielzahl von unterschiedlichen Tests durchlaufen werden. So auch beim neuen Langstrecken-Airbus A350 XWB (eXtra Wide Body) mit 65 m Spannweite. Der Jungfernflug fand schon im Juni 2013 statt, doch bis zur Aufnahme des normalen Flugbetriebs sind noch viele Prüfungen zu absolvieren.
Zu diesen Qualifizierungsmaßnahmen gehört auch die Simulierung eines kompletten Flugzeuglebens. Beim Gesamtzellen-Ermüdungsversuch EF-2 werden die Rumpfsektion sowie beide Tragflächen mit 88 servohydraulischen Zylindern belastet – eine Simulation von insgesamt 86.400 Flügen, dem Dreifachen der vorgesehenen Lebensdauer. Bei dem parallel auszuführenden EW-Versuch wird ein Versuchsflügel mithilfe von 41 Zylindern belastet – zusätzlich zu den Ermüdungslasten erfolgt hier die Belastung bis hin zur analytischen Bruchlast.
Die Flugzeugstrukturversuche am zweistrahligen Großraumflugzeug Airbus A350 finden in einer eigens hierfür errichteten Testhalle auf dem Gelände des Fliegerhorsts Erding statt. Länge und Breite der Halle betragen 71 m, die Höhe knapp 30 m. Die komplette Testanlage inklusive Infrastruktur ist modular und mobil konzipiert – und somit flexibel einsetzbar.
Modular und flexibel ermöglicht das Arbeitsgerüst PERI UP Rosett Flex den uneingeschränkten Zugang zu den Prüflingen. Optimal angepasst an Rumpf und Flügel werden die Ermüdungsversuche durch regelmäßige Mess- und Inspektionszyklen von den Arbeitsebenen aus begleitet. Neben einem reduzierten Flächengewicht war insbesondere eine hohe Anpassungsfähigkeit der Gerüstkonstruktion gefordert: einerseits bei der Ausbildung der unterschiedlichen Plattformebenen in Höhen zwischen 7,00 m und 10 50 m, andererseits bei der Umrüstung der tragenden Stahlkonstruktion sowie der 88 schräg angeordneten Hydraulikzylinder. Zur Überbrückung der Tragflächen wurde PERI UP an RCS Kletterschienen sowie weiteren Systembauteilen des VARIOKIT Ingenieurbaukastens abgehängt.








