Krane + Hebebühnen

Martin Schrüfer,

Jakob AG: Netze aus Edelstahl sichern Panoramabrücke

Die Panoramabrücke in Saas-Fee im Kanton Wallis, die sich in schwindelerregender Höhe über zerklüftete Täler schwingt, wurde nachträglich abgesichert. Die Gemeinde wandte sich an die Jakob AG aus dem schweizerischen Trubschachen, die darauf spezialisiert sind Brücken nachträglich mit Schutzelementen zu versehen.

Mit einem Edelstahlnetz an den Seiten wurde die Brücke nachträglich abgesichert. (Abb.: www.jakob.com)
Mit einem Edelstahlnetz an den Seiten wurde die Brücke nachträglich abgesichert. (Abb.: www.jakob.com)

Die Experten der Firma wussten Rat. Eine intensive Planungsphase begann, denn die Gemeinde wünschte sich Sicherheitskonstruktionen, „die man nicht sieht“. Auf Seil- und Stahlkonstruktionen, hochwertig und  langlebig, ist das Unternehmen spezialisiert. „Unser Edelstahlnetz „Webnet“ wird allen architektonischen Ansprüchen gerecht“, stellt Firmenchef Peter Jakob klar. „Schön und sicher müssen die Konstruktionen sein, darauf kommt es an.“ Tatsächlich wirken Seile und Webnet je nach Lichtverhältnissen und Betrachtungswinkel, als wären sie unsichtbar. „Sie sind transparent“, erklärt der Unternehmer, „nichts behindert die Lichtführung und die Sichtverbindungen.“

Der beauftragte Bauingenieur berechnete die möglichen Schneelasten, die bei der Konstruktion berücksichtigt werden mussten. Dabei gilt: 1 Kubikmeter Schneemasse entspricht einem Gewicht von etwa 300 Kilogramm. Jakob verwendete aus diesem Grund extra dicke Seile mit einer Stärke von 8 Milimetern. Passgenaugenau wurden die Seile und Edelstahlnetze im Werk vorgefertigt und auf die Baustelle geliefert. Bei der Panoramabrücke war die Montage etwas kompliziert:  Nicht seitwärts, sondern unterhalb der Brücke in der Horizontalen mussten die Schutznetze montiert werden.

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Und gewaltige Mengen an Material wurden gebraucht: 20 Tonnen Stahl, 120 Seile, 36 Stäbe und 22 Netze. Allein eine Woche dauerte es, um die notwendigen Löcher in den Brückenbeton zu bohren. Ein Baugerüst aufzustellen, war nicht möglich. Stattdessen wurden fahrbare Hebebühnen eingesetzt. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Die Edelstahlnetze sorgen heute für die gewünschte Sicherheit.

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