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Kai Ingmar Link,

Struktur-Förderung Braunschweig ist zukunftsfit

Im Rahmen der Sanierung eines denkmalgeschützten Ensembles legt die Strukturförderung Braunschweig ein ganzheitliches und nachhaltiges Energiekonzept vor.

Die Ertüchtigung der Fassaden wird eine der ersten Baumaßnahmen der energetischen Sanierung in 2025 definieren. © Struktur Förderung Braunschweig

Die Hochbau-Sparte der Struktur-Förderung Braunschweig wurde mit der umfassenden Sanierung und Modernisierung der Stadthalle beauftragt. Im Rahmen der Planung legt sie nun dazu ein nachhaltiges Energiekonzept vor, das die Anforderungen des städtischen Integrierten Klimakonzeptes 2.0 erfüllt. Unter Nutzung von Geothermie, Photovoltaik und Energiemanagementsystemen wird die Stadthalle fast energetisch autark.

Das zwischen 1962 und 1965 errichtete Ensemble stellt mit seiner zeittypischen Optik aus kantigen geometrischen Formen, Waschbeton-Außenflächen und großen Glasfassaden die Planenden dabei vor eine Herausforderung. Es gilt das Gleichgewicht aus denkmalgeschützter Identität und modernster technischer Gebäudeausstattung und der Integration zukunftsweisender Konzepte für erneuerbare Energien herzustellen.

Die Ertüchtigung der Fassaden wird eine der ersten Baumaßnahmen der energetischen Sanierung in 2025 definieren. Von außen nicht sichtbare Dämmung wird hier gemeinsam mit dem Einbau von moderner Wärmeschutzverglasung in den historischen Rahmen und energieeffizienten Fenstern und Türen bereits Potentiale zur Einsparung ausschöpfen.

Mit eigener, nachhaltiger Energieerzeugung geht man in der Stadthalle einen Schritt weiter. Die großen Dachflächen bieten sich als idealer Standort für Photovoltaik an, hier werden 1.500 m2 unterschiedlicher 500 kWp liefern, die das hauseigene Netz versorgen.

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Dazu kommen gut 40 Geothermiesonden, die bis zu einer Tiefe von 200 Metern auf dem Gelände der Stadthalle gesetzt werden. Diese betreiben Wärmepumpen, die sowohl Wärme als auch Kälte bedarfsgerecht und nachhaltig so erzeugen. So wird die Stadthalle die meiste Zeit des Jahres autark betrieben werden.

Geleitet wird das Projekt von Natascha Wessling, Geschäftsführerin der Hochbau-Sparte der Struktur-Förderung Braunschweig: "Dies ist ein echtes Leuchtturmprojekt mit überregionaler Strahlkraft, wir verwandeln die Stadthalle in ein Aushängeschild für nachhaltige Instandsetzung, das zeigt, dass sich Denkmalpflege, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit nicht ausschließen. Mit dem Energiekonzept erfüllen wir nicht nur unsere eigenen Ansprüche an eine denkmalgerechte Gebäudesanierung in der heutigen Zeit, sondern erreichen auch die ambitionierten Klimaziele der Stadt Braunschweig bereits vor 2030."

Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 05_2024.

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