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Velux Gruppe startet weitere Kooperation mit WWF

Die Velux Gruppe, Hersteller von Dachfenstern, finanziert rund um den Globus zwei neue Projekte zum Schutz und zur Aufforstung des tropischen Regenwaldes. Damit wird ein bereits seit 2021 laufendes Projekt in Uganda ergänzt und die Partnerschaft mit dem WWF ausgebaut.

Ein neues Waldschutzprojekt in Partnerschaft mit dem WWF in Vietnam ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie 2030 der Velux Gruppe (Foto: WWF Vietnam, Denise Stilley)

Die Velux Gruppe hat sich verpflichtet, sowohl ihre gegenwärtigen und zukünftigen CO2-Ausstöße drastisch zu reduzieren als auch Verantwortung für ihre historischen Emissionen zu übernehmen. Gleichzeitig engagiert sich das Unternehmen weltweit für die Vielfalt von Ökosystemen, Lebensräumen sowie Tier- und Pflanzenarten. Einen zentralen Beitrag dazu leisten zwei neue Waldschutzprojekte in Vietnam und Madagaskar, die von der Velux Gruppe finanziert werden. Die Projektentwicklung und -verwaltung übernehmen Büros des WWF im jeweiligen Land sowie Behörden und Kommunen vor Ort.

„Das Fenster, in dem wir es noch schaffen können, den weltweiten Temperaturanstieg auf 1,5 C zu begrenzen, schließt sich schnell. Wir haben uns dem ehrgeizigsten Weg des Pariser Abkommens verpflichtet und finanzieren nunmehr insgesamt drei Waldschutzprojekte. So gehen wir über die Maßnahmen zur CO2-Reduktion in unserer Wertschöpfungskette hinaus und übernehmen Verantwortung für unsere historischen CO2-Emissionen seit Gründung des Unternehmens im Jahr 1941“, sagt Lars Petersson, CEO der Velux Gruppe. „Ich freue mich sehr, dass wir unserem Portfolio neue Waldschutzprojekte hinzufügen und dass wir zwei Regionen finden konnten, bei denen verschiedene Arten von Wäldern, Tierarten und Kommunen im Mittelpunkt stehen.“ Der WWF und die Velux Gruppe sind im Jahr 2020 eine ehrgeizige Kooperation eingegangen, die sich auf naturbasierte Lösungen zur Eindämmung des Klimawandels und zum Erhalt der Biodiversität konzentriert.

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Aktiv zum Wohl von Mensch, Natur und Klima

Die neuen Waldschutzprojekte wurden aufgrund von Kriterien wie CO2-Einsparpotenzial, Biodiversität, langfristige Nachhaltigkeit und Mehrwert für die örtliche Bevölkerung ausgewählt. Das Projekt in Vietnam, das in der gebirgigen Landschaft der Zentralannamiten angesiedelt ist, konzentriert sich auf REDD-Aktivitäten. Die Abkürzung steht für „reducing emissions from deforestation and forest degredation“: Ziel ist es, die Rodung und Abholzung von Wäldern in Zusammenarbeit mit Menschen und Behörden vor Ort aufzuhalten und auf diese Weise mehr als zwei Millionen Tonnen CO2 zu reduzieren beziehungsweise durch Bäume zu binden, so die vorläufige Schätzung. Das Projekt in Madagaskar fokussiert sich auf ARR-Aktivitäten in den Mangroven an den Flüssen Manambolo und Tsiribihina. ARR steht für „afforestation, reforestation and revegetation“, also Aufforstung, Wiederaufforstung und Wiederbegrünung. Das Projekt soll dazu beitragen, schätzungsweise mehr als 0,5 Millionen Tonnen CO2 zu reduzieren und zu binden.

Das erste, bereits seit 2021 laufende Waldschutzprojekt befindet sich in Uganda, wo in der Region Kagombe im vergangenen Jahrzehnt 73 Prozent des Waldes abgeholzt und gerodet wurden. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die zerstörten Wälder mit der Pflanzung neuer Bäume wieder aufzuforsten und die noch bestehenden natürlichen Wälder zu schützen. Es wird erwartet, dass durch die Konservierungsanstrengungen vor Ort eine Million Tonnen CO₂ gebunden werden können. Mehr als 180 000 Bäume wurden bereits gepflanzt. Mittlerweile zeigen sich auch positive Auswirkungen auf die Menschen vor Ort, da alternative Einkommensquellen wie Pilzzucht und Imkerei mit mehr als 400 Bienenstöcken aufgebaut werden konnten. Jeder Bienenstock wird schätzungsweise Bruttoeinnahmen von etwa 124 US-Dollar pro Jahr generieren, was 92 Prozent des jährlichen Pro-Kopf-Einkommens in der Region entspricht.

Das Projekt in Madagaskar fokussiert sich in den Mangroven an den Flüssen Manambolo und Tsiribihina auf Aufforstung, Wiederaufforstung und Wiederbegrünung (Foto: WWF Madagascar, Tojo Rasolozaka)

 Hand in Hand nachhaltig handeln

Grundsätzlich sollen die Projekte in Partnerschaft mit den Menschen und Behörden vor Ort die Abholzung aufhalten und natürliche Wälder an Orten wieder aufforsten, die für die Biodiversität zentral sind. Der bei den Waldschutzprojekten reduzierte beziehungsweise gebundene Kohlenstoff wird für die Klimaschutzverpflichtungen der Gastländer im Rahmen des Pariser Abkommens gespendet. Das bedeutet, dass der entsprechende Kohlenstoff nicht zum Ausgleich der CO2-Emissionen von Velux oder anderen Unternehmen verwendet wird.

Die insgesamt drei Waldschutzprojekte in Partnerschaft mit dem WWF sind Teil der Nachhaltigkeitsstrategie 2030 der Velux Gruppe. Die Projekte ergänzen die Maßnahmen zur Reduktion der CO2-Emissionen im eigenen Betrieb und in der Wertschöpfungskette des Unternehmens. Ziel der Gruppe ist es, bis zum Jahr 2030 die Emissionen aus dem Betrieb (Scope 1 und 2) um 100 Prozent zu reduzieren und in der Wertschöpfungskette (Scope 3) zu halbieren.

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