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Aktion BauZukunft:

Kai Ingmar Link,

Kostenvorteile durch 3D-Betondruck: PERI erwartet Durchbruch im Jahr 2025

Mit dem erfolgreichen Bau des ersten 3D-gedruckten Gebäudes in Deutschland im nordrhein-westfälischen Beckum hat PERI 3D Construction einen wichtigen Meilenstein in der Baubranche gesetzt.

Mit dem Wavehouse in Heidelberg hat PERI 3D Construction nicht nur Europas größtes 3D-Druckgebäude realisiert, sondern einen Ausblick auf die architektonischen Freiheiten geliefert, die die Bauweise ermöglicht. © PERI

Seitdem hat das Unternehmen die 3D-Betondrucktechnologie kontinuierlich weiterentwickelt und in mittlerweile 15 Bauprojekten erprobt. Nun rechnet das Unternehmen damit, dass bereits im Jahr 2025 Gebäude im 3D-Druckverfahren kostengünstiger erstellt werden können als mit herkömmlichen Methoden.

Entwicklung des 3D-Betondrucks: Vom Pilotprojekt zur praktischen Anwendung

Drei Jahre nach dem Bau des ersten 3D-gedruckten Wohnhauses in Deutschland ist die Technologie des 3D-Betondrucks weiter gereift. PERI 3D Construction hat in dieser Zeit 14 weitere Gebäude realisiert und die Verfahren kontinuierlich optimiert. Heute wird die Bauweise weltweit zunehmend in größeren Projekten eingesetzt, die über kleine Pilotbauten hinausgehen. Diesen Fortschritt will das Unternehmen nutzen, um mit dem 3D-Betondruck die Produktivität am Bau zu steigern, nachhaltiges Bauen zu etablieren und dem Fachkräftemangel zu begegnen.

„Wenn wir uns die Entwicklungen in der Baubranche anschauen, wird klar, dass wir als Branche mit kleinen, schrittweisen Verbesserungen nicht schnell genug vorankommen. Die Bauwirtschaft braucht einen vergleichbaren Produktivitätssprung, wie ihn die Industrie durch Digitalisierung und Automatisierung erreicht hat. Nur so können wir den steigenden Bedarf an Wohnraum langfristig und nachhaltig decken. Der 3D-Druck bietet dafür den richtigen Ansatz,“ erklärt Dr. Fabian Meyer-Brötz, Geschäftsführer der PERI 3D Construction GmbH.

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Branchenübergreifende Zusammenarbeit für nachhaltiges Bauen

Auch entlang der Wertschöpfungskette finden sich Unternehmen, die in den 3D-Betondruck investieren, um gemeinsam das Bauen voranzutreiben. So entwickelt Heidelberg Materials lokal produzierte Baustoffe für den 3D-Druck. „Wir entwickeln lokal produzierte Baustoffe für den 3D-Druck und haben mit evoZero, dem weltweit ersten CO2-neutralen Zement, ganz neue Möglichkeiten, den CO2-Fußabdruck auf ein Minimum zu reduzieren und das Bauen an sich nachhaltiger zu gestalten,“ sagt Beda Eber, Produktmanager für Betonprodukte & 3D-Betondruck bei Heidelberg Materials.

Durch die Zusammenarbeit von Baustoffherstellern und Unternehmen wie PERI 3D Construction entstehen neue Ansätze für nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen, die den Anforderungen an zukunftsorientiertes Bauen gerecht werden. „Die 3D-Drucktechnologie markiert einen Wendepunkt in der Bauindustrie und eröffnet völlig neue Möglichkeiten für nachhaltiges und ressourceneffizientes Bauen. Nur so können wir den wachsenden Bedarf an Wohnraum zukunftsorientiert decken. Der 3D-Druck ist der Schlüssel zu einer innovativen Bauweise, die den Anforderungen von morgen gerecht wird,“ ergänzt Alexander Hoffmann, Architekt und Geschäftsführer des Planungsbüros Mense-Korte.

Kostenentwicklung und Wirtschaftlichkeit

Ein entscheidender Punkt, der die Bauweise für Bauunternehmen und Projektentwickler künftig noch attraktiver machen soll, sind die Kosten: Bislang liegen die Baukosten für 3D-gedruckte Gebäude oft noch über denen konventionell errichteter Bauwerke. Doch das könnte sich nach Einschätzung von PERI 3D Construction bald ändern. Bereits im Jahr 2025 rechnet das Unternehmen damit, dass die 3D-Betondrucktechnologie in Deutschland kostengünstiger sein wird als herkömmliche Verfahren. „Wir sehen den 3D-Gebäudedruck damit vor einem wichtigen Durchbruch. Sobald die Baukosten im 3D-Druckverfahren unter denen des konventionellen Bauens liegen, wird die neue Bauweise zu einer attraktiven Option und immer häufiger auf deutschen Baustellen anzutreffen sein,“ erklärt Dr. Fabian Meyer-Brötz.

PERI 3D Construction als Vorreiter für integrierte 3D-Drucklösungen im Bauwesen

Die PERI 3D Construction GmbH zählt als Tochterunternehmen der PERI SE zu den führenden Unternehmen im Bereich des 3D-Drucks von Bauwerken. Mit dem Fokus auf den Bau von Schalungs- und Gerüstsystemen sowie der Entwicklung kompletter 3D-Drucklösungen ist das Unternehmen sowohl in Deutschland als auch in den USA tätig. PERI 3D Construction bietet integrierte Lösungen für die Baubranche, um Bauprozesse mit Hilfe des 3D-Drucks nachhaltig zu gestalten und effizient zu optimieren.

Beim 3D-Gebäudedruck werden die Wände automatisiert Schicht für Schicht vom 3D-Drucker aufgetragen. Die zwei Mitarbeitenden, die für die 3D-Druckbaustelle benötigt werden, überwachen den Druckprozess und lassen die Baumaschine die schwere Arbeit übernehmen. © Peri

Die Technologie des 3D-Betondrucks ermöglicht es, Gebäude schneller, kostengünstiger und mit weniger Beton zu bauen. Der COBOD BOD2 3D-Drucker, den PERI 3D Construction anbietet, ist modular aufgebaut und kann je nach gewünschter Projektgröße individuell zusammengebaut werden. Dies ermöglicht die Realisierung von Gebäuden mit 13,5 Metern Breite, 9 Meter Höhe und einer praktisch unbegrenzten Länge.

Die 3D-Betondrucktechnologie von PERI 3D Construction markiert einen bedeutenden Schritt in Richtung einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Bauweise. Durch die Kombination von Beton und 3D-Drucktechnologie können Gebäude effizienter, kostengünstiger und umweltfreundlicher gebaut werden. Die Erwartung, dass diese Technologie bereits im Jahr 2025 kostengünstiger als herkömmliche Methoden sein wird, unterstreicht das Potenzial des 3D-Drucks in der Baubranche.

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